DooH Großbritannien

Ocean Outdoor führt Vehicle Recognition ein

- Der britische Media Owner Ocean Outdoor hat jetzt in London die erste DooH Werbefläche mit Vehicle Detection ausgestattet, drei weitere Städte folgen noch in diesem Jahr. Mit der Technologie lassen sich interessante Real Time Kampagnen umsetzen. von Thomas Kletschke

Die DooH Screens am Holland Park Roundabout nutzen jetzt Vehicle Recognition (Foto: Ocean Outdoor)

Die DooH Screens am Holland Park Roundabout nutzen jetzt Vehicle Recognition (Foto: Ocean Outdoor)

Kaum ein Screen ohne Face Recognition: Immer mehr Retailer und Außenwerber weltweit setzen auf Hardware und Software, die mittels Gesichtserkennung Aufschluss über Zielgruppen liefert, die sich gerade vor dem Screen oder in einem Geschäft befinden.

Während es im Handel immer mächtigere Systeme gibt, die neben Gender und Age noch weitere Informationen wie Verweildauer und genutzte Laufwege liefern, entwickelt sich die Technik auch im Bereich der digitalen Außenwerbung weiter.

So setzen verschiedene Werbungtreibende weltweit inzwischen auch auf Lösungen, die Autos voneinander unterscheidet, um in Echtzeit die Fahrer bestimmter Modelle auf eine Werbeaktion für die Konkurrenz aufmerksam zu machen.

Kürzlich hat der britische Außenwerber Ocean Outdoor am Holland Park Roundabout in London erstmals eine entsprechende Fahrzeugerkennungs-Technologie implementiert. In den kommenden Monaten wird sie auch in Birmingham, Manchester und Newcastle ausgerollt.

Der Werbungtreibende Renault nutzte die Technologie als erster Kunde für eine von Publicis kreierte Kampagne, um den neuen Mégane zu bewerben und dabei die Halter anderer Fahrzeuge anzusprechen. Kreativer Ansatz war eine Variante des Spiels I Spy, das dem „ich sehe was, was du nicht siehst…“ Spiels entspricht. Für die Planung und Buchung der Kampagne zeichnen Talon und Manning Gottlieb OMD verantwortlich.

So funktioniert die Lösung: Sobald ein Fahrzeug an der Ampel hält, nehmen Kameras Bilder der wartenden Fahrzeuge in jeder der Spuren auf. Sie erfassen dabei die Nummernschilder der Fahrzeuge. Diese Daten werden mit einer Datenbank abgeglichen, die Infos zu Fahrzeugspezifikationen enthält. Erkannt werden Marke, Modell und Farbe des wartenden Fahrzeugs.

Sobald ein für die Kampagne definiertes „Zielfahrzeug“ erkannt wird, löst die Vehicle Recognition eine automatisierte und in Echtzeit ausgespielte Kreation aus, die das Auto – beziehungsweise den Fahrer – persönlich anspricht. Die Lösung liefert ein Reporting für den Werbungtreibenden und dessen Agenturen, das anzeigt, wann eine solche Anzeige ausgelöst wird.

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