DooH in der Schweiz

Frisches Kapital für Neo Advertising SA

- Neue und langfristig denkende Investoren haben sich an Neo Advertising aus Genf beteiligt: Über einen Spezialfonds sind nun auch Pensionskassen bei dem DooH Anbieter engagiert, der sein Portfolio nun weiter ausbauen möchte. von Thomas Kletschke

Airportwerbung am Flughafen Genf - No Advertising hält dort seit Sommer alle Werberechte (Foto: JCDecaux SA)

Airportwerbung am Flughafen Genf – No Advertising hält dort seit Sommer alle Werberechte (Foto: JCDecaux SA)

In der Schweiz hat die dortige Neo Advertising seit kurzem einen neuen und finanzstarken Investor an Bord. Die auf Beteiligungen an schweizerischen Industrie- und Technologieunternehmen spezialisierte Vinci Capital hat sich mit dem von ihr als exklusivem Adviser beratenen und geführten Anlagestiftung Renaissance KMU an dem Unternehmen beteiligt.

In diesem Investitionsvehikel sind ausschließlich schweizerische Pensionskassen die letztlichen Kapitalgeber, die wiederum ein Interesse an Langfrist-Investments haben.

Bedingt durch den Einstieg der Investoren – der noch im oder vor dem Oktober 2015 über die Bühne ging – wird es bei Neo Advertising SA Änderungen im Verwaltungsrat geben: Vinci Capitals Managing Partner Xavier Paternot wird in den Verwaltungsrat einziehen, so Vinci Capital in einer Pressemitteilung.

Mit den neuen Investoren an Bord kann Neo Advertising seine für die Schweiz angekündigte Expansion weiter finanzieren. Wie berichtet, hat Neo seit dem Etatgewinn am Airport in Genf nun neben dem DooH Portfolio erstmals klassische OoH Flächen im Portfolio.

Für Christian Vaglio-Giors, CEO und Mitbegründer von Neo Advertising, lässt die weitere Kapitalbasis auch Raum für weitere Expansionen: „Dank der Beteiligung von Renaissance KMU können wir einerseits den für die Werbeanzeigen im Genfer Flughafen erforderlichen Ausbau unseres Inventars und andererseits den Erwerb neuer Konzessionen in der ganzen Schweiz finanzieren.“

Zudem hat Neo Advertising weitere Projekte in Planung. Das Genfer Unternehmen wolle „in die Außenwerbung im öffentlichen Raum einsteigen und hat dazu das Angebot ‚Smart City‘ entwickelt“, das einen „Bruch in der klassischen Plakatwerbung“ darstelle, heißt es dazu in einer Pressemitteilung von Neo.

Was sich genau hinter „Smart City“ verbirgt, wird darin nicht erklärt. Vermutlich handelt es sich dabei um eine Kombination aus Plakat mit Technologien, die einen zusätzlichen kanal nutzen (QR Codes, NFC oder dergleichen). Da sich das Produkt so nicht auf den Websites von Neo Advertising und Neo Solutions findet, dürfte dieses Produkt auch noch nicht buchbar sein.

Auch bei den DooH retail netzen hat Neo Advertising sein Portfolio in der Schweiz vergrößern können: aktuell gehören 52 Shopping Malls zum aktuellen Angebot. Hinzugekommen waren laut dem Unternehmen zuletzt vier verschiedene Shopping Malls, das Agy Centre, das Fribourg Centre und die beiden Einkaufszentren Parc du Rhône und Outlet Aubonne.

Nach Firmenangaben bespielt Neo Advertising SA derzeit schweizweit 5.000 Screens.

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