TV-Wartezimmer

Neue Kampagne für den Organspende-Ausweis

- Die Bereitschaft zur Organspende ist beim Großteil der Bevölkerung vorhanden – aber etwa nur jeder dritte Deutsche besitzt einen Organspende-Ausweis. Deshalb läuft im Wartezimmer-Netzwerk von TV-Wartezimmer eine Kampagne, um mehr Menschen zu überzeugen, auch einen solchen Ausweis ausstellen zu lassen. von Thomas Kletschke

Mit einem neuen Film wirbt TV-Wartezimmer für mehr Organspender (Foto: TV-Wartezimmer)

Mit einem neuen Film wirbt TV-Wartezimmer für mehr Organspender (Foto: TV-Wartezimmer)

Die Fakten zeigen, dass zwischen gutem Vorsatz und Umsetzung eine große Lücke klafft: Über 10.000 durch Krankheit oder Unfall schwer erkrankte Menschen hoffen allein in Deutschland auf die Transplantation eines Organs. Für sie ist das die einzige Möglichkeit, um zu überleben oder ihre Lebensqualität erheblich zu verbessern.

Ganze 92% der Bevölkerung wissen, dass es nicht genügend Organspender gibt. Doch obwohl 80% der Organspende positiv gegenüberstehen, besitzt nur etwa jeder dritte Deutsche einen Organspende-Ausweis, meist aus Mangel an Informationen.

TV-Wartezimmer, Europas größtes Gesundheits-Netzwerk, unterstützt die Aufklärung jetzt mit dem neuen Film „Organspende“, der mit Unterstützung der Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) sowie der Stiftung Eurotransplant entstand.

Patienten wird in dem Film leicht verständlich die Vorgehensweise einer Organspende sowie die Bedeutung der persönlichen Entscheidung darüber erklärt. Zuerst muss der endgültige Ausfall aller Hirnfunktionen des Spenders durch zwei erfahrene Ärzte unabhängig voneinander festgestellt werden. Liegt eine Spendebereitschaft vor und sind aus medizinischer Sicht alle Kriterien erfüllt, wird die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) informiert, die bei einer Organspende die Abläufe mit allen beteiligten Einrichtungen koordiniert. Die DSO prüft erneut die Gesundheit des Spenderorgans und meldet die medizinischen Daten der Stiftung Eurotransplant.

Belgien, Deutschland, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Slowenien und Ungarn sind Eurotransplant-Mitglieder, in diesem Einzugsgebiet leben circa 135 Millionen Menschen. Eurotransplant verwaltet das gemeinsame Spender-Meldesystem sowie die zentrale Warteliste und vermittelt die Organzuteilung. Nach Abgleich der Spender- und Empfängerdaten werden geeignete Patienten für die Transplantation ermittelt. Es werden nur die Organe entnommen, für die der Spender sein Einverständnis gegeben hat.

Fehlt in einer akuten Situation ein Organspende-Ausweis, müssen die Angehörigen – in einer für sie ohnehin sehr belastenden Situation – entscheiden, ob eine Organentnahme erfolgen soll. Wer einen Organspende-Ausweis ausfüllt, kann das Einverständnis zur Organ- und Gewebespende entweder generell erteilen, auf bestimmte Organe oder Gewebe einschränken oder ausnahmslos widersprechen.

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