Neue Pepsi-Kampagne

Projection Mapping auf dem Bolzplatz

- Pepsi setzt die Kampagne #LiveForNow aus dem letzten Jahr fort. Statt Augmented Reality werden nun Projection Mapping, LED Lighting und Drohnen eingesetzt. Zugleich orientiert man sich an der ebenfalls 2014 gelaufenen Kampagne #FutbolNow – die weltweit mehr als 1,2 Millionen Menschen aktivieren konnte. von Thomas Kletschke

Mit Projection Mapping Lighting und einer Drohne erfindet Pepsi den Fußball neu (Screenshot: invidis)

Mit Projection Mapping Lighting und einer Drohne erfindet Pepsi den Fußball neu (Screenshot: invidis)

Mit Fußball haben sie es ja bei Pepsi – und die beabsichtigte Werbewirkung scheint auch zu stimmen: Zur Fußball-WM 2014 hatte Pepsi Nutzer weltweit an einer Vending Machine kicken lassen. Das zur Kampagne gehörende und interaktive, AR-gestützte Game aktivierte weltweit 1,2 Millionen Menschen – insgesamt 2,4 Millionen Interaktionen wurden gezählt.

Nach Angaben des Werbungtreibenden von Anfang diesen Jahres verbrachten die Soccer- und Pepsi-Fans insgesamt das zeitliche Äquivalent zu 35.000 Fußballspielen.

Bei PepsiCo vertrauen sie auf das enzyklopädische Wissen der Werbe- und Fußball-Fachwelt: „Der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90 Minuten“ (Sepp Herberger, Werke, Bd. 27, S. 317), „das Runde muss ins Eckige“ (ebd.) – und was einmal funktioniert, das kann man in Variation auch gerne noch mal bringen.

Ein wenig Fußball also, diesmal jedoch in der #LiveForNow-Kampagne, die im vergangenen Jahr mit Augemented Reality-Unterstützung auf Londons Straßen, im Web sowie bei diversen Auszeichnungen zu begeistern wusste.

Ausgewechselt wurden die Medien sowie der Ort. In diesem Falle hielt sich Pepsi an das bekannte Diktum von Andy Möller: „Mailand oder Madrid – Hauptsache Italien!“

Pepsis Fußball-Drohne (Screenshot: invidis)

Pepsis Fußball-Drohne (Screenshot: invidis)

Ergo wurde in Barcelona gekickt, auf einem mit allen Schikanen gepimpten Bolzplatz. Wie man Fußballfelder, Basketballplätze und sonstige Sportstätten so richtig inszeniert, machen Werbungtreibende wie Nike seit einiger Zeit vor – zuletzt in New York.

Das von der Agentur AMV BBDO entwickelte und von Outsider TV gefilmte Match zeigt, wie man mit 30.000 LED-Lampen und Live Projection Mapping  ein Spiel etwas moderner und markenaffiner gestalten kann. Dabei brauchen dann keine echten Fensterscheiben mehr zu Bruch gehen (siehe Video).

Zugleich können dadurch gewisse bisherige Eigenarten im Fußball umgangen werden, die schon Andy Brehme so bemängelte: „Wenn der Mann in Schwarz pfeift, kann der Schiedsrichter auch nichts mehr machen.“ Durch Einsatz einer Drohne wird das Verteilen der Gelben Karte etwa optimiert.

Wie Kay Webb – Gattin des Howard Webb – schon sagte: „Er kann ja nicht mal seine Kinder kontrollieren. Ich weiß nicht, wie er das auf einem Fußballplatz hinkriegt.“ Allen Vätern, Fußballern und Lesern wünschen wir einen entspannten Vatertag.

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