Interview

Interactive Digital Signage rückt bei Sharp weiter in den Fokus

- Im Bereich der interaktiven Screens hat Displayhersteller Sharp sein Portfolio nun weiter ausgebaut. In DACH kommen dem Hersteller neue Aufträge zugute – zuletzt auch aus so wichtigen Bereichen wie Corporate und Automotive, so Markus Eisemann, Manager Sales DACH Visual Solutions bei Sharp Europe, im invidis-Interview. von Thomas Kletschke

Markus Eisemann - Manager Sales DACH Visual Solutions bei Sharp Europe (Foto: Sharp)

Markus Eisemann – Manager Sales DACH Visual Solutions bei Sharp Europe (Foto: Sharp)

Sharp gehört zu den kleineren unter den großen Herstellern – und hat seit Jahren einen kontinuierlich gewachsenen Kreis von Partnern aus der AV-Branche. Im Bereich Digital Signage – Marktanteil derzeit etwa 5% – will sich Sharp in DACH noch besser vernetzen. So konnte der Hersteller jüngst auch verschiedene Digital Signage-Integratoren von sich überzeugen. Ziel ist, die Kundenbasis sinnvoll zu erweitern, um das Wachstum voranzutreiben.

Beim Launch Event im Showroom im Münchner Sharp Office am Donnerstag, 08. 10. 2015, wird das neue 80″ Big Pad 80TC3 Premiere haben. Damit komplettiert Sharp die eine für kollaboratives Arbeiten konzipierte Reihe Big Pad  – weitere Modelle gibt es in 60″ und 70″ – um ein PCAP in 80″. Nachdem zuletzt der PN-70SC3 mit UV²A LCD Panel, Anti-Glare als IR Touch auf den Markt kam, wird nun der PCAP in 80″ gelauncht.

„Derzeit sind wir der einzige Hersteller, der einen 80-Zöller mit PCAP im Angebot hat“, so Markus Eisemann, Manager Sales DACH Visual Solutions bei Sharp Europe, gegenüber invidis. Der Screen mit Optik und Bedienbarkeit ähnlich der eines übergroßen Smartphones lässt sich beispielsweise am PoS als interaktives Tool einsetzen. Auch der kleinere PN-70SC3, mit UV²A LCD Panel und Anti-Glare als IR Touch, und der Ultra HD 70″ Large Format Screen PN-H701 werden am 08. Oktober vorgestellt.

Den Schwerpunkt im Portfolio – Interaktivität, Video Wall Displays, 4K und Ultra HD sowie generell LFDs größer als 60″ – wird Sharp beibehalten. Das gesamte Line up besteht aus Screens von 20″ aufwärts. Bis auf wenige Ausnahmen sind die LFDs für 24/7 spezifiziert.

Zu den vertikalen Märkten, in denen Sharp bislang besonders stark ist, gehört neben Retail auch der Sektor Corporate. Hier kann Sharp besonders auf das traditionell gute Verhältnis zur AV Branche verweisen. Mit der Lang AG und Partnern wie Bellgardt, VKT, MultiMediaSysteme oder etwa Mevis verbindet Sharp jeweils eine langjährige Partnerschaft.

Auch im Bereich  der Aus- und Weiterbildung sieht Eisemann Wachstumspotenzial – vor allem im Educational Market. So werden aktuell 70-Zöller aus Schulen und Universitäten nachgefragt, die sie für kollaboratives Arbeiten nutzen wollen. „Bei Touchscreens größer 60″ sind wir hierzulande Marktführer. Diesen Status wollen wir weiter ausbauen. Schließlich treibt Interaktivität den Markt weiter voran“, so Eisemann weiter. Generell wolle Sharp eine breitere Kundenbasis aufbauen.

Der Industriebereich sorgt ebenfalls für Projektgeschäft. Ein Fallbeispiel aus diesem Vertical wird am morgigen Donnerstag vorgestellt: Festo. Beim Neubau der Unternehmenszentrale wurden Wegeleitsysteme und Kiosk Displays eines anderen Herstellers ebenso verwendet, wie 50 Big Pads. Jeder dieser Touchscreens wird in Besprechnungs- und Arbeitsräumen von Festo eingesetzt.

Aktuell gibt es für Sharp Impulse aus der Automobilindustrie, die zeigen, dass das Portfolio zur Nachfrage passt. Zwei große Hersteller aus Deutschland haben jeweils Big Pads für zahlreiche Besprechungsräume geordert.

Wichtig ist es für Sharp, auch weiterhin als Qualitätshersteller wahrgenommen zu werden. Mit eine Voraussetzung dafür ist der lösungsorientierte Ansatz. Ob eigene Pen Software – kollaboratives Arbeiten in der gewohnten Office Welt (Power Point, Word oder anderen Office-Formaten) wird dadurch ermöglicht – oder Touch Display Link Software: Screens müssen interaktiv und intuitiv bedienbar sein.

Mit der Display Link Software lassen sich bis 50 Devices – Smartphones, Laptops oder Tablets – gemeinsam mit dem großen LFD nutzen. Korrekturen und (Zwischen-) Ergebnisse können direkt in laufende Präsentationen eingearbeitet werden.

Ein weiteres aktuelles Fallbeispiel zeigt, dass Sharp beziehungsweise der Star Alliance Partner Smart Perform auch die Sparkassenakademie Baden-Württemberg von den 80-Zöllern des eigenen Portfolios überzeugen konnte. Auch hier stand die schnelle Nutzbarkeit von Inhalten im Vordergrund. Szenario hier: Viele externe Dozentinnen und Dozenten der Akademie wollen ihre Präsentationen der Lerngruppe zeigen und gemeinsam Lösungen für Aufgaben bearbeiten können.

In letzter Zeit hat Eisemann Bewegung im Bereich kollaborativer Technologien beobachtet. Durch den Launch des Surface Hub von Microsoft gibt es neue Impulse. Doch dieser Konkurrenz sieht man bei Sharp eher mit Freuden. „Microsoft öffnet das Thema einer neuen, breiteren Zielgruppe. Vergleichbare Large Format Screens von Sharp sind eine echte Alternative – alleine schon aus finanzieller Sicht“, so Markus Eisemann im Interview mit invidis.

Eisemann freut sich auf das morgige Launch Event und viele interessierte Besucher.

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