Modehandel

Attacke via Digital Signage – Uniqlo expandiert weltweit

- Klar machen zum Entern: Das japanische Modelabel Uniqlo setzt zur weltweiten Expansion an. Einen Flagship in Berlin gibt es bereits, der Markt in Deutschland wird definitiv weiter beackert. Weitere Länder Europas stehen sicherlich im Fokus. Auch in Australien, Neuseeland und den USA dürften schon bald neue Uniqlo Stores stehen. von Thomas Kletschke

Außenansicht des Uniqlo-Flagships in Berlin (Foto: Wonderwall)

Außenansicht des Uniqlo-Flagships in Berlin (Foto: Wonderwall)

Es könnte schon so sein sein, dass Sie in einem der derzeit etwa 1.500 weltweiten Uniqlo-Stores kein einziges Display finden. Das hat dann aber etwas mit dem sprichwörtlichen Wald und den vielen Bäumen zu tun, oder daran, dass Sie statt einer Augenklappe gleich deren zwei aufgesetzt haben.

Denn jede Menge Large Format Displays, zumeist in Video Walls, finden sich an allen Standorten. Auch bei LED Indoor und LED Outdoor gilt: bitte nicht zu wenig, zu klein oder zu old fashioned.

Die Modemarke Uniqlo gehört zum Mode-Imperium von Fast Retailing, einer 1949 gegründeten Unternehmensgruppe in Japan, bei der Gründer und CEO Tadashi Yanai immer noch den Ton angibt. Und aktuell klingt das so: Eine Verdreifachung des Umsatzes bei Uniqlo sollte bitte bis Ende des laufenden Jahrzehnts drin sein. So äußerte sich der Firmenchef jüngst gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In Zahlen: 5 Billionen Yen im Jahr 2020 und 2,5 Billionen Yen im Jahr 2017. Damit nahm er Rekurs auf bereits im Jahr 2009 genannte äußerst ambitionierte Ziele weltweit.

Klar machen zum Entern - Dekoration im Uniqlo-Flagship in Berlin (Foto: Uniqlo)

Klar machen zum Entern – Dekoration im Uniqlo-Flagship in Berlin (Foto: Uniqlo)

Und hierzulande, beziehungsweise in Europa, kann man die Präsenz noch deutlich ausbauen. Denn während es in Japan 855 Uniqlos gibt, in China 311 und in Südkorea 133, haben viele andere der aktuell etwa 20 Länder in denen man aktiv ist, noch kein flächendeckendes Netz vorzuweisen.

Dabei sind kleinere Länder (oder autonome Regionen) durchaus schon gut besetzte Stützpunkte: Im Stadtstaat Singapur gibt es 22 Stores, einen in Macao und 22 allein in Hong Kong. Auch Taiwan ist mit 51 Läden so gut wie erobert.

Neben Asien gilt es nun, sich in weiteren Regionen gut zu positionieren. In den USA gibt es derzeit etwa 40 Shops. Neben dem Wahnsinns-Uniqlo in New York und dem ebenfalls sehr großen Store in San Francisco steuert man momentan wohl offenbar zumindest Seattle als einen der kommenden Standorte an. Auch in Australien und Ozeanien hat man erste Fühler ausgestreckt: Nachdem Uniqlo im Jahr 2014 zwei Stores in Australien eröffnete, werden noch 2015 mindestens zwei weitere folgen. Sicherlich gehört auch Neuseeland bald zu den Ländern, die zumindest einen Uniqlo Flagship vorweisen können – dem dann bald weitere Stores folgen.

Uniqlo Berlin: Blick nach Außen (Foto: Wonderwall)

Uniqlo Berlin: Blick nach Außen (Foto: Wonderwall)

Wie in Deutschland: Bisher gibt es lediglich den Flagship in der Berliner Tauentzienstraße, der mit 2.700 m² auf drei Etagen derzeit das einzige zum Markenuniversum gehörende Shopper-Paradies in der DACH-Region ist. Die Schweiz und Österreich sind – noch – ganz weiße Flecken auf der Karte. In Frankreich und UK hat man mit acht beziehungsweise zehn Läden schon eine größere Durchdringung; in Russland betreibt Uniqlo bisher fünf Geschäfte. Insgesamt wird also Europa bald neue Uniqlos sehen. So ist die Region Nordics noch unerschlossen. Ganz Skandinavien wartet bisher ebenso auf Uniqlo Stores, wie Italien oder Spanien.

In der Regel durfte sich bisher – auch in Berlin – Wonderwall Inc. über Aufträge in Interior Design und Digital Signage freuen. Bei den Displays setzt Uniqlo seit Jahren auf NEC. Man darf gespannt sein, wie sich die welt- und europaweite Expansion des Fashion Labels auf die hiesige LED Signage-, Digital Signage- und Shop Fitter-Branche auswirken wird. Rechnen sollte man mit einem Boost für alle Marktteilnehmer.

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