Digital Signage und Automobilhersteller

Volvo setzt auf Interactive Digital Signage

- Großer Flagship, teure Messen? – Denkste! Seit Herbst 2015 setzt Volvo auf den mobilen und modularen Showroom Volvo Forum. Interaktive Software sorgt dabei für spielerische Information der Kunden. von Thomas Kletschke

Ging bei der Hanse Sail an Land - das modulare Volvo Forum in Rostock (Foto: Volvo Car Germany)

Ging bei der Hanse Sail an Land – das modulare Volvo Forum in Rostock (Foto: Volvo Car Germany)

Die Zeiten ändern sich: Im Einzelhandel haben lediglich Flagships eine Chance, wenn es um hochwertige Waren geht. Die aber sind teuer.

Auch bei Messen und Ausstellungen gibt es einen Wandel: Große renommierte Messen expandieren. Immer größere Stände der großen Hersteller dominieren.

Das in etwa war die Ausgangslage, aus der heraus sich Volvo in Deutschland gegen Messeauftritte wie bei der IAA entschied. Seit Ende 2015 sind dort und bei allen anderen Ausstellungen keine Stände von Volvo mehr zu sehen.

Einzige Ausnahme: Der Internationale Automobil-Salon in Genf, der seit jeher Begrenzungen der Messestände vorsieht.

Stattdessen nutzte Volvo diesen Schritt für den nächsten, wichtigen: Volvo setzt auf Roadshows, bei denen ein modulare Flagship unterwegs zu den Kunden ist.

Volvo Roadshow auf Sylt (Foto: Volvo)

Volvo Roadshow auf Sylt (Foto: Volvo)

Ein Konzept von Volvo Deutschland, das europaweit ausgerollt werden könnte, wie die Wirtschaftswoche in einem Artikel über das genaue Konzept schrieb.

Unter dem Namen Volvo-Forum bekommt der mobile Retail Flagship auch im Web ein Gesicht. Ansonsten nutzt der Hersteller auch große Veranstaltungen wie die Hanse Sail, um dort temporär mit Zielgruppen zu kommunizieren.

Immer dabei sind interaktive Anwendungen, denn der mobile Showroom soll während der Roadshow 2015 und 2016 die Klientel schließlich zur Bestellung eines Neuwagens animieren.

Da neben Ausstattungsvarianten in großer Zahl auch die elektronischen Features bei Pkw immer ausgefeilter werden, bestand Bedarf an einer interaktiven Lösung, die via Touch bedienbar ist. Der Auftrag lautete, die zahlreichen Fahrassistenz- und Sicherheitssysteme unmittelbar erfahrbar zu machen.

Hintergrund ist das Markenversprechen in der „Vision 2020“ von Volvo: Im Jahr 2020 soll kein Mensch mehr in einem Volvo ums Leben kommen.

Das Modellauto als Marker - IntelliSafe im Einsatz (Foto: Sonntagnacht)

Das Modellauto als Marker – IntelliSafe im Einsatz (Foto: Sonntagnacht)

Mit der Lösung wurde die Agentur Sonntagnacht beauftragt. Deren interaktiven Touch-Anwendung „IntelliSafe“ wird genutzt, damit die Touch Tables mit interaktiven, spielerisch bedienbaren Elementen kann der Kunde im wahrsten Sinne des Wortes begreifen, wie Sensorik, Warn- und Assistenzsysteme die möglichen Umgebungen des Fahrzeugs (Stadt, Land, Autobahn) wahrnehmen und funktionieren.

Dafür wurde ein haptisches Erlebnis geschaffen, das mit einem abnehmbaren Token in Form eines Modell-Autos des Volvo XC 90, sowie per Touch gesteuert werden kann.

Das System basiert auf Ventuz 4 und einer speziell entwickelten Software, die die Position und Rotation des Modelautos erkennt.

Die multisensorische Anwendung liefert auf spielerische Art ein aufregendes und zeitgemäßes Erlebnis, das den Nutzern nachhaltig in Erinnerung bleibt.

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