Beacons und digitale Außenwerbung

Großprojekt bei Ströer – Favendo liefert Backend und Beacons

- In diesem Jahr wird Ströer deutschlandweit 50.000 Beacons an Werbeträgern installieren. Das Projekt ist in zwei Phasen gegliedert – Technologiepartner Favendo liefert das Backend System zur Verwaltung der Infrastruktur und die BLE Sender. von Thomas Kletschke

Installierter Beacon, Kundin mit Smartphone (Screenshot: invidis)

Installierter Beacon, Kundin mit Smartphone (Screenshot: invidis)

Es ist wohl das Großprojekt des Jahres 2016 bei Ströer: der deutschlandweite Roll out von 50.000 Beacons an Werbeträgern, um mehr interaktive DooH und OoH Kampagnen zu ermöglichen.

Vor dieser Investition in Infrastruktur hatte Ströer bereits ausgiebige Tests der Beacon Technologie durchgeführt, etwa in dem mit der Deutschen Bahn und Sensorberg installierten großen Beacon Testfeld am Hauptbahnhof Düsseldorf, bevor man sich für das Großprojekt Roll out eines Beacon Netzwerks entschied, das gerade angelaufen ist.

Das Projekt ist in zwei Phasen unterteilt. Bis zum Ende des ersten Quartals sollen 20.000 Beacons installiert sein. Zum Ende des Kalenderjahres sollen es 50.000 BLE Sender sein.

Jetzt hat sich auch der Beacon Lieferant geoutet, der nicht in einer der üblichen Start up oder High Tech Hochburgen sitzt: Die Sender werden von Favendo aus Bamberg kommen. Das Unternehmen, das auch Standorte in Jena und Mainz unterhält, liefert nicht nur die Beacons, sondern entwickelte zudem das Backend System zur Verwaltung der Infrastruktur, wie Favendo nun bekanntgab.

Das Start Up vereint Software-Entwicklung, E Commerce, Mobile Advertising und Hardware-Produktion unter
einem Dach und unterhält eine eigene Beacon Produktionsstätte in Deutschland. Unten eingebettet ist ein Herstellervideo, in dem der Einsatz am Point of Sale gezeigt wird.

Favendo CEO Richard Lemke und sein 70-köpfiges Team werden also 2016 gut eingespannt sein. „Wir sind sehr stolz, dass sich ein führendes Unternehmen wie Ströer für unsere Produkte und Services entschieden hat“, so Lemke, „um die Konzepte von Location-based Services mit einer flächendeckenden und einheitlichen Infrastruktur für den Konsumenten erfahrbar zu machen. Wir werden jetzt erleben, wie das ‚Internet der Dinge‘ Realität wird.“

Während Ströer und Favendo hierzulande das Projekt ausrollen, wollen die Bamberger auch international wachsen. Konkret plant das Unternehmen in den USA stärker als bislang zu expandieren. Kürzlich erhielt Favendo einen Betrag in siebenstelliger Höhe (ohne Währungsangabe), den ungenannte vorhandene sowie neue Investoren aus Europa und den USA dem Unternehmen zur Verfügung gestellt hätten, teilte Favendo mit.

Eines der zuletzt bekannten Favendo Projekte in Deutschland war eine Testinstallation an der Universität Bamberg. Zusammen mit dem Lehrstuhl für Informatik, insbesondere mobile Software Systeme/Mobilität, unter der Leitung von Prof. Dr. Daniela Nicklas, werden noch bis Februar 2016 underte Beacons auf mehreren Stockwerken genutzt.

Studierende und Forscher des Lehrstuhls, der sich unter anderem mit der Unterstützung sensorbasierter Anwendungen und Technologien für Smart Cities beschäftigt, erhalten mit der Installation eine Testumgebung für eine Outdoor und stockwerkübergreifende Indoor-Navigation, bis zur regalgenauen Navigation in der ERBA Bibliothek.

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