Schweden

Neue Aufträge für ZetaDisplay – wohl auch von Ikea

- ZetaDisplay vermeldet Aufträge von neuen sowie Bestandskunden. Auch ein Folgeauftrag einer „erfolgreichen Möbelkette“ ist darunter. Da Zeta bereits in der Vergangenheit für Ikea tätig war, dürfte es sich um das blau-gelb gebrandete Möbelhaus handeln. von Thomas Kletschke

Möberlausstellung in einem IKEA-Einrichtungshaus (Foto: Inter IKEA Systems B.V. )

Möberlausstellung in einem IKEA-Einrichtungshaus (Foto: Inter IKEA Systems B.V. )

Der börsennotierte schwedische Anbieter ZetaDisplay konnte in den vergangenen Wochen mehrere Aufträge für seine unter dem hauseigenen Begriff Last Meter Marketing vertriebenen Digital Signage-Services vermelden. Ein Großautrag stammt von einer in Schweden tätigen Retail Bank. Sie investiert 5 Millionen Schwedische Kronen in Digital Signage – umgerechnet etwa 537.750 Euro.

Dieser Auftrag, den das Unternehmen noch im zweiten Quartal vermeldete, wird die Installation und Nutzung von Zetas cloud-basiertem CMS beinhalten sowie die Produktion von Inhalten, Betrieb sowie Support. Der Roll out soll 2015 stattfinden, heißt es in einer Investor Relations-Mitteilung des Unternehmens, das inzwischen Vertriebsbüros in Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland, Estland und den Niederlanden unterhält.

Im Juni gab es kurz hintereinander zwei weitere Abschlüsse zu vermelden. Ein erster Kontrakt mit einem Volumen von 8 Mio. SEK – also etwa 860.400 Euro – wurde mit einem europäischen Geschäftspartner geschlossen, der ein Dienstleister im Bereich „Kommunikations- und Logistiklösungen“ ist. Hier werden zunächst 500 Standorte mit Digital Signage ausgerüstet. Dabei soll auch das in Nordics dichte Vertriebs- und Betreuungs-Netzwerk von ZetaDisplay von Vorteil sein. Es könnte sich der Beschreibung zufolge beispielsweise um ein Postunternehmen aus einem der skandinavischen Länder handeln – etwa Posten Norge, Post Danmark oder Posten Sverige.

Zu diesem Deal kam jetzt ein weiterer Retail-Kontrakt hinzu – in diesem Falle ein Folgeauftrag für einen „renommierten“ bestehenden Kunden, der als „erfolgreiche Möbelkette“ sowie „führende Handelskette für Furniture und Interior Design“ umschrieben wird, die neben dem stationären Geschäft auch online unterwegs ist. Es könnte sich um einen skandinavischen Kunden handeln, was aber nicht explizit erwähnt wird. Kandidaten gäbe es dann immer noch einige, nicht zuletzt etwa BoConcept.

Das Volumen des Auftrags für das Jahr 2015 beträgt 3,5 Mio. SEK, was etwa 376.425 Euro entspricht. Auf den ersten Blick keine Riesensumme, wenn man einen Möbel- und Handelsgiganten wie Ikea daneben stellt. Da jedoch nicht erwähnt wird, an wie vielen Standorten und in welchen Ländern dieser Auftrag umgesetzt wird, relativiert sich das.

Zudem spricht ein weiteres Indiz dafür, dass Zeta hier einen Auftrag von Ikea erwähnt: Im Showreel für das Jahr 2014, in dem Zeta Ausschnitte aus verschiedenen Projekten für Kunden zeigt, findet sich auch ein kurzer Ausschnitt aus einem Bewegtbildspot, in dem „Grieks salade“ für 4 (Euro?) beworben wird. Von der Inszenierung des Essens über die Schrifttype schaut das schon sehr nach Ikea aus.

Als Sprache kommt in diesem Fall nur Niederländisch in Frage. Ein Blick nach Holland zeigt: Aktuell kostet ein griechischer Salat in einem niederländischen Ikea-Restaurant 3,99 Euro. Und die dazu genutzten Bilder im Web sowie die dazugehörige Typo schauen dem Ausschnitt aus dem Showreel frappierend ähnlich.

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