DooH in USA

JCDecaux zeigt Interesse an USA-Übernahmen / Interaktivität mit Sprachsteuerung

- Der weltgrößte Außenwerber JC Decaux zeigt Interesse an der Übernahme der beiden nordamerikanischen Wettbewerber Clear Channel und Outfront Media. Im Gegensatz zu Europa ist der Marktanteil der Franzosen in Nordamerika klein. Weitere digitale Innovationen auch frü Wurope geplant. von Florian Rotberg

Sprachsteuerung soll Touch ersetzen (Bild: invidis)

Sprachsteuerung soll Touch ersetzen (Bild: invidis)

JC Decaux plant in den kommenden 10 Jahren den weltweiten Marktanteil von derzeit 14% mehr als zu verdoppeln. Laut einem Interview in der heutige Financial Times mit JC Decauxs Co-CEO Jean-Francois Decaux. Bereits jetzt ist der Konzern weltweit die Nummer Eins in der Außenwerbung. Zuletzt wurde der größte afrikanische Außenwerber Continental vollständig übernommen.

Die beiden US-Anbieter stehen kurz bis mittelfristig zum Verkauf. Auch die jeweiligen europäischen Tochterunternehmen Clear Channel Outdoor und Exterion stehen auf der Verkaufsliste. Allerdings könnte hier JC Decaux aus kartellrechtlichen Gründen wohl nur Teile der Unternehmen übernehmen.

Nur ein Prozent der jährlichen Umsätze erzielt JC Decaux in Nordamerika. Jean-Francois Decaux sieht das Unternehmen in den USA als „natürlichen Käufer“. In Chicago konnte man bereits mit einer „weniger ist mehr“ Strategie die wichtige Digital Ausschreibung gewinnen. Decaux setzt auf eine bewusste Reduzierung der Anzahl von Werbeflächen im Stadtbild um den Bestand mit digitalen Werbeträgern aufzurüsten und als Premium-Produkt zu positionieren. Aus Sicht des Co-CEO bringt diese Strategie beidseitige Vorteile: Das Stadtbild ist optisch aufgeräumter und die digitalen Flächen können hochwertiger vermarktet werden. Nach Chicago versuchen die Franzosen nun auch in Los Angeles die laufende Ausschreibung für sich zu gewinnen. In der US-amerikanischen Öffentlichkeit gibt es zunehmend Opposition gegen die wachsende Anzahl an digitalen Werbeflächen.

Neben den nordamerikanischen Plänen berichtet die FT auch von weiteren digitalen Plänen für Europe. In Großbritannien hat JCD einen Vertrag mit Vodafone geschlossen um Bushaltestellen als kostengünstiger Standort für kleine Mobilfunksendeanlagen zu nutzen. Als weiteres plant der Außenwerber digitale Werbeflächen mit Spracherkennung auszurüsten. Ziel ist eine vereinfachte Interaktion ohne auf Touchdisplays zurückgreifen zu müssen, die sich im Vandalismus-erprobten Alltag bisher nicht bewährt haben.

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