Serie Banking 2.0

Eine für alle – Sparkassen setzen auf Lösung von engram

- Weg vom Flickenteppich: Mit einem Marktanteil von 80 % bei den installierten Digital Signage-Systemen hat der Deutsche Sparkassenverlag (DSV) in der „roten“ Finanzgruppe inzwischen mit PoS-Content einen institutsübergreifenden Standard definiert. Die Lösung des DSV setzt auf Software von engram auf. von Thomas Kletschke

Foyer einer Sparkasse (Foto: engram)

Foyer einer Sparkasse (Foto: DSV)

Traditionell sind Digital Signage-Systeme bei Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie im Sparkassensektor keine einheitlichen Lösungen, die in allen Instituten eingesetzt werden. Besonders bei den Sparkassen galt bislang: Jeder setzt ein, was er für richtig hält. Schließlich darf das einzelne Institut selbst entscheiden.

Zugunsten von mehr Einheitlichkeit hatten der DSV sowie der Verband der Sparkassen, der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV), seit Jahren darauf hin gearbeitet, dass die einzelenen Sparkassen vor Ort sich einer gemeinsamen Lösung bedienen. Und mit dem seit Frühjahr 2015 erreichten Anteil von 80 % unter den installierten Systemen ist es dem DSV – und damit auch engram – gelungen, die DSV-Lösung PoS-Content zum wichtigsten Digital Signage Tool bei den Sparkassen zu machen.

Dazu war sicherlich einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten. Angefangen bei gemeinsamen Veranstaltungen von Verband und Softwareanbieter über die Erweiterung der Software durch engram bis hin zur Migration bestehender Installationen auf die aktuellste Version, die seit Mai läuft.

Nun gibt es eine für (fast) alle. Bereits 2011 hatte der DSV sein PoS-Content gelauncht, jetzt ist die Version PoS-Content 2.0 aktuell, die die Sparkassen fit für Multichannel machen soll und zentral an die Marketing- und Kampagnen-Tools des DSV angebunden ist.

Der Trend lautet eindeutig: Weg von Standalone, hin zu einer voll integrierten Lösung. Die strategische Entwicklung der zukunftsweisenden Gesamtlösung von digital auf multikanal bedingt zahlreiche neue Anforderungen für die Digital Signage-Lösung. Hier setzt der DSV auf das Content Management System von engram, das KampagnenManagementSystem eKMS.

Daniel Grüner, beim DSV verantwortlich unter anderem für die PoS Content 2.0-Multikanalstrategie, sagt über die neu aufgesetzte Lösung: „Im Ergebnis haben Sparkassen endlich die Möglichkeit mittels passiven sowie interaktiven Digital Signage-Elementen in den tiefergehenden Dialog mit ihren Kunden zu treten. Durch die intelligente Ereignissteuerung des Systems, welches zum Beispiel den Content vollautomatisiert an die aktuelle Wetterlage und Börsensituation und/ oder an das Alter- und Geschlecht der vor dem Display befindlichen Person anpasst, erfolgt zudem eine zielgruppenspezifische und emotional passgenaue Ansprache des Kunden. Final überwindet Digital Signage somit nicht nur endlich den Status der bloßen Anzeige von digitalen Inhalten auf Bildschirmen, sondern agiert nun vielmehr effizient und erfolgswirksam als vernetzter Kanal im Multikanal der Sparkassen.“

Digital Signage Stele in einer deutschen Sparkasse (Foto: engram)

Digital Signage Stele in einer deutschen Sparkasse (Foto: DSV)

Mit eKMS können Banken ihre Kunden personalisiert oder zielgruppenspezifisch auf vielen Kanälen ansprechen. Neben automatisch generierten QR Codes – etwa für die integrierte Immobilien-Lösung – stehen auch Finanzrechner und datenbankseitig erstellte mobile Landingpages zur Verfügung.

Zudem bietet eKMS zahlreiche Schnittstellen- und Anknüpfungsmöglichkeiten an weitere Systeme und ist von der Handhabung her für bereits bestehende Marketing- und Vertriebsprozesse in den Sparkassen optimiert. Auf technischer Ebene hat der DSV die Anwendung vollständig in sein Sparkassen-Portal mitsamt zentraler Benutzerverwaltung integriert und betreibt das eKMS in seiner eigenen IT-Infrastruktur mit hohen Sicherheitsstandards. So werden zum Beispiel auch sparkassenspezifische Standards wie OPDV-Zertifizierungen vollumfänglich erfüllt.

Darüber hinaus arbeitet das Entwicklerteam der engram an umfassenden kundenspezifischen und softwareseitigen Anpassungen des eKMS – und passt damit die bestehende Lösung an individuelle Bedürfnisse der Sparkassen an. Da hierfür eine agile Vorgehensweise nach Scrum gewählt wurde, konnten nach wenigen Wochen erste Ergebnisse und Lösungen präsentiert und iterativ optimiert werden.

So war es auch möglich, mit der Nassauischen Sparkasse (Naspa) im Dezember 2014 – bereits vier Monate vor eigentlichem Migrationsbeginn – den ersten PoS-Content 2.0-Kunden mit über 80 Systemen live zu schalten. In einem weiteren Schritt werden allein für diesen Kunden im Jahr 2015 mindestens noch über 100 weitere Systeme folgen.

Seit Mai 2015 migrieren sukzessive auch die aktuell bestehenden 125 PoS-Content-Kunden auf Pos-Content 2.0 (i.e. eKMS). Den Sparkassen steht somit endlich eine multikanalfähige Digital Signage-Gesamtlösung zur Verfügung – und die Möglichkeit mit ihren Kunden optimal auf verschiedenen Kanälen zu kommunizieren.

2 thoughts on “Serie Banking 2.0: Eine für alle – Sparkassen setzen auf Lösung von engram

  1. und ich habe gute Kontakte zum DSV – die angegebenen 80% spiegeln NIEMALS die Realität wieder – so meine Info

  2. Auszug aus der Invidis-Pressemeldung aus 2009:

    „„Bundesweite Flächeninstallation bei der Sparkassen-Finanzgruppe beginnt“ mit diesen Worten startet die Pressemitteilung der Werkstation zu diesem Projekt. Wohl mehr ein frommer Wunsch als eine realistische Einschätzung. Aufgrund der Struktur des Sparkassenverbandes wird es keinen zentral gesteuerten Roll-out geben. Was invidis auch heute erneut von der Pressestelle des Sparkassenverlags bestätigt wurde. Vielmehr kann jeder Sparkassenfiliale selbst entscheiden ob und welche Digital Signage Lösung zum Einsatz kommt. Damit wird es sehr unwahrscheinlich, dass sich alle 16.000 Filialen von ihren Flipcharts und Plakaten verabschieden. Außerdem gibt es noch einige andere Anbieter, die sich im Sparkassen-Dunstkreis starkt machen und ihr Software in den Rechenzentren platzieren konnten. Natürlich wäre eine zentral gesteuerte, bundesweite Einführung wünschenswert, für die Sparkassen-Finanzgruppe wird es wohl allerdings ein frommer Wunsch bleiben.“

    Und genau so sehe ich das auch in diesem Fall. Der Sparkassenverlag wird es – mit welchem Partner auch immer – auch diesmal nicht schaffen, ein einheitliches System flächendeckend zu installieren. Dies liegt u.a. an der Tatsache, dass viele Sparkassen bereits eigene Systeme installiert haben, jeder Sparkassenvorstand sein ‚eigenes‘ Süppchen kochen und keine Kompetenz abgeben will sowie an dem Umstand, dass der DSV ‚interessante‘ Vorstellungen davon hat, sich diese Leistungen vergüten zu lassen :-)

    Ich prognostiziere – es wird weitere flächendeckende Installationsmeldungen geben. Aber es wird diese große Lösung niemals geben. Weder mit NEC, noch mit T-Systems, noch mit Werkstation, noch mit Engram – noch mit irgendeinem anderen Anbieter. Gegenwetten werden gerne angenommen…

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