ISE 2016

Was Samsung in Zukunft auf den Markt bringen wird

- Amsterdam | Einen Ausblick auf künftige mögliche sowie für die Zukunft definitiv geplante Produkte gibt Samsung in einem separaten Bereich der Messe. Wir haben dem Hersteller über die Schulter geschaut. von Thomas Kletschke

Im Erdgeschoss sind die aktuellen Screens zu sehen - ein Stockwerk höher erlaubt Samsung einen Blick in die Zukunft (Foto: invidis)

Im Erdgeschoss sind die aktuellen Screens zu sehen – ein Stockwerk höher erlaubt Samsung einen Blick in die Zukunft (Foto: invidis)

Fotografieren ist hier nicht: Im ersten Stock, über dem Amtrium des RAI, hat Samsung zahlreiche mögliche neue Produkte ausgestellt. Bei manchen ist absehbar, und wird kommuniziert, dass sie auch so auf den Markt kommen werden. In der Summe erkennt man aber deutlich den Roten Faden.

Etwa bei den Touchtechnologien: Künftig könnte bei Samsung das Portfolio um weitere LFDs mit PCAP erweitert werden, etwa einen 65-Zöller. Der Trend zu größeren Screens mit kapazitativer Technologie kommen den bei Konsumenten erlernten Vorteilen von Tablets und Smartphones am nächsten.

Auch bei den Small Signage Screens – bei Samsung misst der kleinste 10″ – wird sich definitiv etwas tun, heißt es beim Hersteller. Und dies konkret: Angekündigt ist ein 10″ PoE Screen mit Touchfunktion. Mit Power over Ethernet lassen sich sehr einfach Screens installieren und bespielen; ein PoE Touchscreen kann am Point of Sale oder bei Raumbuchungssystemen und in anderen Anwendungen interessant sein.

Bei den Mirror Displays wird in der Ausstellung auch ein Prototyp mit 32″ Bilddiagonale gezeigt. Käme er so auf den Markt, ließe sich ein entsprechender Screen in Retail und anderen Märkten einsetzen.

Wie gestern von der ISE 2016 berichtet, sind die Outdoor und Semi Outdoor Serien OH und OM ein Schwerpunkt in der „herkömmlichen“ Ausstellung. Im abgetrennten Bereich zeigt sich, dass die IP 56 Reihe OH künftig mit 24″, 46″, 55″, 65″, 75″ und möglicherweise 85″ daherkommen – der 85-Zöller wohl als UHD. Alle Screens sind mit Polarisationsfilter ausgestattet.

Die in Projekten sehr stark nachgefragte Serie OM dürfte bald 24″, 46″, 55″ und 75″ umfassen.

Bei transparenten OLEDs arbeiten die südkoreanischen Ingenieure offenbar auch an Fortentwicklungen. Ein Prototyp des 55″ Modells TO55F wird hier mit einer um weitere 150 cd/m² helleren Variante gezeigt.

Sonderformate wie streched Displays sind ebenfalls zu sehen, als 29″ und 37″ Screens – jeweils ebenfalls als sehr lichtstarke Varianten.

Generell zeigt sich, dass Samsung weiterhin möglichst alle Varianten von Screens im Programm haben möchte – als Marktführer auch schon fast Pflicht.

Richtig Gas geben könnte der Hersteller bei LED Signage. Seit der Übernahme von YESCO Electronics verfügt Samsung über eine US-Entwicklung und -Fertigung, die absolute Luminanz-Monster von bis zu 14.000 cd/m² hervorbringt. Ob aus den USA bald auch ein LED in a box Screen kommt? – Möglich wäre es. Gezeigt wird ein Prototyp, der für die Kundengruppen gedacht ist, die einzelne LED Module nicht zusammenfügen wollen oder können.

Neben den für Outdoor und Indoor gedachten Screens (Pixel Pitches von 3 mm bis 20 mm) aus der US-Schmiede verfügt der Konzern auch über seine Entwicklung und Fertigung in Korea. Von dort kommen die Fine Pitch Modelle: 1,5 mm, 2,0 mm und 2,5 mm. In der Ausstellung zu sehen ist auch eine 2,5 mm Pixel Pitch Variante mit RGBW Architektur mit zusätzlichem weißen Pixel.

Bei der Modellpflege bestehender Serien wird Samsung in der Zukunft am Ball bleben – so zeichnen sich am Horizont die Nachfolger für die bisherige Serie PE ab.

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