Digital Signage & Ausstellungen

AV Tech für Wikinger & Co. – das Moesgaard Museum

- Das dänische Moesgaard Museum ist anders als viele andere historische Museen: Konzept, Architektur und AV Technologie folgen einem eigenen Ansatz. Teil 1 einer invdis Kurz-Serie. von Thomas Kletschke

Dreieck in der Landschaft -der Neubau des Moesgaard Museums (Foto: Panasonic)

Dreieck in der Landschaft -der Neubau des Moesgaard Museums (Foto: Panasonic)

Wer sich für Vor- und Frühgeschichte interessiert, der ist im dänischen Højbjerg richtig, besonders wenn es um die skandinavische Geschichte von der Altsteinzeit bis zu den Wikingern geht. Weiterer Schwerpunkt: eine große ethnographische Sammlung mit Exponaten aus fernen Ländern. Eine der Ausstellungen etwa widmet sich dem Thema Tod, und wie die unterschiedlichsten Kulturen und Religionen den Tod interpretieren und in ihren Trauer-Riten inszenieren.

Auch ein Forschungsmuseum kann Geschichte visuell spannend vermitteln (Foto: Panasonic)

Auch ein Forschungsmuseum kann Geschichte visuell spannend vermitteln (Foto: Panasonic)

Hier, in Jütland, südlich von Dänemarks zweitgrößter Stadt Aarhus gelegen, befindet sich das Moesgaard Museum (auch: Moesgård Museum), inmitten eines gigantischen, 100 Hektar großen, Geländes aus Parks, Bäumen, Bauten und Exponaten. Das Haus hat den Status eines Forschungsmuseums. Die Wissenschaftler des Museums führen archäologische Forschungsarbeiten in Dänemark sowie im Ausland durch.

Das Moesgaard Museum (MOMU) selbst hat ebenfalls seine eigene Geschichte zu erzählen: 1861 stellte die Historische Vereinigung von Aarhus erstmals seine Sammlung öffentlich aus, damals noch in einer Stadthalle. Genau 20 Jahre später zog die Sammlung erstmals in ein eigenes Gebäude um. Und wie das mit historischen Sammlungen so ist, wuchs der Bestand beständig an, nicht zuletzt durch die Kooperation mit den Archäologen und Historikern der Universität von Aarhus. Immer wieder gab es entsprechende Erweiterungen und Neubauten: Nachbildungen von historischen Kirchen, Kanonen und Küchen etwa fanden auf den insgesamt 1.000.000 m² an Areal ihren Platz, etwa dem dort ebenfalls gelegenen Freilichtmuseum.

Mittendrin statt nur dabei - Schlacht zwischen verfeindeten Wikingern (Foto: Panasonic)

Mittendrin statt nur dabei – Schlacht zwischen verfeindeten Wikingern (Foto: Panasonic)

Einen neuen Abschnitt läutete das Jahr 2014 ein: Da eröffnete der insgesamt 398 Millionen Dänische Kronen – umgerechnet etwa 53,48 Millionen Euro – teure Neubau des MOMU, den die dänischen Stararchitekten von Henning Larsen Architects konzipierten, ansonsten bekannt für Bauten wie das Spiegel Verlagshaus, das saudische Außenministerium in Riad oder das IT-Gebäude der Uni von Kopenhagen sowie zahlreiche Museen in Dänemark, Schweden sowie Deutschland. Seitdem stehen 15.500 m² an Ausstellungsfläche in einem modernen Museumsbau zur Verfügung, dessen flache und dreiecks-betonte Geometrie mit der umgebenden Landschaft sehr gut korrespondiert.

Im Herbst 2014 eröffnete dieses neue Moesgaard Museum. Archäologische und ethnographische Exponate, ein spezieller Ausstellungsraum, ein Ausstellungsbereich für Bildungszwecke, Besprechungs- und Konferenzräume sowie ein Café und ein Museumsshop finden unter dem begrünten Dach Platz. Von dort aus haben Besucher Blick auf das Meer, die Wälder und die herrliche Umgebung von Moesgaard Manor, in dem das Museum zuvor untergebracht war. Allein im ersten Monat lockte das Museum über 50.000 Besucher an, mehr als bisher im Laufe eines ganzen Jahres kamen.

Unterm Sternenzelt - wie Menschen vor tausenden von Jahren (Foto: Panasonic)

Unterm Sternenzelt – wie Menschen vor tausenden von Jahren (Foto: Panasonic)

Die Attraktivität des neuen Museums verdankt sich auch der installierten AV Technologie, zu der zahlreiche Digital Signage Screens sowie verschiedene Projektoren gehören. Die gesamte genutzte Technologie stammt sämtlich von Panasonic. Dabei erarbeiteten die Museumspädagogen und Forscher das AV Konzept selbst.

Anstatt einen externen Dienstleister mit der audiovisuellen Installation zu beauftragen, wurde dies von einem internen Team organisiert. Man bat das Entwicklungsteam von Panasonic um Rat zur Umsetzbarkeit des Konzepts.

Insgesamt 24 verschiedene Full HD Screens wurden installiert, die für klassisches und interaktives Digital Signage sowie als digitale Wegweiser genutzt werden:

  • 3 x TH-42LFE7ER
  • 17 x TH-55LF6W
  • 1 x TH-65LFE7E
  • 2 x TH-70LF50ER
  • 1 x TH-80LFC70E

Bei der Projektionstechnik setzte das Museum auf Laser Projektoren, da diese eine deutliche Ersparnis der laufenden Kosten im Vergleich zu anderen Projektoren bringen.

Insgesamt verbaut wurden 38 Projektoren, einschließlich fünf PT-DZ680 Projektoren mit Kurzdistanz-Objektiven,um via Rear Projection ein Schlachtfeld der Eisenzeit hautnah rüberzubringen. An zwei sich gegenüberliegenden gekrümmten Wänden zeigt die Animation inmitten des Museums die blutige Keilerei zwischen zwei feindlichen Wikinger-Armeen.

Installiert wurden diese Projektoren:

  • 20 x PT-RZ470
  • 1 x PT-RZ430
  • 10 x DZ680
  • 4 x PT-DZ870
  • 2 x PT-RZ670
  • 1 x PT – DX100

Damit nicht genug: Jetzt, gut zwei Jahre nach Eröffnung gönnt sich das Museum ein astreines und feines AV Update, das die invidis Redaktion in dieser Woche vor Ort unter die Lupe nehmen wird. In den kommenden Tagen werden wir an dieser Stelle berichten.

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