Digital Signage und moderne Verwaltung

Neue interaktive Lösung für Jobcenter und Bürgerbüros

- Bei der Beratung von Arbeitssuchenden können automatisierte Systeme in Wartebereichen sehr nutzwertig für die Kunden sein und die Verwaltung entlasten helfen. Eine neue interaktive Multiscreen Lösung verspricht weitere Vorteile – und eine Verfügbarkeit für bis zu 60 Sprachen. von Thomas Kletschke

Mit Oxygen werden Screens zum interaktiven Tool für Stellensuchende (Foto: DOOH media)

Mit Oxygen werden Screens zum interaktiven Tool für Stellensuchende (Foto: DOOH media)

Aktuell und in den kommenden Monaten könnte auf die Mitarbeiter in verschiedenen öffentlichen Verwaltungen ein deutliches Plus an Arbeit zukommen. Das betrifft die Agenturen für Arbeit, die mit teilweise identischen Aufgaben betreuten Jobcenter und weitere Service-Einrichtungen in Kommunen, Städten und Kreisen.

Für den vertikalen Markt öffentliche Verwaltung – speziell: Arbeitsverwaltung und Bürgerservice – gibt es eine neue interaktive Lösung, die Digital Signage Screens mit Echtzeit Infos aus Stellenbörsen samt Newsfeed verknüpft. Sie ersetzt – oder ergänzt – Aushänge auf Papier. Idealerweise kann sie auch den Gesprächsbedarf bei den stellensuchenden Menschen verringern.

Auf den großen Screens selbst werden Jobs in Deutsch und alternativ in Englisch angezeigt. Interessant ist der Ansatz, dass arbeitssuchende Menschen via Smartphone eingebunden werden können – und, dass das System laut Hersteller die Angebote dann automatisiert in 60 Sprachen anzeigen kann. Dies bezieht sich auf die Website Lösung „JobZENTRALE für die Region“, auf die die Interessierten via QR Code gelangen – eine Zusammenführung und Anpassung zweier verschiedener B2B Systeme.

Denn für die Lösung kooperieren die DOOH media GmbH aus Seligenstadt und die Jobnet.AG aus Berlin. Als Basis wird die von DOOH media inhouse entwickelte Digital Signage Lösung Oxygen Media Platform genutzt, die in diesem Fall von den Inhalten und Software der Jobnet.AG profitiert, die auf Online-Lösungen für die Jobvermittlung spezialisiert ist. Unter „Stellen sichtbar machen“ wird das System vermarktet, die Produktbezeichnung selbst ist „INFOSCREEN“.

So funktioniert es: Im Hintergrund läuft eine automatische Recherche und Analyse, um Stellen aus Online-Stellenbörsen, Websites, Tageszeitungen und Firmenhomepages zusammenzutragen. Interessenten können mit ihrem Smartphone die Stellenangebote vom Large Format Screen abfotografieren und mit allen Details im Original aufrufen, sie alternativ auf der Website übersetzen lassen.

„Wir haben fast überall in Deutschland ein ziemlich gutes Angebot an Stellen. Doch es ist bisher zu schwer, sie zu finden. Daher zeigen wir sie einfach dort an, wo die Jobsuchenden sie benötigen: im Wartebereich und auf der Website des Jobcenters“, sagt Andreas Dohmeyer, Geschäftsführer der DOOH media GmbH. Es gebe viel mehr Stellen als man vermute, so Dohmeyer weiter.

Der automatisierte Stellenticker an der Wand macht dabei prominent auf die Inhalte der Website Lösung „JobZENTRALE für die Region“ aufmerksam, die aus dem Portfolio der Berliner Jobnet stammt. Durch die zahlreichen möglichen Übersetzungsmöglichkeiten können Jobcenter und Bürgerbüros auch frühzeitig auf die Anforderungen der wachsenden Zuwanderung reagieren.

Der Einsatz des aus einem Screen und der Software bestehenden Systems kann nach Angaben der Anbieter innerhalb weniger Wochen realisiert werden und soll im laufenden Betrieb auch keinerlei Mehrarbeit für die Berater und Mitarbeiter im Jobcenter erzeugen. Zudem entlastet die permanente Anzeige aktueller, unbesetzter Stellen auch die Jobsuchenden ganz allgemein, da die aufwendige Recherche nach passenden Stellen jetzt auch für Menschen mit wenig Interneterfahrung einfacher wird.

Neben den aktuellen Stellen der Region können auf dem Screen weitere Infos eingeblendet werden: lokale Wetterinformationen oder die News der Tagesschau. Mit Hilfe eines in die Stellenanzeige integrierten QR Codes ist es möglich, die relevanten Informationen auch auf dem Smartphone abzurufen und mitzunehmen.

Derzeit betreut die DOOH media das Instore-TV von mehr als 150 Kunden, zu denen auch die Bundesagentur für Arbeit gehört. Die genutzte und eigenentwickelte Oxygen Media Platform und ihre API unterstützen die offenen Standards SMIL und Media RSS vollständig.

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