CES 2016

Smart Home und TV – Trend IoT nimmt weiter an Fahrt auf

- Tizen versus webOS: Der Battle der beiden koreanischen Giganten geht auch 2016 weiter. Ab diesem Jahr liefern Samsung und LG ihre Smart TVs mit der aktuellen Version aus. Die Betriebssysteme mausern sich zu IoT Schnittstellen, die TVs zur Smart Home Kommandozentrale. von Thomas Kletschke

Smart TV mit Tizen basierter Nutzeroberfläche (Foto: Samsung)

Smart TV mit Tizen basierter Nutzeroberfläche (Foto: Samsung)

Am morgigen Mittwoch wird die CES 2016 ihre Pforten öffnen. Auch in diesem Jahr wird die Consumer Electronics Show die wichtigsten Branchentrends aus dem Bereich B2C zeigen – zudem werden auch in Las Vegas die B2B Lösungen wichtiger.

Nicht jeder Trend ist neu: TV und Streaming entwickeln sich weiter in Richtung 4k. Entsprechend werden die Hersteller von Ultra HD TVs oder Set Top Boxes ihr aktualisiertes Portfolio zeigen.

Unabhängig vom Inhalt auf den Screens, auch unabhängig von deren Auflösung: Die neuen (Ultra HD) Smart TVs der sehr großen Hersteller entwickeln sich teilweise hin zur IoT Steuerungszentrale.

Damit werden TVs zu einem Gatekeepr für Standards: „Kauf meinen TV – und ich biete dir eine Smart Building Plattform für deine eigenen vier Wände.“

Diesen Weg wird zumindest Samsung beschreiten. Alle neuen Smart TVs des Herstellers werden IoT / SmartThings ready sein. Smart Things ist die 2014 von Samsung erworbene IoT Plattform und läuft auf Tizen, Samsungs Linux basiertem OS für die Smart TVs.

Alle SUHD TVs von Samsung ab dem Baujahr 2016 werden als IoT Hubs ausgeliefert, basierend auf einer mit SmartThings umgesetzten Lösung. Damit lässt sich schon sehr bald das Haus mittels IoT überwachen und steuern – etwa um Heizung und Klimatechnik zu regulieren, die Schließfunktionen an Fenstern aktivieren oder um die perfekte Lichtstimmung einzustellen.

Samsung zeigt damit, dass dem Betriebssystem des TVs eine sehr große Bedeutung zukommt: Nutzer, die an eine Software gewöhnt sind, und mit deren UI gut umgehen können, dürften wohl schnell eine Präferenz bei IoT Standards erkennen lassen.

Bei der sogenannten weißen Ware wird Samsung ebenfalls einen ähnlichen Weg gehen: Mit Touchscreens ausgestattete Kühlschränke etwa lassen sich perfekt in ein Smart Home Ensemble einbauen.

Auch die Konkurrenz von LG war nicht tatenlos: Die neuen TVs des Herstellers werden alle mit dem aktuellen webOS 3.0 ausgeliefert. Wie bei der Konkurrenz von Samsung sind auch LGs Smart TVs als IoT Zentralen nutzbar. Wie berichtet, wurde webOS 3.0 kürzlich für seine Kompatibilität mit IoT Produkten in Smart Home Anwendungen zertifiziert.

Der Bereich B2B wird am Megatrend Internet of Things weiter partizipieren. Als große und bekannte Consumer-Marken haben LG und Samsung jeweils das Zeug, die nötige Entwickler-Power und die Erfahrung, um neue Standards zu setzen oder Standards zu einer größeren Marktdurchdringung zu verhelfen.

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