Toshiba

New kid in town

- Auf der ISE 2014 präsentierten die Japaner zum ersten Mal Digital Signage-Displays der europäischen Öffentlichkeit. Wie Toshiba Retail-Technologie und Unternehmenskommunikation mit Digital Signage verbindet und welche Rolle im Markt angestrebt wird, erzählt René Klos im invidis-Gespräch. Seit April verstärkt der ehemalige LG Manager als Business Development Manager das Toshiba-Team in Neuss. von Thomas Kletschke

Toshiba-Stand auf der ISE 2015 (Foto: invidis)

Toshiba-Stand auf der ISE 2015 (Foto: invidis)

Im Gegensatz zu allen anderen asiatischen Display-Anbietern entstammt das Digital Signage Line-up nicht als Weiterentwicklung bestehender TV-Aktivitäten. Auch wenn Toshiba Consumer-TV anbietet und früher auch mit Projektoren am Markt aktiv war, liegt der Hintergrund für den Einstieg in das professionelle Displaygeschäft gerade mal drei Jahre zurück. Im April 2012 übernahm Toshiba das POS Retail-Business von IBM und wurde zum Weltmarktführer für elektronische Kassensysteme (ePOS).

Im Rahmen der Retail-Projekte wurden neben kleinen Displays an den Kassensystemen auch vermehrt großformatige Displays benötigt. Neben Retail-Konzepten wurden auch bei Corporate Communication von Kundenseite immer häufiger professionelle Displays für Welcome-Boards, Etagenverzeichnisse, digitale schwarze Bretter oder Konferenzräume gewünscht. Toshiba zählt auch mit IT- und Drucklösungen zu einem weltweit führenden Anbieter, die Kundenbasis für weitere Lösungen ist somit bereits vorhanden.

Im Laufe des Jahres 2013 entschloss man sich die Produktkategorie LFD auch in Europa unter eigenem Namen anzubieten und präsentierte auf der ISE 2014 erstmals ein eigenes Line-up. Zurzeit bietet Toshiba elf Digital Signage Displays zwischen 40“ und 70“ (40“, 46“, 55“, 70“) an, sowohl im Entry-Level als auch für 16/7 und Videowall-Lösungen. Weitere Modelle werden im Laufe des Jahres 2015 dazukommen. Toshiba setzt bei Digital Signage konsequent auf bewährte Technologien, wie beispielsweise OPS-Lösungen, die zuverlässig funktionieren.

Business Development Manager René Klos (Bild: Sharp)

Business Development Manager René Klos (Bild: Toshiba)

Business Development Manager René Klos, seit April verantwortlich für DACH und BeNeLux, sieht Toshiba vom Produktangebot gut aufgestellt. Natürlich werden die Japaner mit Europazentrale in Neuss nicht in die erste Liga von Samsung, NEC und LG aufsteigen. Aber man plant mittelfristig mit 5 % Marktanteil und einer führenden Position als Second-Tier-Anbieter.

Neben dem Vertrieb über existierende Retail und Corporate Communication Toshiba Partner ist nun der Aufbau eines Digital Signage Ökosystem mit Digital Signage Integratoren in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden der wichtigste Schritt. „Zuerst müssen wir raus aus der Unsichtbarkeit und ein Digital Signage Ökosystem aufbauen“, so René Klos im invidis-Gespräch, „dann können wir auch das Line-Up ergänzen.“

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