LED Lighting Hersteller

Großaufträge, kleine Orders und Kauf-Interessenten bei Osram

- In der letzten Woche konnte Osram zahlreiche gute Nachrichten vermelden: Neben einem der bislang größten Aufträge für die Lighting Services gehört dazu auch das Interesse von Seiten chinesischer Investoren. von Thomas Kletschke

Auch die Bedürfnisse von Smartphone-filmenden Skatern und Werbefilmern werden durch Hochtechnologie gedeckt (Foto: Osram)

Auch die Bedürfnisse von Smartphone-filmenden Skatern und Werbefilmern werden durch Hochtechnologie gedeckt (Foto: Osram)

Am Ende der vergangenen Woche enthüllte das Handelsblatt Pläne verschiedener chinesischer Investoren, umfassend bei Osram einzusteigen. Besonders die Zehntausenden Patente machen das Unternehmen zu einem begehrten Kauf-Objekt.

Auch wenn mancher in München und Regensburg es sicherlich nicht gerne hört, dass man aufgrund des immer noch günstigen Kurses ein potenzieller Übernahmekandidat ist – und am liebsten selbstständig weiter arbeiten möchte: Ein realer und solventer Kaufinteressent aus China ist zugleich auch ein Prädikat für eigene Forschungsarbeiten und ein Signal an die Märkte, dass eine Firma unterbewertet sein könnte.

Dabei hatten die Tage davor gezeigt, dass bei Osram derzeit wieder alle Ampeln auf Grün stehen. Denn BMW – mit denen man sich erst kürzlich unter die Top 3 für den Deutschen Zukunftspreis 2016 in Stellung gebracht hatte – bescherte Osram ein volles Orderbuch.

Denn der Münchner Lichtkonzern rüstet acht Werke des Automobilherstellers BMW Group in Deutschland und Österreich auf LED Beleuchtung um. Der Auftrag ist einer der bisher größten für den Osram-Geschäftsbereich Lighting Solutions (LS). Die zugehörige Rahmenvereinbarung umfasst insgesamt bis zu 170.000 LED Leuchten, wobei nach und nach bis Ende 2017 einzelne Tranchen abgerufen werden sollen.

Die speziell für den Kunden entwickelten Leuchten werden in den ersten Tranchen aktuell bereits eingebaut, in den BMW-Werken Dingolfing und Regensburg. Alleine für Dingolfing liefert Osram insgesamt bis zu 70.000 Leuchten. Dabei kann ein Teil der vorhandenen Infrastruktur genutzt werden: Die bisherigen, teils vor Jahrzehnten installierten Lichtband-Systeme der Osram-Tochter Siteco kann in Teilen weiter genutzt werden – in Form der Tragschienen. Nur die Leuchten-Einsätze werden getauscht. Diese Einsätze, die quasi auf die Tragschienenprofile aufgesteckt werden, enthielten bisher die Leuchtstoffröhren samt Fassung und Vorschaltgerät. Nun werden sie gegen LED Varianten getauscht. Bereits im letzten Jahr stattete Osram eine Lagerhalle der BMW Group am Standort Dingolfing mit 6.000 LED Leuchten aus.

Neben der Industrie versorgt man aber auch ganz andere und noch hippere Märkte: Im neuen Karlsruher Skatepark wurde die neue LED Flutergeneration Floodlight 20 installiert. Hier hatte DSGN concepts aus Münster das Gesamt-Konzept für den Park entwickelt. Sie sorg dafür, dass Skater und BMXer perfekte Lichtverhältnisse für ihre Stunts vorfinden -und: Sie ermöglicht zudem flickerfreie Aufnahmen von Skate-Tricks in Super Slow-Motion, zu Trainingszwecken oder zum Teilen auf Facebook, Instagram und in anderen Digital Media Kanälen.

Heute ist auch die Weiterverwertung via Bewegtbild oder Livestream von hoher Relevanz für Betreiber von Sportstätten, deren Kunden und weitere Zielgruppen aus den Bereichen Consumer, Prosumer und B2B. Die weltbesten Athleten in Super SloMo zu filmen, ist inzwischen Stand der professionellen TV Technik (@ 50 fps / 60 fps). Voraussetzung dafür ist der Einsatz modernster Lichttechnologie, dien kleinstes Flickern verhindert, das bei dieser Aufnahmeform sonst sichtbar wäre und bei anderen Lighting Lösungen auftritt. Auch 120 fps und 240 fps Aufnahmen sollen für die Fluter kein Problem darstellen.

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