DooH-Interview

Nicolas Adolph von APG|SGA über die Stärken von DooH

- Lesen Sie heute im invidis-Interview das Gespräch mit Nicolas Adolph von APG|SGA. Der Leiter des Digital Competence Center sagt, dass die zielgenaue Aussteuerung der Werbeinhalte an Wichtigkeit gewinnen wird, ohne aber die Stärke von DooH, Reichweitenaufbau in kurzer Zeit dank idealen Standorten, zu beeinträchtigen. von Theresa Amann

Nicolas Adolph von APG|SGA, Allgemeine Plakatgesellschaft AG (Bild: APG|SGA)

Nicolas Adolph von APG|SGA, Allgemeine Plakatgesellschaft AG (Bild: APG|SGA)

Interview mit Nicolas Adolph, Leiter Digital Competence Center, APG|SGA, Allgemeine Plakatgesellschaft AG:

Wird sich DOOH langfristige als Content-Medium mit einem Programmkonzept oder als digitales Poster positionieren? Welche Ausrichtung wird dem Medium am ehesten gerecht und bietet das meiste Potential?

Nicolas Adolph: Content als Teil einer Programmstruktur wird an ausgesuchten Standorten, vor allem in Wartepositionen, seine Berechtigung beibehalten. Die zielgenaue Aussteuerung der Werbeinhalte wird an Wichtigkeit gewinnen ohne aber die Stärke von DOOH – Reichweitenaufbau in kurzer Zeit dank idealen Standorten – zu beeinträchtigen. DOOH wird sich als Bewegtbildmedium zwischen OOH und TV positionieren.

Wie hat sich die Nachfrage nach DOOH-Kampagnen in den letzten 12 Monaten verändert? Und gibt es Trends oder Entwicklungen, welche die Nachfrage nach DOOH als Werbeträger begünstigen bzw. verstärken bspw. durch den stärkeren Fokus der Marken auf Omnichannel oder Multichannel Konzepte?

Nicolas Adolph: Die Nachfrage entwickelt sich sehr erfreulich und der Trend liegt im Bereich der von PWC kommunizierten Entwicklungen. Wir stellen fest, dass das Medium aktiver und häufiger mit eigens konzipierten Inhalten bespielt wird. Dies hilft natürlich DOOH aber vor allem auch den Werbetreibenden selber die so den optimalen Nutzen realisieren können. Und ja: DooH gewinnt ganz generell an Bedeutung in der Konzeption der Markenkommunikation.

DOOH bietet die Möglichkeit des regionalen Targeting. Wird dies durch Agenturen und Kunden genutzt? Wenn nicht, aus welchen Gründen?

Nicolas Adolph: Natürlich. Die geografische Aussteuerung kennen wir bei OOH seit vielen Jahren und sie wird auch bei digitalen Kampagnen, durch die flexiblen Einsatzmöglichleiten, noch aktiver eingesetzt, um die Aussteuerung möglichst kongruent mit den Zielsetzungen zu planen.

Sind Sie der Meinung, dass DOOH-Netzwerke ausreichende technischen Möglichkeiten bieten interaktive Kampagnen durchzuführen oder müssen die Netzwerke dafür aus- oder umgerüstet werden? Oder einfacher ausgedrückt: Gibt es ein ausreichendes Angebot an Netzwerken mit Touch-Funktion oder iBeacons?

Nicolas Adolph: Die Ausbreitung von Touch nähert sich bald dem maximalen Wert von 100% – da bald jeder ein Smartphone mit Touchscreen nutzen wird. Die grosse Herausforderung wird es sein, diese verschiedenen Screens noch besser interagieren zu lassen. Mit solchen Massnahmen kann das Markenerlebnis markant gesteigert und auch neue Trends wie Gamification aktiv aufgenommen werden. Ob dies über iBeacon oder eine andere Technologie erfolgen wird bleibt dabei offen.

Wird DOOH von Kunden in Kombination mit online und anderen Medien gebucht oder explizit als dedizierte Kampagne und aus welchen Gründen?

Nicolas Adolph: An der Stärke eines abgestimmten Mediamix hat sich nichts geändert. DOOH eignet sich aber optimal als Ergänzung von Screen-Strategien (TV, Web, Mobile) und wird auch immer häufiger so eingeplant.

Vielen Dank.

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