Digitale Außenwerbung

Screens, Shazam und Scent – dufte Kampagnen aus Frankreich

- Aus den Essenzen Visual Shazam, Social Media und Scent mixen Werbungtreibende wie Lancôme oder Yves Saint Laurent Außenwerbekampagnen für ihre Parfüms. Der eine lässt Passanten schnuppern, der andere nutzt Touchscreens, um Duftproben zu verschenken. von Thomas Kletschke

Nutzte Visual Shazam - Black Opium DooH Kampagne (Foto: JCDecaux)

Nutzte Visual Shazam – Black Opium DooH Kampagne (Foto: JCDecaux)

Große Markenartikler müssen ihre Brands im hart umkämpften Markt für Parfüms besser positionieren. Allein schon deshalb sind sie zur Innovation gezwungen.

Davon profitieren Kanäle wie Connected Out-of-Home, Mobile und Social Media sowie Digital-out-of-Home derzeit.

Allein im September 2015 führten zwei große Kosmetikhersteller Außenwerbekampagnen an Wartehäuschen mit Duftproben durch.

Zunächst startete Lancôme die Kampagne „La Vie est Belle – Intense“. Eine klassische Kampagne zur Einführung eines neuen Parfüms an zahlreichen Wartehäuschen in Paris. Gebucht wurde das CLP Netzwerk von JCDecaux: Hinterleuchtetes Plakat, Aussparung an der Schutzglasschiebe, Flakon mit Sprühmechanismus – fertig.

Diese Outdoor Aktion – an der auch die Agentur Newcastle beteiligt war – wurde am 1. September durchgeführt. Hier wurde lediglich das Element Scent einbezogen.

Wesentlich spannender dagegen ist, was Yves Saint Laurent ausprobierte. Der Werbungtreibende führte knapp eine Woche später in einer Kampagne für das Konkurrenzprodukt Black Opium (Dauer: sieben Tage) vor, dass man es noch ein wenig spannender machen kann – und vor allem mit einem deutlichen viralen Verbreitungspotenzial sowie Interaktion mit den potenziellen Käuferinnen. Auch bei dieser Kampagne war Newcast als Agentur eingebunden.

Scent an der Bushaltestelle - La vie est belle Kampagne (Foto: JCDecaux)

Scent an der Bushaltestelle – La vie est belle Kampagne (Foto: JCDecaux)

Klar: Hier hätte man ein Schüppchen mehr auflegen können, etwa den Inhalt noch spannender gestalten oder interaktive Funktionen weiter ausweiten. Dennoch zeigt die Nutzung von und Visual Shazam, dass sich große Marken und Konzerne trauen, statt klassischer Außenwerbung eine über Medienkanäle hinweg teilbare und ausbaufähige Kommunikation mit Konsumenten zu suchen.

Für Black Opium werden interaktive Touchscreens genutzt, die zum DooH Netzwerk von JCDecaux gehören. Über die Displays konnten sich Interessentinnen eine von 3.000 Duftproben sichern. Die wurden nach Eingabe eines Codes auf die Facebook Seite zur Kampagne an die Nutzerinnen verschickt. Als Connecting Tool wurde dazu Visual Shazam genutzt, das in diesem Jahr in europäischen Nachbarländern immer häufiger in DooH Kampagnen und in der Airportwerbung zum Einsatz kommt, und auch in Deutschland zu den digitalen Werkzeugen für Outdoor Werbung gehört.

Für die Außenwerber sind solche Kampagnen ein wichtiges Signal. Denn ihre Kunden aus der Wirtschaft nutzen vermehrt die Technologien, die die Innovate Teams der Dickschiffe wie JCDecaux, Ströer, Clear Channel oder Exterion in den verschiedenen Märkten Europas seit etwa zwei Jahren einführen.

Nach und nach wird die Digitalisierung – die großen Konzerne aus der Außenwerbung befinden sich alle auf dem Weg zu Anbietern digitaler oder digitalisierbarer Werbenetze – auch bei den kleineren Anbietern ankommen. Auf sie werden auch die kleineren Werbekunden zugehen.

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