Digital Signage & Einzelhandel

Omnichannel und Digital Signage – Quo vadis, EDEKA?

- Die Übernahme von Kaiser’s Tengelmann wird wohl dazu führen, dass ein Digital Signage-Netz abgeschaltet wird. Gleichzeitig modernisieren Teile der EDEKA Gruppe in Richtung Omnichannel. Ein Überblick. von Thomas Kletschke

Aktuelle EDEKA TV Kampagne mit dem Thema gesunde Ernährung (Foto: EDEKA)

Aktuelle EDEKA TV Kampagne mit dem Thema gesunde Ernährung (Foto: EDEKA)

Jetzt ist es – nach Monate dauernden Verhandlungen und noch länger verfolgten Fusionsplänen – soweit: EDEKA darf Kaiser’s Tengelmann übernehmen, in Form der gut 450 Filialen und knapp 16.000 Beschäftigten.

Für die übernehmende EDEKA bedeutet dies vor allem weitgehende Bestandssicherung von Arbeitsplätzen, zumindest in den kommenden fünf bis sieben Jahren.

Auf dem Markt LEH konzentriert sich künftig die Marktmacht von Aldi, Rewe, Lidl und EDEKA von bislang 85% auf dann 88%.

Die Erlaubnis durch Minister Sigmar Gabriel sorgte nicht nur zur Ankündigung einer Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf durch Konkurrent Rewe, sondern sogar zum Rücktritt des Chefs der Monopolkommission, Daniel Zimmer.

Geht die Fusion nun weiter, dürfte das Digital Signage System bei Kaiser’s Tengelmann Geschichte sein – eine seit Jahren im Einsatz befindliche Lösung von netvico, die mit Screens von NEC realisiert worden war. Sie zählt bis heute zu dem besten ganzheitlichen Digital Signage-Projekten im Lebensmitteleinzelhandel.

Unsere Analyse vom vergangenen Jahr hat auch 2016 noch Gültigkeit: Auf absehbare Zeit wird Digital Signage auch bei der vergrößerten EDEKA keine Gesamtlösung sein.

Die EDEKA Gruppe setzt wie Wettbewerber Rewe auf Insellösungen. Jede Region entscheidet unabhängig über ihre digitalen PoS Systeme. Allein in der Region Nord setzt ein Großteil auf Neo Advertising und in Nordbayern/Thüringen auf Viewento. Wobei sich die Geschäftsmodelle und Netzwerkausprägungen stark unterscheiden.

Wie es nun mit Digital Signage in den 451 Filialen weitergeht, wird nun nicht mehr in Mühlheim entschieden sondern in drei unterschiedlichen EDEKA-Regionen.

Allerdings ist EDEKA durchaus nicht nur mit sich selbst oder der Fusion beschäftigt. So ist die Berliner diva-e Digital Value Enterprise GmbH aktuell dabei eine Omnichannel Lösung für EDEKA Nord aufzusetzen und auszurollen.

Derzeit handelt es sich um eine Testphase in den Filialen von sechs Kaufleuten, berichten die GfM Nachrichten. Künftig solle die Plattform EDEKA Märkten aus allen sieben Regionalgesellschaften zur Verfügung stehen, heißt es in dem Artikel.

Dienstleister diva-e entwickelte nach eigenen Angaben eine frei skalierbare Online Commerce Lösung für Lebensmittel im Responsive Design für EDEKA Nord.

One thought on “Digital Signage & Einzelhandel: Omnichannel und Digital Signage – Quo vadis, EDEKA?

  1. wenn sie etwas tiefer recherchiere,n wüssten sie, dass zumindest 2 dieser 3 EDEKA Regionen bereits seit Jahren eine einheitliche Lösung einsetzen in der jeweils mehrere Tausend Endgeräte über eine Lösung gesteuert werden. Dagegen ist die Größe der Lösung bei EDEKA Nord eher überschaubar.

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