Out-of-Home Projektion

Lichtinstallation für Helmut Schmidt – aber nicht von der SPD

- Mit einer blitzschnell umgesetzten Lichtprojektion nutzte PixelHelper – eine Livestream Crowdfunding Hilfsplattform und Hilfsorganisation – die Aufmerksamkeit an der SPD Parteizentrale für einen Nachruf auf Helmut Schmidt. Die SPD dagegen nutzte das Willy-Brandt-Haus nicht für eine eigene Out-of-Home Aktion. von Thomas Kletschke

Am Todestag von Helmut Schmidt - Lichtinstallation auf derFassade des Willy-Brandt-Hauses (Foto: Oliver Bienkowski)

Am Todestag von Helmut Schmidt – Lichtinstallation auf derFassade des Willy-Brandt-Hauses (Foto: Oliver Bienkowski)

Keiner da. Und auch kein Meer aus Kerzen oder Kränzen.

Als Oliver Bienkowski am Dienstagabend am Willy-Brandt-Haus in Berlin eintrifft, hat sich vor der Parteizentrale der SPD genau dieses getan: nichts.Mit Ausnahme der Beflaggung (Halbmast) sieht das Gebäude aus, wie an jedem anderen Werktag auch.

Ein wenig ungewöhnlich, dass die Partei am Abend des (sich vorher ansagenden) Todestages von Helmut Schmidt kein Gestaltungselement mit Außenwirkung nutzt, um den ehemaligen Bundeskanzler zu würdigenn.

Das übernehmen an diesem Abend „die Dummen“. So bezeichnet Bienkowski in dem Fall sich und sein Team. Bekannt ist der Lichtkünstler durch Projection Mapping und herkömmliche Projektionen – etwa dem auf das Gebäude der Amerikanischen Botschaft in Berlin aufprojizierte „NSA is in da house“.

Am 10. November war das 2 Mann Team schneller als die SPD (Foto: Oliver Bienkowski)

Am 10. November war das 2 Mann Team schneller als die SPD (Foto: Oliver Bienkowski)

Zudem hat Oliver Bienkowski mit PixelHelper eine Art Hilfsorganisation 2.0 mit ins Leben gerufen, die sich zudem den Zielen der Freimaurerei verpflichtet fühlt. Bienwoski ist selbst Freimaurer – mit ein Grund für ihn, dem Andenken an Schmidt ein Denkmal zu setzen.

In dem Fall kein ironisch gebrochenes, wie er auf Nachfrage verrät.

Die Aktion verband den Nachruf samt der Lichtinstallation mit Posts im Social Web, die wiederum für PixelHelper und deren Anliegen warben. (Hinweis zur PixelHelper Website: Bis Redaktionsschluss war die .org Adresse nicht erreichbar, alternativ finden sich auch auf dieser Website weitere Infos).

Für die Ad hoc Installation war Bienkowski mit einer Assistentin unterwegs. Für die Lichtprojektion wurden ein eigen-umgebauter Diaprojektoren genutzt, die es jeweils auf fette 6kw Lichtleistung bringen. Innerhalb kurzer Zeit hatte das Team zuvor zwei Motive für die Projektion erstellt.

Inhaltlich kann man fragen, ob eine Livestream Crowdfunding Hilfsplattform wie PixelHelper hier nicht ein Ereignis nutzt, dass mit ihr nichts zu tun hat.

Dennoch war hier 2 Mann Team offenbar schneller als die gesamte SPD – die eine visuell ansprechende Lösung sicherlich hätte ebenfalls auf die Beine stellen können.

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