Mediaplayer

Darum setzt Samsung verstärkt auf Prozessoren von AMD

- Samsung stattet seine Set-Back-Boxen jetzt mit einer neuen Generation von AMD Embedded-Prozessoren aus. Zwar sind Digital Signage-Player auf Intel-Basis lieferbar – doch das Gros der DDBs arbeitet inzwischen mit integrierter AMD-Grafikpower. Momentan sind auch alle Plug-in-Module mit Prozessoren des Intel-Konkurrenten ausgestattet. von Thomas Kletschke

Smart Signage Display DM65D und SBB SBB-B64DV4 (Fotos: Samsung; Montage: invidis)

Smart Signage Display DM65D und SBB SBB-B64DV4 (Fotos: Samsung; Montage: invidis)

Derzeit listet Samsung insgesamt zehn Set-Back-Boxen (SBB) für den Einsatz mit Smart Signage Displays auf, mit denen die Screens unter anderem via MagicInfo bespielt werden können. Unter SBB laufen bei dem Hersteller Mediaplayer, die an der Rückseite der Displays eingesteckt werden können. Von den zehn SBBs arbeiten drei auf Basis eines Haswell-i5 Dual Core-Prozessors mit integrierter HD4600 GPU (Chipsatz: Q87). Die sieben anderen SBB-Modelle kommen mit Prozessoren von AMD daher.

Jetzt hat Samsung auch einen neuen Vierkerner von AMD in SBB-Player verbaut, der den i5-Varianten in etwa ebenbürtig sein dürfte. Zum Einsatz kommt dort der AMD RX425 mit integrierter Bolton-E4 GPU. Unterschiede liegen im Detail, und dürften für die reale Performance nicht unbedingt entscheidend sein: Hyper Threading bei Intel, bei AMD nicht; 2,7 GHz Takt bei Intel, bei AMD 2,5 GHz; dafür Ducal Core (Intel) versus Quad Core (AMD).

Vor allem preislich dürfte die weitere Konzentration auf eine AMD-basierte Lösung interessant sein. Denn ansonsten baugleiche SBB-Varianten haben offenbar sehr unterschiedliche Straßenverkaufspreise. So ist der SBB-N64DV4 (mit „N“ wie in Intel) bei einigen Händlern um 350 Euro teurer, als der SBB-B64DV4 (mit „B“) – bei ansonsten gleicher Ausstattung. Für eine Version mit 64 GB SSD, 4GB Arbeitsspeicher mit Windows 7 Embedded werden beim AMD-basierten Player bei einem Händler beispielsweise rund 860 Euro aufgerufen, für die i5-basierte schon 1.210 Euro.

Bei den Plug-in-Modulen (PIM), die an den Rückseiten verschiedener Smart Signage Displays in die Screens eingeschoben werden können, verzichtet Samsung derzeit ganz auf Systeme auf Intel-Basis. Keines der derzeit drei PIM ist mit Intel-Prozessoren ausgestattet.

Lösungen, bei denen maximale Grafikpower benötigt wird, werden momentan allerdings zumeist auf Basis eines i5 oder i7 angeboten. Die integrierte Grafik bei Intel gilt immer noch als recht performant. Je nach Prozessoren-Generation – in den letzten Wochen hat Intel erste CPUs seiner neuen Broadwell-Generation (Generation 5) auf den Markt gebracht – und den zur Verfügung stehenden Aus- und Eingängen (Stichwort: DP 1.2) können auch Chips mit integrierter Grafik Inhalte in 4K / Ultra HD bei 60 Hz liefern.

Zumindest Intel hat hier weiter vorgelegt. Ab dem zweiten Halbjahr 2015 sollen weitere Broadwell-Prozessoren verfügbar sein. Wenig später steht mit Skylake schon die nächste Generation vor der Tür, die in Consumer-Lösungen ab etwa Anfang 2016 verbaut werden dürfte. Lösungen mit zusätzlichen Grafikkarten (Nvidia oder AMD) sind grundsätzlich teurer, als solche mit integrierter Grafik. Zudem können effektive Prozessoren mit integrierter Grafik den Aufwand für Lüftung von Bauteilen reduzieren oder bestenfalls obsolet machen – was sich allgemein sehr positiv auf die Lebensdauer von Mini-Rechnern und Mediaplayern auswirkt.

One thought on “Mediaplayer: Darum setzt Samsung verstärkt auf Prozessoren von AMD

  1. „Lösungen, bei denen maximale Grafikpower benötigt wird, werden momentan allerdings zumeist auf Basis eines i5 oder i7 angeboten. Die integrierte Grafik bei Intel gilt immer noch als recht performant.“

    Lustiger Beitrag! Genau au Grafikpower fehlt es Intel. CPU-Power ist schon lange kein Thema mehr und sowohl bei Intel als auch bei AMD ausreichend vorhanden.

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