Digital Signage & Airports

Airport München – neue Rechner für FIDS Screens

- Am Flughafen München wurden die PCs von zahlreichen Fluginfo-Displays gegen eine neue, lüfterlose Variante ausgetauscht. Im Einsatz sind nun über 500 neue Embedded Systeme aus deutscher Produktion. von Thomas Kletschke

FIDS Screen erhält neuen PC - Montage am Airport München (Foto: exone)

FIDS Screen erhält neuen PC – Montage am Airport München (Foto: exone)

An Flughäfen finden sich Flight Information Display Systems (FIDS), teilweise als große Video Walls – am Airport in München ist seit gut zwei Jahren Europas größte FIDS Video Wall in Betrieb – sowie zahlreiche einzelne Screens an verschiedenen Bereichen. Kürzlich wurde zahlreichen Screens ein Update spendiert: die Controller der Anzeige-Systeme wurden ausgetauscht. Es wurde lüfterlose PC-Hardware von exone installiert, die kontinuierlich einsatzbereit ist und den hohen Anforderungen an die Grafik gerecht wird. So ist es nun möglich, auf zwei unabhängigen Displays Full HD Inhalte anzuzeigen und wiederzugeben.

Die bis dato im Einsatz befindlichen Anzeige-Controller waren im Schnitt bis zu sieben Jahre alt und basierten noch auf Windows XP. Die Herausforderungen für die neue IT Lösung war klar: Am Flughafen ist die Hardware einem hohen Staubaufkommen ausgesetzt. Dementsprechend sollten die neuen Geräte auf jeden Fall lüfterlos und zudem für den durchgehenden Betrieb geeignet sein. Eine weitere Voraussetzung für die Systeme war, dass zwei Displays gleichzeitig angesteuert und wenn nötig zwei Full HD Filme auf zwei unabhängigen Screens flüssig dargestellt werden können. Alle verfügbaren Grafik- und Stromanschlüsse müssen entriegelungsgeschützt sein.

Jetzt sind am Flughafen 520 Calmo Embedded Industrie-Systeme im Einsatz. Sie werden in Schaltschränken beispielsweise bei den einzelnen Check-In-Terminals, aber auch in der Gepäckförderanlage oder bei den Transfergängen und der Gepäckausgabe eingesetzt. Die Geräte dienen der kontinuierlichen Ansteuerung der Anzeigen am Flughafen München in allen Bereichen, die über Flugdaten, Gepäckbänder, Check-In-Schalter und dergleichen informieren. Die neue Hardware hat im Vergleich zu den bisherigen Systemen einen deutlich geringeren Energieverbrauch.

Die Systeme sind mit dem Industriemainboard D3313-S2 von Fujitsu ausgestattet und können durch die integrierte Grafikleistung auch Inhalte mit größer Full HD Auflösung wiedergeben. Durch das Einhalten der Mainboard-Norm mITX kann auf alle Boards der D3313-S-Serie zurückgegriffen werden. Das bietet die Möglichkeit der Aufrüstung bei gleichbleibender Gehäuseabmessung.

Der Flughafen zeigte sich sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit und der Unterstützung von Extra Computer. Das Projekt konnte im vorgesehenen Zeitfenster von vier Wochen umgesetzt werden. Das komplette Gerät wird in Deutschland hergestellt und so sind die Lieferketten kurz.

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