invidis Kommentar

100 Fragen zu Beginn des neuen Digital Signage Jahres

- Zu Beginn jeden Jahres sucht man oft den Blick in die Glaskugel. Wie werden sich Nachfrage und Angebot entwickeln? invidis Consultant Florian Rotberg hat sich mit den Herausforderungen des neuen Jahres auseinandergesetzt. Herausgekommen sind 100 Fragen. von Florian Rotberg

100 Fragen für 2016 (Foto: invidis)

100 Fragen die sich zu Beginn des neuen Digital Signage Jahres stellen

Wie wird 2016? Wird die Nachfrage sich weiter so positiv entwickeln? Fragen wir uns das nicht jedes Jahr? Und falls es so sein sollte: für wen? Um wieviel Prozent wird Samsung wachsen? Kann NEC die Nummer 2 Position im Markt verteidigen? Oder kann LG überholen? Werden die Anbieter der zweiten Reihe im Schatten der großen Drei heimlich Marktanteile abknabbern? Kommt ein Chinese der den Markt aufrollt? Vielleicht Huawei?

Wird OLED wirklich „The next big thing“? Oder nur eine weitere Technologie die zu teuer und zu wenig Mehrwehrt für professionelle Lösungen bietet? Gelingt UHD der Durchbruch? Oder HDR? Gewinnen LED-Module weiter an Bedeutung? Oder sind Screen-basierte Videowalls mit Bezel im Schlankheitswahn die Zukunft? Können 80+ Zoll Displays wirklich kleinere Videowalls auf breiter Basis ersetzen? Und wichtiger – wer ist bereit dafür ein Premiumaufschlag zu bezahlen? Gilt „Small is Beautiful“ jetzt auch für professionelle Displays? Bringt Laser Projektion zurück ins Digital Signage Geschäft?

Dominiert Windows weiterhin den Mediaplayermarkt? Oder kann SoC/SSSP spürbar Marktanteile gewinnen? Setzt Samsung perspektivisch auch bei Digital Signage auf Tizen? Was passiert mit WebOS? Und wird aus Chrome Business bald Android? Hat OPS eine Zukunft als Piggyback? Und was wird aus Konsolen-Ökosystemen wie Brightsign? Oder den 100 USD Player von Intel? Wird Digital Signage Teil der „Internet of Things (IoT)“ Infrastruktur?

Schafft Scala den Sprung zum Multichannel-Tool? Und Grassfish die Befreiung von Flash? Ist Broadsign endgültig auf der DooH-Siegerstraße? Schaffen onelan und Signage Live das notwendige Ökosystem in DACH aufzubauen? Können die kleinere Software-Anbieter mangels globaler Reichweite überhaupt je die Entwicklungskosten einspielen? Braucht es überhaupt noch dedizierte Digital Signage Software? Liegt der Schlüssel zum Erfolg vielleicht ausschließlich in Webschnittstellen und Templates? Oder kommt Adobe mit der „Killerlösung“ aus der Kreativecke? Oder SAP/Oracle mit einer aufgebohrten Enterprise Plattform?

Trennt sich bei den Integratoren mehr denn je die Spreu vom Weizen? Wie entwickelt sich Digital Signage bei den großen IT-Systemhäuser wie T-Systems oder Cancom-Didas? Was plant P7S1 mit Cittadino und Tank & Rast? Kommt RTL/Bertelsmann nun auch auf den DS/DooH-Geschmack? Wie positionieren sich die mittelständigen Full Service Anbieter am Markt? Welche Rolle spielen Strategische- und Finanzinvestoren? Was plant Neo mit neuer Investoren-Power? Verstärken die Schweden von Zeta Display und Visualart ihren Footprint in DACH? Oder werden es doch die Großkonzerne a la Arvato oder Atos sein? Oder nehmen sich Vertikalexperten dem Thema an? Werden IT-Systemhäuser Digital Signage Lösungen erfolgreich am Markt platzieren? Und AV-Händler? Oder ist Konzept-Kompetenz weiter unerreichbar für technische Systemhäuser?

Wen übernimmt Ströer noch alles in den kommenden 12 Monaten? Entwickelt sich Multiscreen zum wahren Treiber von DooH? Wer behält die Vertriebsmacht bei DooH? Weiterhin die Agenturen? Oder neue Programmatic Player? Was plant Ayuda? Investieren und betreiben demnächst branchenfremde Investoren Netzwerke für JC Decaux, Ströer & Co? Sehen wir den Durchbruch für Roadside DooH? Wird T&R/P7S! der dritte Player im Markt mit Travelboards an Autobahnraststätten und Flughäfen? Schafft Goldbach auch in Deutschland eine Konsolidierung der DooH-Vermarktung? iBeacons werden wohl auch 2016 nicht den Durchbruch erreichen – wann versteht die Brachen und Endkunden das Apps und Installed Base Grundvoraussetzung sind?

Und wie wird sich die Nachfrage entwickeln? Erleben wir eine Renaissance der Digitalen Menu Boards? Werden Electronic Shelf Labels (ESL) Teil einer Digital Signage Handels-Plattform? Oder entsteht eine neue Silo-Lösung auf der Fläche? Ist Omnichannel die Antwort? Oder begeben sich Händler mit anderen Vertriebs- auf Holzwege? Andererseits: Fand Einzelhandel nicht schon immer dort statt, wo die Kunden sind? Ist es nicht eine Riesen-Chance, dass das jetzt auch auf dem Smartphone ist und stationäre digitale Touchpoints ergänzt? Aber hat denn der Retailer nur bei Digital Signage die volle Kontrolle über den Inhalt am POS?

Erleben wir vermehrt einen Display-Overkill am POS? Sind manche Beauty, Kosmetik oder Duty Free nicht schon überladen mit Digital Signage Insellösungen? Wie bekommt der Retailer die Kontrolle zurück? Oder wer kontrolliert eigentlich das Shopping Experience in der Zukunft? Bedingt ein einzigartiger Customer Journey nicht ein einheitliches Erscheinungsbild? Sind Online-Trends wie Produktvergleich und Empfehlungen nicht ideal für moderne digitale Touch Points? Und wie steigern Händler Frequenz und Loyalität?

Verbessert Big Data das Einkaufserlebnis für den Kunden? Oder sind es mehr die Emotion großer Bilder am POS? Sind Trends nicht immer zuerst Small Data? Was bringt Analytics wirklich im Alltag des stationären Einzelhandels? Und wie können wir Daten emotional aufladen? Oder liefern Trigger-basierte „Lift & Learn“ Lösungen und RFID Warenwirtschaftslösungen nicht viel schneller einen ROI? Wie Digital dürfen Schaufenster in 1A-Lage sein? High-Brightness Displays oder LED? Ist das Mobiltelefon das ideale Interaktionstool?

Werden Digital-Agenturen 2016 das Potential von Digital Signage für sich entdecken? Öffnet sich Digital Signage nach denn nach dem Ende von Flash mit HTML 5 und Webschnittstellen der ganzen Creative-Community? Aber wer programmiert die CMS-individuellen Templates? Ein Plädoyer für Full Service Integratoren? Oder lösen kommende Creative-Suite Lösungen einen Großteil der Content Herausforderungen? Sehen wir 2016 den Durchbruch für optimierten redaktionellen Content?

Und wie überzeugt die Branche den KMU-Markt? Kleine Einzelhändler investieren 10 Minuten wöchentlich in Marketing – ist da dedizierter Digital Signage Content eine Lösung? Sollte Digital Signage nicht zu Anfang nur stationärer Touchpoint der Social Media Kanäle sein? Oder sind integrierte Druck/Digital Lösungen der richtige Weg? Woher kommt relevanter Content wenn die Budgets und Zeit nicht vorhanden sind? Und Enterprise-Kunden: suchen sie ein x-tes CMS Interface? Liegt nicht vielmehr der Erfolg bei kundenspezifischen GUIs?

Liebe invidis-Leser,
möglichst viele dieser Fragen werden wir hoffentlich im Laufe des Jahres beantworten können. Redaktionell hier auf invidis.de, in persönlichen Gesprächen im Rahmen von Consulting oder auf einer der weltweiten DSS Konferenzen. Wir freuen uns darauf auch in unserem zehnten Jahr weiterhin die Digital Signage Branche begleiten und weiterentwickeln zu dürfen.
Wir haben einige neue spannende Projekte in der Pipeline und freuen uns, Ihnen diese in den kommenden Wochen präsentieren zu können.
Das invidis-Team wünscht Ihnen einen erfolgreichen Start in das neue Digital Signage Jahr und bleiben Sie innovativ.
Ihr Florian Rotberg

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