Video Walls

Google entwickelt DIY Video Wall mit 5.880 Touchpunkten

- Google hat für das Büro in New York eine interaktive Video Wall entwickelt, die eine gigantische Anzahl an Touchpunkten erlaubt. Das Beste: Die Software ist Open Source – und je nach Hardware lassen sich sehr außergewöhnliche DIY Video Walls bauen. von Thomas Kletschke

AnyPixel Video Wall bei Google in New York (Screenshot: invidis)

AnyPixel Video Wall bei Google in New York (Screenshot: invidis)

Google Signage einmal ganz anders: Während das Google Chrome OS für Digital Signage Einsätze weltweit in großen wie kleinen Projekten genutzt wird, nutzt die Multitouch Video Wall zum Nachbauen lediglich Web Technologien. Streng genommen handelt es sich bei der Installation nicht um eine Video Wall, sondern ein riesengroßes Einzel-Display.

Statt Buttons könnten es auch Kippschalter oder Ballons sein (Screenshot: invidis)

Statt Buttons könnten es auch Kippschalter oder Ballons sein (Screenshot: invidis)

Ein echter Googler kann bekanntlich keine drei Minuten still sitzen, ohne nicht zugleich noch etwas zu erfinden, was zwar nicht Eingang in die kommerziellen Produkte und Dienstleistungen von Alphabets Google findet, sondern frei verfügabr für alle ist. Zu irgendwas müssen die ganzen Lego Steine ja gut sein, die sich weltweit in den Büros von Google finden.

Für das an der 8th Avenue gelegene Google Office in New York City suchte Google eine Video Wall für den Empfangsbereiche. Und während es hierzulande sogar High Tech Konzerne gibt, die selbst interaktive UHD Multitouch Large Formate im Portfolio haben, sich aber ihre neuen Foyers lieber mit High End LED Video Walls anderer Hersteller ausstatten lassen, wählte Google den Maker Ansatz.

Möglich machte diese Video Wall das Open Source Projekt AnyPixel.js, das in HTML, CSS und JavaScript erstellt wurde. Simple Grundlagen und schnörkelloser Code erlauben den Nachbau. Das AnyPixel ist im Prinzip ein einziger Canvas.

Multitouch im Vorbeifahren (Screenshot: invidis)

Multitouch im Vorbeifahren (Screenshot: invidis)

Der riesige Screen besteht aus insgesamt 5.880 leuchtenden Buttons. Anstatt der von Google in New York genutzten Buttons kann aber auch andere Hardware genutzt werden, etwa Light Boxes, Lichtschalter oder Ballons – was absolut einmalig anmutende Video Walls ermöglicht.

Grundsätzlich entspricht jeder Button genau einem Pixel, das einzeln angesteuert wird und die Farbe wechseln kann. Zudem kann ein Button gedrückt werden und eine Aktion auslösen – quasi die Übersetzung eines Klicks in die physisch erfahrbare Welt. An dieser Stelle lassen sich dann zahlreiche weitere Anwendungen starten.

Auf der AnyPixel Projektseite finden sich zahlreiche Anleitungen für Varianten, eine ausführliche Hardware Dokumentation, Baupläne, ein Previewer sowie derzeit 12 Apps, die via GitHub verfügbar sind.

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