Digital Signage am Airport

KLM und Air France installieren 765 neue Self Service Kioske

- Schnelle und angenehme Abfertigung und Information werden am Airport wichtiger. Auch die Fluglinien investieren. Jetzt sind bei KLM und Air France 765 neue Self Service Kioske an drei Airports im Einsatz. von Thomas Kletschke

Neue Self Service Terminals von Air France-KLM (Foto: SITA)

Neue Self Service Terminals von Air France-KLM (Foto: SITA)

Airportbetreiber rund um den Globus werden auch im Jahr 2016 stark in IT investieren. Das zeigt der aktuelle Airport IT Trends Survey 2015, den der Airports Council International (ACI) und der auf Airport Software und Airport Hardware spezialisierte Hersteller SITA gemeinsam mit Airline Business zum 12. Mal herausgegeben haben (kostenfreier Donwload nach Registrierung an dieser Stelle).

Klar ist: Wurde weltweit schon 2015 viel Geld in die Hand genommen, so wird weltweit für 2016 eine weitere Steigerung der Airport IT Budgets prognostiziert. Im Jahr 2015 wurden 7,8 Milliarden US-Dollar ausgegeben, für 2015 errechneten die Studienautoren 8,7 Mrd. Dollar.

Der Anteil der Budgets an den Revenues der Airport Industrie ist über die Jahre von 4,1% (2013) auf 6,25% im Jahr 2015 gewachsen. Weltweit stiegen zeitgleich die Umsätze im Airportsektor von 132 Mrd. Dollar über 134 Mrd. Dollar auf 139 Mrd. Dollar an. Für 2016 geht man ebenfalls von einem Wachstum aus.

Ein Gutteil der Budgets geht in Sicherheitstechnologien; aber auch digitale Wegeleitung, Airport Retail Technologie, Digital-out-of-Home, FIDS, Self Service Terminals, Netzwerktechnologien, Mobile Apps Beacons und andere Felder werden weiter ausgebaut und gepflegt – mit regionalen Unterschieden. So dürften im Jahr 2016 demnach große Flughäfen in China besonders viel investieren.

Flughafenbetreiber – und dem Trend teilweise folgend Airlines sowie die Anbieter von Airportwerbung – werden für Umsätze bei den spezialisierten Dienstleistern sorgen.

Wie der Survey zeigt, ist Passenger Processing das Gebiet, auf dem derzeit am meisten investiert wird. Dazu gehören auch Self Service Systeme für Airlines. Sie sollen dabei helfen, Kosten zu sparen und zugleich schnelle und angenehme Services für die Reisenden bieten.

Jüngster großer Roll out hier war der von Air France-KLM. Seit Januar 2016 sind 765 neue Self Service Kioske für die Airline-Gruppe an deren beiden Hubs Amsterdams Schiphol und Paris CDG sowie Paris Orly in Betrieb.

Die Kioske wurden gemeinsam von Air France-KLM und SITA konzipiert. Funktionell sollen sie Check In, Self Tagging und Baggage Recovery Funktionen interaktiv abdecken. Möglichkeiten der Anbindung via NFC, Contacless Payment, Chip & PIN sowie Audio und Video für Rückkanalfunktionen (Problem mit Self Service -> Audio- oder Video-Anruf im Service Center der Airline) inklusive.

Mit dem Auftrag konnte SITA zudem die Auslieferung des 10.000 Kiosk Systems an die Air Transportation Industrie feiern. Weltweit sind an 50 Airports entsprechende Systeme installiert, die SITA als AirportConnect Kiosk vermarktet.Die AirportConnects erfüllen IATA Spezifikationen (IATA common use self-service [CUSS]) für den Einsatz an Flughäfen. Die Versionen S3 und S4 arbeiten jeweils mit einem 17″ beziehungsweise 19″ LCD Screen mit SAW Touch. Laut Hersteller lassen sich durchschnittlich 2,5 US-Dollar je Passagier einsparen, wenn dieser Self Check in Services nutzt.

Doch nicht alle Airlines folgen dem Trend zu mehr Self Service Terminals. Die deutsche Air Berlin hat Ende 2015 alle Check-in Kiosk Systeme abbauen lassen. Laut der Berliner Fluglinie würden Passagiere auf nationalen Strecken in der Regel mit Mobile Boardingpasses oder selbst ausgedruckten Dokumenten einchecken. Und interkontinental bringen die Terminals laut Air Berlin keinen großen nutzen, da die Mehrzahl der Passagiere für die Gepäckaufgabe sowieso anstellen müssen. Der Großteil der Netzwerkcarrier setzt allerdings in großem Stil auf Check-in Automaten.

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