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Ströer steigt in den MDAX auf

- Endlich im MDAX: Seit kurzem ist Ströer vom SDAX in den Aktienindex MDAX aufgerückt. Damit zählt das Unternehmen zu den 80 größten Unternehmen in der deutschen Börsenlandschaft. Auch der Umbau zum kanalübergreifend agierenden Medienhaus geht zügig weiter. von Thomas Kletschke

Ströer Zentrale in Köln (Foto: Ströer)

Ströer Zentrale in Köln (Foto: Ströer)

Die börsennotierte Ströer SE kann die geplante Übernahme von OMS ohne Auflagen abschließen. Das Bundeskartellamt stimmte den Plänen zu, sodass die Akquisition zum 04. Januar 2016 abgeschlossen werden kann. Damit gehört in Kürze auch der nationale Digitalvermarkter der regionalen Tageszeitungsverlage in Deutschland zu Ströer.

Die OMS vermarktet hochwertige redaktionelle Umfelder regionaler Tageszeitungen, und bietet Werbekunden die Ansprache attraktiver Zielgruppen mit Display-, Mobile-, Bewegtbild- und Crossmedia-Kampagnen über alle Screens. Mit mehr als 28 Millionen Unique Usern belegt OMS Platz 7 der Digital Facts des nationalen Vermarkterrankings nach AGOF.

Der Vermarkter OMS wird in die Ströer Digital Group im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage eingebracht. Die Ströer Digital Group verantwortet innerhalb des Geschäftsbereichs Digital die nationale deutsche Onlinevermarktung der Ströer SE. Im Gegenzug erhalten die Gesellschafter der OMS eine zehnprozentige Beteiligung an der Ströer Digital Group. Gesellschafter der OMS sind aktuell 33 deutsche Tageszeitungsverlage und damit Unternehmen unter anderem der Rheinische Post Mediengruppe, der Ippen-Gruppe, der Madsack Mediengruppe, der SWMH, der Verlagsgruppe Pressedruck und der NWZ Mediengruppe.

Zudem hat nun der Vorstand der Deutsche Börse AG auf Empfehlung des Arbeitskreises Aktienindizes positiv über den Aufstieg der Ströer SE aus dem SDAX in den Midcap-Index der Deutschen Börse (MDAX) entschieden. Der Wechsel erfolgt mit Wirkung zum 21. Dezember 2015. Der MDAX umfasst 50 Werte, die in der Rangliste nach der Marktkapitalisierung des Streubesitzes und des Börsenumsatzes auf die Werte des DAX folgen. Der Aufstieg vom SDAX in den MDAX wird im Rahmen eines Fast-Entry vollzogen, wonach Ströer SE zu den TOP 40 Werten in beiden Kriterien gehört, die auf die 30 Unternehmen im DAX folgen.

Neben der außerordentlich guten Geschäfts- und Kursentwicklung hat eine Teilplatzierung von rund 9,74% der Ströer-Aktien, die sich nach einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage im Jahr 2013 zusätzlich zum originären Aktienbestand in den Händen der Gründerfamilien befanden, zum aktuellen Indexaufstieg beigetragen. Damit erhöhte sich die relevante Marktkapitalisierung des Streubesitzes der Ströer Gruppe um rund 30% und das Multichannel-Medienhaus zählt nun zu den 80 größten Unternehmen in der deutschen Börsenlandschaft.

„Mit der neuen Notierung senden wir ein kraftvolles Signal in den Markt. Die Mitteilung der Deutschen Börse ist eine Bestätigung unserer Strategie und unseres Konzepts eines digitalen Multi-Channel-Medienhauses“, so Udo Müller, CEO der Ströer SE. „Wir erwarten kurz- und mittelfristig ein nach wie vor substanzielles, nachhaltiges Wachstum der Ströer Gruppe – organisch wie auch anorganisch. Die für 2016 bereits vorliegenden Kundenbuchungen sowie die laufenden Budgetgespräche untermauern dabei unsere Zuversicht.“

Ströer hob in den vergangenen Wochen die Prognose für die Geschäftsergebnisse für 2015 und 2016 an: Das Unternehmen rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Operational EBITDA von bis zu 200 Millionen Euro (bisher 180 Millionen Euro). Für 2016 geht Ströer von einem Konzernumsatz von 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro (bisher 1 Milliarde Euro) und einem Operational EBITDA von 270 bis 280 Millionen Euro (bisher 230 bis 240 Millionen Euro) aus. Bereits im kommenden Jahr soll die Hälfte des Operational EBITDA im Digital-Segment erwirtschaftet werden. Zudem kündigte das Unternehmen im September 2015 an, den Aktionären auf der ordentlichen Hauptversammlung im kommenden Jahr eine um 50% erhöhte Dividendenausschüttung in Höhe von 0,60 Euro pro dividendenberechtigter Stückaktie vorzuschlagen.

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