Digital Retail Award 2016

Fünf Projekte überzeugen – und räumen Preise ab

- In dieser Woche wurden auf der viscom POS 2016 die Gewinner der Digital Retail Awards 2016 bekanntgegeben. Die Fachjury wählte fünf siegreiche Projekte aus. Zu den vergebenen Preisen gehören auch zwei Special Awards. von Thomas Kletschke

Digital Retail Award - die begehrten Preise wurden jetzt verliehen (Foto: viscom / Behrendt und Rausch)

Digital Retail Award – die begehrten Preise wurden jetzt verliehen (Foto: viscom / Behrendt und Rausch)

An Auswahl gab es einiges: Zuvor waren insgesamt 17 Projekte für den Award in den drei Kategorien Instore, To-Store und Online, Mobile nominiert worden. Für besonders innovative Lösungen konnten zusätzlich Special Awards von der Jury vergeben werden. Und davon machten die Preisrichter auch Gebrauch. Bei der Verteilung auf die drei Kategorien unter den Gewinnern fällt sofort auf: Für den Bereich Online, Mobile fanden die Experten offenbar kein letztlich preiswürdiges Projekt.

Vergeben wurden insgesamt fünf Digital Retails Awards in den Kategorien Instore und To-Store, darunter zwei Special Awards. Die Preisverleihung fand am 2. November im Rahmen der viscom 2016 statt.

Gewinner in der Kategorie Instore

Projekttitel: Nike Digital Retail Experience
Einreicher: Demodern GmbH
Kunde: Nike

Nike Digital Retail Experience (Foto: Demodern GmbH)

Nike Digital Retail Experience (Foto: Demodern GmbH)

Im Berliner Flagshipstore von 11teamsports steht Interaktion mit der Marke im Vordergrund. Möglich wird dies durch das Zusammenspiel zwischen dem großen Touch Display Replica Kiosk, einem interaktiven Touch Tisch mit Produktinformationen und einer App. Laut Jury vereint Demodern mit dem Projekt On- und Offline-Kanäle mit einer durchdachten Multichannel-Strategie und weist damit genau in die richtige Richtung. Ob Interaktion mit der Marke, Integration von Social Media, Onlineshop und Kaufdisplay oder der digital inszenierte haptische Produktvergleich: Das digitale Erlebnis im Flagship-Store wird durch alle Kanäle dekliniert und zu einem sinnvollen Erlebnis verbunden. Geführt hat dies zur Auszeichnung mit dem Digital Retail Award 2016.

Projekttitel: LOWA Footscan 360°
Einreicher: netvico GmbH
Partner: corpus.e AG
Kunde: LOWA

LOWA Footscan 360° (Foto: netvico GmbH)

LOWA Footscan 360° (Foto: netvico GmbH)

Ausgezeichnet wurde auch das LOWA Footscan 360° System von netvico. Dieses scannt den Fuß und schlägt anschließend verschiedene passende Schuhmodelle vor. Schon vorab werden eventuelle Problemzonen aufgezeigt. Nachdem der Kunde online ausgewählt und anprobiert hat, folgt die finale Anprobe vor Ort. Für Aftersales-Aktivitäten werden die Kundendaten in einer Eventdatenbank registriert. Dies führt laut Jury zu einem besseren Kauferlebnis für den Kunden, zu einer höheren Beratungskompetenz für den Händler und zu relevanten Insights für den Hersteller. Das Projekt realisiert damit vorbildlich das Potential, das in der Digitalisierung des stationären Einzelhandels steht. Der Footscan geht weit über eine digitale Inszenierung hinaus und bietet einen echten Mehrwert für alle Beteiligten. Im After Sales ist es zugleich wesentlicher Bestandteil einer Multichannel-Strategie. Das Projekt zahlt dank seiner hohen Funktionalität smart auf den Markenkern ein.

Special Award
Projekttitel: Razorshop
Einreicher: Razorfish GmbH
Partner: Adobe
Kunde: gemeinsamer Prototyp Razorfish/Adobe

Razorshop (Foto: Razorfish GmbH)

Razorshop (Foto: Razorfish GmbH)

Der erste Special Award in der Kategorie Instore geht an Razorfish für den Razorshop, eine digitale Store-Umgebung, die durch Technologie den physischen Raum erleb- und anfassbar macht. Direkt im Shop bieten sich dem Kunden eine umfassende Produktübersicht sowie Vergleichsmöglichkeiten hinsichtlich Leistung und Preis. Mit dieser Einreichung wurde eine mutige Vision realisiert. Die Jury ist überzeugt: So wird der Handel in Zukunft aussehen. Doch was bereits heute technisch umsetzbar ist, lässt sich im Spannungsfeld von konkretem Kundenwunsch, gelerntem Kaufverhalten und rechtlichen Vorgaben noch nicht in dieser Konsequenz umsetzen. Dennoch: Um den digitalen Handel für die Zukunftsfähigkeit der Branche zu stärken, braucht es starke Vorreiter wie diesen, die vielfältige Technologien nahtlos miteinander vereinen und die mit einer sinnvollen Lösungsintegration in Richtung Zukunft zeigen. Der Special Award würdigt diese Zukunftsvision.

Special Award
Projekttitel: Weber Original Store – Ein Store für alle Sinne
Einreicher: ppm planung + projekt management gmbh
Partner: Cosalux GmbH
Kunde: Weber Grill

Weber Original Store (Foto: ppm planung + projekt management gmbh)

Weber Original Store (Foto: ppm planung + projekt management gmbh)

Ein zweiter Special Award geht an ppm planung + projekt management für den Weber Original Store. Mit einer Kombination aus einem Leitsystem, einer multisensorischen Ansprache und digitalen Highlights spricht der Flagship Store die Sinne an. Erlebnisinseln, sogenannte Category Bowls, sind jeweils dank Projektionen, Grillgeräuschen und Aromen ideal auf den jeweiligen Bereich im Store abgestimmt und fördern das Kauferlebnis. Die Jury ist sich einig: Eine gute digitale Lösung muss nicht vor Digitalität strotzen. Die multisensorische Inszenierung der Marke Weber integriert digitale Elemente subtil, aber hoch emotional in ein klar zoniertes Erlebnis. Dabei werden Projektionsflächen neu gedacht und aus den typischen Elementen des Produkts – der Glocke des Kugelgrills – heraus entwickelt.

Gewinner in der Kategorie To Store

Projekttitel: Europa-Park Digitalisierung
Einreicher: MuSe Content GmbH
Partner: Scala BV und pilot Screentime GmbH
Kunde: EUROPA-PARK GmbH & Co Mack KG

Europa-Park Digitalisierung (Foto: MuSe Content GmbH)

Europa-Park Digitalisierung (Foto: MuSe Content GmbH)

In der Kategorie To Store wurde MuSe Content für EUROPA-PARKs ausgezeichnet, eine allumfassende Kommunikations- und Content Management Lösung. Das System kombiniert alle vorhandenen Lösungen, ist intuitiv bedienbar und von überall im Freizeitpark steuerbar. Das Content Management System wurde so aufgesetzt, dass alle eingepflegten Informationen und Inhalte (auditiv und visuell) automatisch und zu den richtigen Zeiten und Anlässen ausgespielt werden. Der Europa Park setzt die Digitalität zielführend ein, damit Publikum und Parkmanagement just in time agieren können. Mit dem Echtzeit-Management von Wartesituationen und Besucherströmen entsteht für beide Seiten ein echter Mehrwert. Gut integriert, zielgruppenaffin umgesetzt und zielführend in Effizienz und Logistik wurde die Costumer Journey komplett durchdacht, so die Jury.

Der Digital Retail Award ist eine Weiterentwicklung des Digital Signage Best Practice Awards, der seit 2007 eine feste Größe in der Digital Signage Branche ist. Dem verstärkten Fokus auf Marketing rund um dem Point of Sale trägt der neu aufgesetzte Award Rechnung. Der Digital Retail Award ehrt effizient geplante, kreativ umgesetzte, innovative und erfolgreiche Digitalkommunikation und Digital Signage-Projekte mit Schwerpunkt Retail, Marken- und Handelskommunikation. Weitere Informationen gibt es auf der Website des Wettbewerbs.

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