Video Walls

Wie australische Soldaten den Ersten Weltkrieg erlebten

- Die First World War Galleries im Australian War Memorial in Canberra wurden kürzlich aufwendig modernisiert und mit moderner AV-Technik ausgestattet. Auf zwei omniSHAPES Video Walls von eyevis vermittelt Foto- und Filmmaterial Eindrücke aus dem Kriegsalltag australischer Soldaten. von Thomas Kletschke

Video Wall im Australian War (Foto: Memorial Mental Media/ ITI Image Group)

Video Wall im Australian War (Foto: Memorial Mental Media/ ITI Image Group)

Im 1941 in Canberra eröffneten Australian War Memorial befindet sich ein Museum, das die Rolle Australiens im Ersten und Zweiten Weltkrieg beleuchtet. Der Ausstellungsbereich zum Ersten Weltkrieg, in dem die zwei neuen Video Walls installiert wurden, gibt Eindrücke von den wichtigen Hauptschauplätze des Kriegs wieder, etwa Gallipoli, die Westfront, Sinai und Palästina.

Das Australian War Memorial verfügt zudem über weitere Ausstellungsbereiche, die sich mit allen weiteren Beteiligungen australischer Streitkräfte an Konflikten beschäftigen – etwa den Kriegen in Korea und Vietnam. Auch die Teilnahme an verschiedenen UN-Friedensmissionen werden gewürdigt.

Das Australian War Memorial ist eine der beliebtesten Besucherattraktionen Australiens. Seit den 1950er-Jahren sind auch die First World War Galleries Teil des Denkmals. Diese wurden jetzt mit einem Budget von mehr als 32 Millionen Australischer Dollar modernisiert. Die neue AV-Technik für die Besucherpräsentation ergänzt nun die ursprünglichen Präsentationsformen, wie Dioramen von Kriegsschauplätzen.

Ausstellungsstück und Video Wall im Australian War Memorial (Foto: Memorial Mental Media/ ITI Image Group)

Ausstellungsstück und Video Wall im Australian War Memorial (Foto: Memorial Mental Media/ ITI Image Group)

Der Integrator Rutledge AV und die ITI Imagegroup installierten dazu auch zwei Video Walls aus 79 omniSHAPES von eyevis. Auf den beiden Videowänden zeigen Fotos und Videos dargestellt den Kriegsalltag australischer Soldaten. Die auf Fotoplatten festgehaltenen Bilder wurden dazu hochauflösend eingescannt und digital restauriert. So wird die größere der beiden Video Walls bestehend aus einem 7×7-Aufbau mit Bild in einer Auflösung von über 23,5 Megapixeln bespielt.

„Als einzige Rückprojektions-Einheiten konnten die omniSHAPES dabei alle baulichen Anforderungen erfüllen und zugleich die Schwarzweiß-Darstellung ohne störende Farbverschiebungen garantieren, auch bei seitlichem Einblickwinkel“, sagt Norbert Schmiedeberg, CEO der australischen ITI-Image Group PTy. Ltd. Spezifiziert wurden die omniSHAPES von Bruce Brown, Gründer und Projekt Manager der australischen Multi-Media-Agentur Mental Media.

Eine Herausforderung war die Darstellung der Schwarzweiß-Bilder auf den mit RGB LEDs ausgestatteten omniSHAPES. Da vor der Videowand eine Weltkriegskanone ausgestellt ist, betrachten die meisten Besucher die Video Walls zudem nicht direkt von vorne, sondern von der Seite, was die Darstellung zusätzlich erschwerte.

Australische Soldaten im Ersten Weltkrieg (Foto: Memorial Mental Media/ ITI Image Group)

Australische Soldaten im Ersten Weltkrieg (Foto: Memorial Mental Media/ ITI Image Group)

Um hier die Schwarzweiß-Bilder ohne störende Farbverschiebungen anzeigen zu können, ermöglichten die eyevis-Ingenieure und die ITI Imagegroup über ein Feature-Update im integrierten Bildprocessing der omniSHAPES eine feinere Justierung der Farbwerte und der Gammakorrekturen. So konnte die Weiß-Darstellung der einzelnen Rückpro-Elemente für ein homogenes Bild aufeinander abgestimmt werden. Auf der kleineren 6×5-Videowand laufen zudem Videoaufnahmen mit verschiedenen Farbelementen. Auch dort wurde die Farbabstimmung über das Feature-Update verbessert.

Zusätzlich mussten verschiedene bauliche Vorgaben erfüllt werden. So durften die Display-Module aufgrund des vorhandenen Platzes eine gewisse Bautiefe nicht überschreiten und mussten einen Front-Support bieten. Das modulare Konzept der omniSHAPES, das serienmäßig einen Front- und Back-Support unterstützt, und die geringe Tiefe von 425 mm erfüllten die Anforderungen. Um die Ausstellung nicht durch Betriebsgeräusche zu stören, kann zudem die Drehzahl und damit die Lautstärke der Lüfter manuell geregelt werden.

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