Markt für TV Panels

Koreanische Hersteller liefern 2016 schon ⅓ aller Panels als 4K

- Eine aktuelle Prognose von WitsView geht davon aus, dass im kommenden Jahr LG Display und Samsung Display bereits deutlich über ein Drittel ihrer TV Panels als 4K Panels ausliefern werden. Auch OLED TVs und Curved TVs bleiben gefragt. von Thomas Kletschke

Curved UHD TV - Symbolbild (Foto: Samsung Display Corp.)

Curved UHD TV – Symbolbild (Foto: Samsung Display Corp.)

Hersteller, die ausschließlich auf LCD setzen, müssen sich warm anziehen: Wie die zu TrendForce gehörenden Experten von WitsView schätzen, werden im Jahr 2015 erstmals insgesamt weniger LCD Screens in Größen ab 7″ und mehr ausgeliefert werden.

Vor allem kleinere und mittlere Panel seien weniger gefragt. Gründe sind vor allem im Computermarkt zu finden: weniger Rechner und weniger Screens werden momentan nachgefragt. Dies betrifft laut WitsView alle Feld-Wald-und-Wiesen-Produkte.

Spezielle Marktsegmente oder sehr innovative Technologien sind dagegen weiter im Aufwind: größere Stückzahlen bei in der Regel moderat günstigeren Preisen werden erwartet.

Im Bereich der großen Panels sind IPS, OLED und 4K weiterhin die Treiber.

Anhand der Prognose für TV Geräte sieht man, wie stark die B2C Märkte inzwischen nach Neuem gieren. Davon profitieren alle Hersteller, die entsprechend in F&E und Produktionskapazitäten investiert haben.

Bei TV Panels ab 50″ rechnet WitsView damit, dass LG Display im Jahr 2016 bereits 38% seiner Panels als 4K / Ultra HD Panels ausliefern wird, dicht gefolgt von Samsung Display mit 37%. Auch der Displayriese AUO kann im kommenden mit 33% genau ⅓ seiner Exporte an TV Panels in dieser Größe als 4K Panels absetzen. Sinkende Preise ermöglichen diesen Trend.

Hinter den beiden Koreanern und dem großen Taiwanesen bleiben die Hersteller aus der VR China demnach zurück: diese, einschließlich des Herstellers Innolux (Taiwan) haben sich bislang bei 4K auf kleinere Größen konzentriert, und dürften der Prognose zufolge bei TVs ab 50″ jeweils 20% ihrer exportierten Geräte als UHDs auf die Weltmärkte bringen.

Aus den Zahlen könnte man ableiten, dass die B2B Märkte für Large Format Displays möglicherweise ebenfalls schneller mit noch mehr und günstigeren UHD Screens versorgt werden – allerdings in einem geringeren Tempo.

Weitere B2C Trend im Bereich TV: größere Screen-Größen ab 60″ finden mehr Anhänger bei den Konsumenten.

Wer Computermonitore an den Mann oder die Frau bringen will, sollte sich den Analysten zufolge auf spezielle Märkte und Produkte (etwa: Gaming) spezialisieren. TFTs von vorgestern werden bald nicht einmal auf den Grabbeltischen ihre Anhänger finden. Denn der Marktprognose zufolge im kommenden Jahr ⅓ aller verkauften Computermonitore über einen IPS Screen verfügen.

Hersteller wie LG Display werden der Studie zufolge im Jahr 2016 etwa 85% ihrer Computermonitore als IPS Screens ausliefern; bei Samsung Display und BOE rechnen die Analysten mit 40% beziehungsweise 30% IPS Penetration im Portfolio. Das Nachsehen hat in diesem Sektor die Industrie in Taiwan: Aufgrund zu kleiner Fertigungskapazitäten werdend er Anteil der IPS Screens bei den verkauften Computermonitoren dieser Hersteller bei eher bescheidenen 10% liegen.

Wie hoch ist der Ausstoß an Screens überhaupt? – Je nach untersuchtem Marktsegment zeigen sich für WitsView sehr unterschiedliche Trends.

In Zahlen sollen im Jahr 2016 55,4 Millionen TV Sets ab 50″ verkauft werden – für 2015 geht WitsViwe von 48,7 Millionen Einheiten aus. Also ein Plus.

Bei Computermonitoren sinkt der Anteil der exportierten Screens um satte 10,9% auf dann lediglich 142 Millionen Einheiten. Große Computermonitore ab 27″ aufwärts hingegen sehen eine Steigerung: von 11,8 Millionen Einheiten (2015) auf prognostizierte 14 Millionen im Jahr 2016. Dieser Trend sei komplementär zu höherer Nachfrage nach Curved Screens und UHD Computermonitoren, so die Autoren.

Der Markt für Screens für Notebooks brachen in diesem Jahr ein – um 8,7% auf 175 Millionen Einheiten. Ebenfalls weniger gefragt: Tablets. Ein Minus von 9,6% auf 207 Millionen Stück. Für das Jahr 2016 sollen beide Kennzahlen wieder nach oben gehen: 176 Millionen Screens für mobile Rechner und 200 Millionen Screens für Tablets werden erwartet.

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