DooH-Interview

Erich Mazenauer von Excom Media „Die Akzeptanz des Mediums steigt“

- Erich Mazenauer von Excom Media sagt im invidis-Interview, dass immer mehr Großkunden das Angebot von DooH nutzen und die Akzeptanz des Mediums allgemein steigt. von Theresa Amann

Erich Mazenauer von Excom Media AG (Bild: Excom Media)

Erich Mazenauer von Excom Media AG (Bild: Excom Media)

Interview mit Erich Mazenauer, Verkaufsleiter Pharma / Mitglied der Geschäftsleitung, Excom Media AG:

Wie hat sich die Nachfrage nach DOOH-Kampagnen in den letzten 12 Monaten verändert? Und gibt es Trends oder Entwicklungen, welche die Nachfrage nach DOOH als Werbeträger begünstigen bzw. verstärken bspw. durch den stärkeren Fokus der Marken auf Omnichannel oder Multichannel Konzepte?

Erich Mazenauer: Grundsätzlich blieb die Nachfrage konstant. Trotzdem hat sich die Qualität der Buchungen verändert. Wir merken, dass immer mehr Großkunden das Angebot von DooH nutzen und die Akzeptanz des Mediums allgemein steigt.

Im Bereich Leistungsnachweis gibt es tatsächlich Entwicklungen, die den DooH-Markt langfristig positiv beeinflussen werden. Doch diese sind erst auf das zweite Halbjahr geplant und noch nicht spruchreif.

DOOH bietet die Möglichkeit des regionalen Targeting. Wird dies durch Agenturen und Kunden genutzt? Wenn nicht, aus welchen Gründen?

Erich Mazenauer: Diese Möglichkeit wird immer häufiger genutzt (Zone, Sprachregion, Kanton etc). Es ist wohl so, dass Targeting im Allgemeinen immer wichtiger wird. Informationen, die nicht im richtigen Moment das Interesse der Zielpersonen treffen, laufen ins Leere und das kann sich heute keiner mehr leisten. Da hat DooH, mit der Möglichkeit Kampagnen standortgenau auszuliefern, wesentliche Vorteile.

Wird DOOH von Kunden in Kombination mit online und anderen Medien gebucht oder explizit als dedizierte Kampagne und aus welchen Gründen?

Erich Mazenauer: Bei den meisten Kampagnen ist die Einbindung von DooH noch kein strategischer Entscheid. In der Schweiz ist DooH immer noch ein Add-on. Trotzdem merken wir, dass durch die Stärkung der digitalen Medien ein vernetzteres, kanalübergreifenderes Denken stattfindet. Planungseinheiten werden immer kürzer und digitale Inhalte werden schnell und punktgenau orchestriert. Da können klassische Medien oft nicht mithalten.

Aktuell wird viel über Programmatic Buying für DOOH gesprochen. Ist es aktuell möglich diese Art der Aussteuerung in DOOH Netzwerke zu nutzen? Was ist aktuell machbar (bspw. Buchung von Zeitschienen)?

Erich Mazenauer: Machbar ist bei DooH fast alles. Doch Zeitschienen sind für die meisten Netzwerke noch kein großes Thema.

Gab es in den letzten 12 Monaten DOOH-Kampagnen oder -Projekte, welche das Medium DOOH in der Wahrnehmung auf Kundenseite gestärkt haben? Wenn ja, welche und was macht diese so besonders? Wenn nein, aus welchen Gründen?

Erich Mazenauer: Ein klassisches Leuchtturmprojekt ist uns nicht bekannt. Es ist vielmehr die Vielfalt der DooH-Projekte, die auffällt. Von Kleinprojekten, die nur einzelne Standorte buchen, bis zu den großen nationalen Projekten, ist alles dabei. DooH ist eben Werbeträger für alle.

Vielen Dank.

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