Flughafen Frankfurt

Multiscreen Digitalisierungs-Strategie für bessere Orientierung

- Orientierung in Flughafenterminals kann für unerfahrene Reisende eine Herausforderung sein. Flughäfen arbeiten seit Jahren an selbsterklärenden Wayguiding-Konzepten. Eine Kombination aus großen Touchscreens, Kiosk-Systemen und mobil-basierte Lösungen soll es an Deutschlands größtem Flughafen nun richten. von Peter Beck

Neue digitale Touchpoints am FRA (Foto: Fraport)

Neue digitale Touchpoints am FRA (Foto: Fraport)

Seit dieser Woche erweitert ein neuer, großer Touchscreen das Informationsangebot für Fluggäste am Flughafen Frankfurt. An ihm können Passagiere neben dem Status ihres Flugs auch eine interaktive Wegeführung zum Gate-Raum sich anzeigen lassen. Zusätzlich erhalten Reisende Anregungen und Beratung über die vielfältigen Angebote in den Bereichen Shopping, Gastronomie und Services. Ein nicht unerheblicher Treiber für Wayguiding Lösungen an Flughäfen sind die „Non-Aviation“ Umsätze. Flughafenbetreiber erzielen oft schon die Hälfte ihrer Umsätze mit Shopping, Parken und anderen nicht Flugbetriebsabhängige Leistungen.

Der neue Interactive Airport Desk mit der griffigen Abkürzung I-AID greift auf Echtzeit-Informationen zu Wege- und Wartezeiten sowie Shopping-, Gastronomie- und Serviceangeboten entlang der Route zurück. Dank einer Scan-Funktion für Bordkarten und einer Touchscreen-Bedienung sind alle relevanten Informationen schnell verfügbar. In einer weiteren, noch für dieses Jahr geplanten Ausbaustufe können die Suchergebnisse zur mobilen Navigation bequem mittels QR-Code auf das eigene Smartphone oder den Tablet-PC übertragen werden. Voraussetzung hierfür ist die Installation der Frankfurt Airport App auf diesen Geräten.

Der Pilotbetrieb des ersten I-AID läuft seit diesem Montag im Terminal 1, Fluggastbereich Z hinter der Sicherheitskontrolle im Non-Schengen-Bereich. In der Testphase wird vor allem die Akzeptanz und Nutzung seitens der Fluggäste beobachtet. Darauf aufbauend wird das Bedienungskonzept und Features optimiert, bevor dann eine zweistellige Anzahl weiterer Touchscreens an zentralen Punkten errichtet wird.

I-AID ergänzt die Dutzenden Kioskstelen, die bereits seit einigen Jahren entlang der hoch-frequentierten Laufwege in den Terminals errichtet sind. Der schmale Formfaktor der vorhandenen Stelen ist zwar platzsparender als das neue Tabletop-Design, allerdings erzielt der neue Formfaktor eine höhere Aufmerksamkeit.

Die Bedienung wird anfangs in deutscher, englischer und chinesischer Sprache möglich sein, weitere vier Sprachen sollen folgen. Damit werden die bereits bestehenden Informationsmöglichkeiten und Orientierungsmedien ergänzt, die mit Fraport-Personal besetzten Info-Points bleiben weiterhin in gewohntem Umfang bestehen.

Die Fraport AG investiert einen sechsstelligen Betrag in die neue Technik und ist von der neuen Schnittstelle zwischen stationärem Informationsmedium und mobilem Endgerät überzeugt: „Der Interactive Airport Desk ist eine Fortsetzung unserer Servicestrategie, die Angebote noch stärker auf die Passagiere und deren Informationsbedürfnisse auszurichten. Unsere Fluggäste möchten für sie maßgeschneiderte Informationen und erwarten dabei innovative und intuitiv bedienbare Medien. Wir planen in naher Zukunft eine weitere Digitalisierung entlang des Reiseprozesses, um Services und Informationen individuell bereitzustellen“, erklärt Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG. Von Reisebuchung und Online-Check-in über die Anreise zum Flughafen und den Aufenthalt im Terminal bis zum Flugstatus und den Weg in den Gate-Raum sollen künftig noch mehr hilfreiche Tipps und Angebote unterbreitet werden.

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.