Geschäftsführung verlässt 42media

Wie invidis.de aus unternehmensnahen Kreisen erfahren hat, ist der bisherige Geschäftsführer der 42media group services GmbH, Matthias Wagner, gestern von seiner Position zurückgetreten. von Oliver Schwede

42media group vor dem Ende?

42media group vor dem Ende?


Peter Dombrowski, Director of Business Development bei der 42media group, befindet sich noch in ungekündigter Stellen, ist aber nach eigenen Angaben auf der Suche nach einem neuen Betätigungsfeld außerhalb der 42media.

Der Grund für diese Entwicklung liegt in Meinungsverschiedenheiten mit dem Investor CamPoint AG, heißt es aus internen Kreisen.

Erst Ende letzten Jahres wurden der offizielle Firmensitz der 42media services GmbH an den Unternehmenssitz der CamPoint AG nach Seligenstadt verlegt. Entwicklung und Support wurden weiterhin aus Garbsen geleitet.

invidis Kommentar

Mit Matthias Wagner verlässt der technische Kopf der 42media das Unternehmen. Wagner war der Visionär des Digital Signage Software Anbieters und hat sich weniger als Geschäftsführer denn als Web-affiner Technik-Chef hervorgetan.

Mit Peter Dombrowski verlässt einer der wohl schillerndsten Akteure der Digital Signage Szene das Unternehmen. Dombrowski war jahrelang das Sprachrohr des Digital Signage Anbieters aus Garbsen und polarisierte oftmals durch seine direkte Art und Weise. Das Unternehmen wurde insbesondere in den Anfangsjahren direkt mit seiner Person in Verbindung  gebracht. Seit Eintritt der CamPoint Ende letzten Jahres wurde es etwas ruhiger um ihn.

Wie es nun mit den Resten der 42media group weiter geht ist fraglich. Der Ruf des Unternehmens ist durch die Insolvenz im letzten Jahr schon angekratzt. Ob die CamPoint die Softwareprodukte weiterentwickeln kann und wird ist unklar, zumal die Wettbewerbssituation im Bereich Digital Signage-CMS sich in den letzten 12 Monaten stark verschärft hat. Eventuell erleben wir jetzt den Untergang des wohl bekanntesten deutschen Digital Signage Software Anbieters nach nur 5 Jahren am Markt.

6 Gedanken zu “Geschäftsführung verlässt 42media

  1. Was habt ihr alle eigentlich für ein Problem?
    Ich bin ja nun einer, der von Anfang an dabei war. Wenn ihr wollt, somit auch einer der Schuldigen. Und das bin ich guten Gewissens. Denn eines weiß ich genau: wir haben alles gegeben. Und alles in unser Unternehmen investiert. Keiner von uns hat sich bereichert, im Gegenteil. Zu jedem Zeitpunkt meiner beruflichen Laufbahn habe ich mehr Geld verdient und weniger gearbeitet als in der 42media. In meiner Zeit bei 42 waren 12-14 Std. täglich normal, es wurden aber auch mal 16 oder mehr.

    Als wir anfingen, hatten wir nichts als eine Idee und den Mut diese zu verwirklichen. Eigentlich genau das, was in Deutschland ja so sehr fehlt. Doch so hoch haben wir das ganze gar nicht auf gehangen. Wir haben für kleines Geld eine Lagerhalle gemietet, von zuhause Möbel, Rechner Drucker und Telefone mitgebracht und einfach angefangen. Zuerst kamen Freunde dazu, die Lust hatten mitzumachen. Später kamen Angestellte, die zu Freunden wurden. Und wir hatten Spaß.

    Ziemlich schnell merkten die ersten Kunden, die sich vorher mit den Lösungen der Mitbewerber herumgeschlagen hatten, wie einfach das Content Management bei Digital Signage mit der richtigen Software sein kann. Und waren begeistert. So entstand der Slogan „Wir müssen Sie nicht überzeugen, wir werden Sie begeistern.“ Und wir begeisterten immer mehr Kunden, die Umsätze stiegen, es kamen neue Ideen und Mitarbeiter, um diese Ideen und die Wünsche von Kunden zu Realisieren.

    Wir haben die Branche ziemlich durcheinander gewirbelt, wir waren schnell, innovativ und extrem Kundenorientiert. Aber bei alldem haben wir auf einiges immer geachtet: Größtmögliche Professionalität, höchste Zuverlässigkeit, bester Kundennutzen und auch noch ne Menge Spaß dabei. Und es kamen noch mehr Kunden, tolle Projekte und Referenzen, neue Mitarbeiter und der Gewinn von Preisen und Auszeichnungen. Das alles passierte in unglaublicher Geschwindigkeit.

    Mit denen kamen aber auch die ersten Berater, ob als Gewinn (WachstumsImpuls)oder von unseren Banken empfohlen. Investoren belagerten uns und warfen mit siebenstelligen Summen nur so um sich. Und für alle gab es nur Wachstum, Wachstum, Wachstum.

    Unsere Berater (Oh Mann, ich weiß ja jetzt erst, das jeder sich Berater nennen darf) haben uns gesagt, es wäre überhaupt kein Problem, die Kohle Praktisch schon auf dem Konto. Und wir wären die geilsten Typen auf diesem Planeten. Also kümmerten wir uns um das, was wir können – - Wachstum! Neue Mitarbeiter, neue Projekte, mehr Marketing und viele, viele Messen. Alles Teuer.

    Nur kam leider kein Venture Capital, keine stillen Teilhaber, keine Seed Finanzierung und schon gar kein Geld. Sondern Ausreden und hohe Rechnungen unserer „Berater“ und „Investoren“. Und wir kämpften mal wieder. Und fanden jemanden, der uns „helfen“ wollte. Und uns Geld gab. Das kostete. Und zwar Prozente. Uns war eigentlich egal, woher das Geld kam. Wir wollten ja nur bis zum nächsten Großauftrag überleben. Irgendwann gehörte die Firma nicht mehr uns. Ende der Geschichte.

    Wir haben die Branche aufgerüttelt und für mächtig Wirbel gesorgt. Haben mit unserem Produkt Kunden begeistert, die sonst keiner gekriegt hätte. Haben Projekte in einer Größenordnung verwirklicht, die in Deutschland oder Europa vorher undenkbar waren. Haben mit ständigen Innovationen andere zum nachziehen gezwungen und Maßstäbe neu definiert. Und dadurch eine Branche geprägt. Und dabei immer Spaß gehabt. Und weniger Geld verbrannt als andere, die weit weniger erreicht haben. Und nicht einen Cent Steuergelder gebraucht, so wie unsere Staatlich unterstützten Banken.

    Also: Was habt ihr alle eigentlich für ein Problem?

    Just my 2 Cent
    Good luck and thanks for all the fish

    Anto Kordic

  2. Hallo Herr Nägele.

    wir haben den falschen Herr Nägele jetzt als Pseudonym Nägele gekennzeichnet. Leider können wir als Identität nur die jeweilige IP Adresse tracken. Und die ändert sich ja bei dynamischen DSL Anschlüssen mindestens einmal täglich.

    Viele Grüße aus München
    Florian Rotberg

  3. So: ich bin der ‘echte’ Frank Nägele. Der obige Beitrag entstammt NICHT meiner Tastatur! Aber von mir aus kann er stehen bleiben. Denn so ganz falsch liegt der Kollege nicht. Aber vielleicht sollten die Herren von Invidis zukünftig VOR einer Veröffentlich kurz die Indentität abprüfen (ganz einfach: kurze Mail an mich).

    Als ehemaliger ‘Bulle’ habe ich dazu folgendes zu sagen:

    1. Einen “Werner Hebricht” kennt Google gar nicht und vermeldet 0 Treffer. Ich gehe also davon aus, dass der Kollege nicht den Arsch in der Hose hat sich zu ‘outen’.
    Denn wenn es den Kollegen wirklich gäbe und er sich so gut im DS-Markt auskennt, wäre es ganz sicher zu finden.

    2. Das Pseudonym Hebricht kann nicht lesen. Denn der ‘falsche’ Frank Nägele hat NICHT geschrieben, dass der erste Treffer ‘Betrug’ ist, sondern er hat geschrieben, dass der erst Vorschlag (das ist dann so eine Vorschlagsliste die aufgeht) ‘ComPoint AG Betrug’ ist. Ich habe das geprüft und die Aussage ist RICHTIG. Offensichtlich sind also nicht nur die Kenntnisse im DS-Markt mangelhaft, sondern auch der Umgang mit den neuen Medien!

    Zum Vorgang 42Media habe ich sonst nichts zu sagen. Der spricht für sich!

    Ich bitte darum, meine Bemerkung online zu stellen. Vielleicht wäre es sinnvoll, den ‘falschen’ Nägele auch als solchen zu kennzeichnen. Vielen Dank

  4. Na ja, wie man den Bau des größten DS-Netzwerkes in Deutschland als “Spesen” bezeichnen kann, ist mir schleierhaft und wie man beim googeln des Begriffs “Campoint” einen ersten Treffer “CamPoint Betrug” erhält, ist selbt Google schleierhaft. Da überrascht es kaum, dass man beim googeln von “werkstation + betrug” auch so seine Treffer erhält :)

  5. Da macht es jetzt doch langsam Sinn, die 43Media auf die Beine zu stellen ;-)

    Hab mal aus Spaß die CamPoint gegoogelt. Den ersten Vorschlag den Google macht ist “CamPoint Betrug” – das spricht doch für sich. Bin gespannt wie lange die ‘neue’ 42Media noch existiert. Tippe auf max. 6 Monate. Das Geschäftsmodell (auch das der Vorgängergesellschaft) war mir noch nie einleuchtend. Aber vielleicht fehlt mir da einfach der unternehmerische Weitblick!

    Es mag wohl sein, dass es eines der bekanntesten DS-Unternehmen ist oder war. Aber außer Spesen war da doch nichts gewesen – oder sehe ich das auch falsch? Und ein weiteres Spin-Off von einem Spin-Off wäre nach meinem Geschmack doch zu viel.

  6. Ich habe Peter Dombrowski persönlich kennen- und schätzen gelernt.

    Wenn nun eventuell die Geschäftsmodelle sich von 42media z.B. bezüglich eines kostenlosen Service-Angebots ohne SLE für Entwickler und Kleinanwender wegfallen sollten, würde sich für mich eine Tür zum Digital Signage Geschäft schließen, was ich sehr bedauern würde.

    Ich wünsche beiden Aussteigern weiterhin Erfolg in ihren neuen Geschäften, vielleicht gibts ja einen Spin-Off ?

    Grüße
    Rolf Hemmerling

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