ISE 2016

Die Sonne lächelt – Aussteller und Besucher ebenfalls

- Amsterdam | Halbzeit auf der ISE: unser Stimmungsbild von der Digital Signage und AV Messe in Amsterdam. Es gibt sehr unterschiedliche Gründe dafür, dass man auf dieser Messe auf zahlreiche gut gelaunte Aussteller und Besucher trifft. von Thomas Kletschke

ISE 2016 - strahlender Sonnenschein am dritten Messetag (Foto: invidis)

ISE 2016 – strahlender Sonnenschein am dritten Messetag (Foto: invidis)

Am Dienstag eröffnete die ISE 2016 – erstmals findet die Messe an vier Tagen statt. Damit ist die Hälfte der ISE 2016 schon Geschichte. Grund für ein Zwischenfazit.

Wie berichtet, hatten sich zur Messe bereits in etwa so viele besucher angemeldet, wie im vergangenen Jahr die Messe besucht haben. Damit war bereits am Dienstagmorgen klar, dass die ISE 2016 mehr als 60.000 Attendees anziehen wird. Mehr Ausstellungsfläche, zahlreiche neue Aussteller – darunter große Konzerne, die neu im Markt starten – und viele Veranstaltungen in den Rahmenprogrammen beweisen: Die ISE 2016 ist „More for You“, wie es ISE Geschäftsführer Mike Blackman versprochen hat.

Das sind die Zahlen.

Aber: Wie ist es mit den Vibes?

Passend zur Halbzeit der Messe haben sich sogar die in den letzten Tagen etwas grummelig bis verschnupft gebenden Wettergötter erbarmt. Sprich: Die Sonne scheint.

Im übertragenden Sinne scheint sie aber wohl schon seit Dienstag. In Gesprächen zeigten sich die meisten Aussteller bislang mindestens zufrieden über qualitativ hochwertige Kontakte. Am Mittwoch, dem zweiten Messetag war in mehreren Messehallen kaum ein Durchkommen. Nicht nur die Stände der ganz großen Companies waren umlagert. Bislang stellt der Mittwoch den Peak an sichtbarem Besucherandrang dar. Und auch der sonnige Donnerstag lässt sich bislang gut an, was die Frequenz der Besucher betrifft.

Fragt man die Besucher der Messe, begrüßen viele die Ausweitung der Messe auf vier Tage. Auch unter denjenigen, die lediglich einen oder zwei Messetage für sich eingeplant haben, sind Freitags-Freunde zu finden. Etwa die Besucherinnen und Besucher, die erst Donnerstagfrüh angereist sind.

Mit zur allgemein gut spürbaren – und: gut sichtbaren – Stimmung trägt auch bei, dass neue Besuchergruppen und Aussteller sichtbar sind, wie es mehrere Gesprächspartner beobachtet haben.

Auch eine besonders steile These haben wir auf den Fluren des RAI Messegeländes von mehreren DS und Broadcast Kennern schon gehört: Dass die ISE in naher Zukunft so groß, vielfältig und wichtig sein wird, dass sie die IBC weit hinter sich lassen könnte. Eine Quelle ist sogar davon überzeugt, dass die seit 1967 stattfindende IBC damit schon angezählt sei.

Ob das einmal so eintrifft, ist damit nicht gesagt. Thematisch haben sich die Broadcast Welt und die Welt der Narrowcaster und Digital Signage Profis, DooH Spezialisten und AV Experten weiter angenähert. Zwar bedient die IBC die Broadcaster ihre Zielgruppen bislang sehr gut. Doch bei den Besucherzahlen für 2015 zeigt sich bereits, dass die ISE 2015 (knapp 59.000) schon knapp vor der IBC 2015 (über 55.000) liegt. Allerdings stellten auf der letzten IBC etwa 1.600 Unternehmen aus – etwa anderthalb mal so viele wie auf der ISE.

An dem Vergleich kann man weniger ablesen, ob eine messe eine andere möglicherweise verdrängen wird – aber sehr deutlich kann man sehen (und nachrechnen), dass die ISE einen weiterhin stark wachsenden Markt abdeckt.

Wenn das kein Grund zur Freude ist.

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