Think Blue-Kampagne

Diese Vending Machine nimmt nur Batterien

- Fünf Jahre blau: Auch wenn man bei Volkswagen angesichts des aktuellen Vorstands-Gezänks an eine Wirtshausdebatte denken mag, die unter einer hochprozentigen Dunstglocke stattfindet – unter Think Blue verstehen sie bei VW etwas anderes. Die 2010 gestartete Nachhaltigkeitskampagne ist wie der Käfer: sie läuft und läuft und läuft. Aktuell auch in Russland, mit einer Recycling-Vending Machine. von Thomas Kletschke

Vending Machine für den guten Zweck: Think Machine (Screenshot: invidis)

Vending Machine für den guten Zweck: Think Machine (Screenshot: invidis)

Seit einiger Zeit, in diesem Jahr werden es fünf Jahre, setzt der Werbungtreibende Volkswagen mit seiner Initiative Think Blue auf Sustainability. Um Umweltbewusstsein und die Markenausstrahlung von VW zu stärken, lässt sich der Autobauer aus Wolfsburg immer wieder etwas einfallen, um weltweit auf Think Blue aufmerksam zu machen. Claim in Deutschland: „Wir wollen mit gutem Beispiel voranfahren.“

Zumeist sind die Kreativen der Stammagentur DDB für die Inszenierungen verantwortlich, die neben Aktionen im Web besonders auf Out-of-Home setzen. Dem Thema Nachhaltigkeit entsprechend, gab es bereits einige Variationen des Themas, das Oskar aus der Tonne schon seit langem anstimmt: „Ich mag Müll.“

So bescherte VW den Einwohnern von Mailand bereits im Dezember 2010 ein besonderes Weihnachtsgeschenk, den Instant Christmas Recycler, eine mobile Müll-Recycling-Station für Plastik und Papier. Einschmeißen konnte man leere Plastikflaschen und Papierreste – heraus kamen aus dem Müll recycleter Christbaumschmuck.

Die Kampagne läuft international, und soll zeigen, dass VW es in den eigenen Werken von Braunschweig über Chattanooga in den USA bis nach Kaluga in Russland ernst meint mit umweltschonender Produktion. Zudem sollen die Consumer-Kunden in allen bedienten Märkten mit den aufmerksamkeitstarken Aktionen in der Öffentlichkeit auf Think Blue (und natürlich die entsprechenden VW-Wagen) aufmerksam gemacht werden.

Momentan gibt es im Rahmen von Think Blue eine Out-of-Home-Umsetzung in Russland. Dazu haben VW und DDB Russia eine Vending Machine aufgestellt, die als Zahlungsmittel nur eines akzeptiert: benutzte Batterien. Werden diese in den Schlitz eingeworfen, werden die Nutzer mit Think Blue-Gadgets von Volkswagen belohnt (siehe Video).

Die Think Machine belohnt die Nutzer, je nachdem wie umweltbewusst sie sind. Für zwei eingeworfene Batterien erhält man einen Anti Stress-Ball. Bei der doppelten Menge gebrauchter Batterien spendiert sie eine Flasche Wasser. Und für sechs benutzte Batterien erhält man ein ökologisch produziertes T-Shirt – selbstredend in umweltschonendem Packpapier. Auch wenn letzteres nicht aus dem Automaten von Mailand stammt: Hier wird eine Kampagnenidee über einen längeren Zeitraum konsequent weiterverfolgt und in immer wieder überraschenden Modifikationen erzählt.

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