Werbemarkt

Out-of-Home erreicht 6 % der Werbeeinnahmen – DooH um 9 % gewachsen

- Der Nettoumsatz aller Medien verharrt unter Vorjahres-Niveau, wie Zahlen des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) zeigen. Doch die Außenwerbeformen haben in Deutschland im Kalenderjahr 2014 weiter um insgesamt 3,9 % auf 926 Millionen Euro zugelegt – und den Anteil an allen Umsätzen auf 6 % ausbauen können. Digital-out-of-Home wuchs sogar um 9 %, die Airportwerbung wuchs um 2,5 %. von Thomas Kletschke

Werbeeinnahmen im Kalenderjahr 2014: DooH und Airportwerbung konnten zulegen (Grafik: ZAW)

Werbeeinnahmen im Kalenderjahr 2014: DooH und Airportwerbung konnten zulegen (Grafik: ZAW)

In seinem jetzt veröffentlichten Jahrbuch „Werbung 2015“ beziffert der ZAW die Werbeeinnahmen der Out-of-Home-Medien 2014 mit 926 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von fast 4 % im Vergleich zum Vorjahr. Demgegenüber verharrt der Nettoumsatz aller klassischen Medien in Summe knapp unter Vorjahresniveau, so dass Out-of-Home seinen Anteil auf ganze 6 % ausbauen kann.

Zugleich zeigt die aktuelle Analyse des ZAW, dass Wachstum nicht ausschließlich über digitale Medien entsteht. Im Bereich der Außenwerbung geht die Entwicklung der analogen und digitalen Geschwister Hand in Hand.

Zu den besonders dynamischen Umsatzträgern gehören Großflächen und City-Light-Poster, die gemeinsam mit weit mehr als der Hälfte am Gesamtzuwachs von 35 Millionen Euro beteiligt sind, gefolgt von Digital-out-of-Home und Riesenpostern.

Werbejahr 2014: Out-of-Home-Werbeeinnahmen sind weiter gewachsen (Grafik: ZAW)

Werbejahr 2014: Out-of-Home-Werbeeinnahmen sind weiter gewachsen (Grafik: ZAW)

Nach Ansicht des Fachverbands Aussenwerbung (FAW) ist der jährliche Ausweis der Nettoumsätze der Medien in Deutschland durch den ZAW eine sehr präzise Abbildung der tatsächlichen Marktverhältnisse für Out-of-Home.

Das betrifft auch DooH: Denn während die von Nielsen Germany regelmäßig ermittelten Bruttowerbeaufwendungen wichtige Kunden- und Werbeträger-Segmente von Out-of-Home nicht berücksichtigen, fließen in die ZAW-Statistik auch die Umsätze der Tabakwarenindustrie sowie von Medien an den Airports, Allgemeinstellen, Dauerwerbung, Klein- und Spezialstellen ein.

„Wir verstehen sowohl die Brutto- als auch die Nettobetrachtung der Werbeumsätze als wertvolle Indikatoren der Marktentwicklung“, so FAW-Geschäftsführer Jochen C. Gutzeit. „Umso erfreulicher ist es für uns, dass Out-of-Home seine anhaltend positive Performance grundsätzlich bestätigen kann. Aussenwerbung überzeugt als Medium einer mobilen, multimedial aktiven Gesellschaft und trifft wirklich jeden, egal, welche anderen Medien der einzelne darüber hinaus präferiert.“

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