Die Deutsche Bahn AG investiert im Rahmen der Konjunkturprogramme des Bundes in die Verbesserung der Kundeninformation.
Für insgesamt 33,5 Mio. Euro werden an 1747 kleineren Bahnhöfen u.a. dynamische Schriftanzeiger (DSA) installiert. Zusätzlich werden Infotafeln und Fahrgastinformationsanlagen nachgerüstet oder ausgetauscht.
Bei den dynamischen Schriftanzeigern – die Bezeichnung lässt es bereits erahnen – handelt es sich nicht um eine LCD/Plasma-basierte Lösung, sondern um bewährte Leuchtschriftanzeigen. Ob einer der DB-Haus- und Hoflieferanten AEG MIS oder Funkwerk zum Zuge kommen wird, wurde bisher noch nicht kommuniziert.
Screenbasierte Lösungen sind im Vergleich zu den Leuchtschriftanzeigen in ungeschützter/nicht überdachter Installation (noch) nicht wettbewerbsfähig – dies gilt insbesondere für kleinere Bahnhöfe.
Im Allgemeinen liegen bei der Deutschen Bahn AG digitale Informationslösungen groß im Trend. Im Roll-out befindet sich zurzeit ein neues Kundenaufrufsystem, das an den Fahrkartenschaltern installiert wird. Betrieben wird das System mit der Software der 42media group. Als Bildschirmlieferant wurde NEC ausgewählt.
Schon seit Jahren setzt die Bahn auf dynamische Fahrgastanzeigen. Die LCD-Anzeigen ersetzen nach und nach die alten Faltblattanzeiger; sie stammen von der Ulmer AEG MIS und laufen auf einer selbst entwickelten Software – ein Quasimonopl, das andere Anbieter außen vor lässt. Digital-Signage-Anbieter wie Conrac kommen in Deutschland – im Gegensatz zum europäischen Ausland – mit der DB AG nicht ins Geschäft. Bei den Werbenetzwerken dominiert Ströer das Geschehen an den Bahnhöfen. Seit der Übernahme der Deutschen Eisenbahnwerbung kommt am Kölner Außenwerber sowie seiner Münchener Infoscreen-Tochter keiner mehr vorbei.
International gilt die sehr heterogene Schienenverkehrsbranche als sehr lukrativer Markt für Signage-Projekte. Über die große Herausforderung an Bahnhöfen und Flughäfen im Bereich Wegeleitung wird invidis in den kommenden Tagen verstärkt berichten. (fro)




Sehr schlecht recherchiert:
1. LCD-Anzeigern werden von z.Zt. 3 Firmen angeboten, AEG MIS, Funkwerk und Mitron
2. LED (Dynamische) Schriftanzeigen werden nicht von den o.g. Firmen geliefert
3. AUF den LCD-Anzeigen läuft in allen Fällen “firmeneigene Software”, aber die Schnittstelle zur Ansteuerung ist eine DB Entwicklung und muss durch die DB AG zertifiziert werden und nennt sich SES (Standard-Endgeräte-Schnittstelle), damit kann jeder solch eine Anzeige entwickeln und der DB AG anbieten
Hier wird offenbar eine eher politische Entscheidung gefällt. Das im Artikel erwähnte Monopol wird auch durch Käufer wie die Deutsche Bahn, deren Mitarbeiter offenbar keine Alternativen erkennen oder zulassen weiter gestützt. Die erwähnten AEG Leuchtschriftanzeige sind völlig veraltet. Für die gleiche Investition gibt es heute sehr wohl wetterbeständige LCD Anzeigen! Diese können per Internet oder per Satellit einzeln in Echtzeit angesteuert werden. Aber die Bahn gehorcht beim Einkauf anderen Gesetzen, jedenfalls nicht der optimalen Effizient!