Ein weiteres Special Interest-Netzwerk ist TV Wartezimmer. Von den über 5 000 in Wartezimmern installierten Systemen sind laut dem Vermarkter beebop media ag rund 3 200 für Werbekunden buchbar. Hier ist die Zielgruppe bekannt und die Verweildauer vor dem Bildschirm beträgt im Bundesdurchschnitt rund 45 Minuten. Viel Zeit, um den Zuschauern nachhaltig Werbebotschaften und nutzbringende Informationen zu vermitteln.

Einen anderen Weg gehen regionale Netzwerke, die auf Städte, Stadteile oder kleinere Regionen beschränkt sind und bei denen die Betreiber ähnlich wie bei den Gelben Seiten auf regionale oder lokale Anzeigenkunden setzen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Microtargeting. Ein gutes Beispiel dafür ist das Münchner Unternehmen Inside-out-Screens. CityUp verfolgt ebenfalls das Konzept der regionalen Netzwerke, allerdings mit dem Ziel, bundesweit eine Vielzahl von regionalen Netzwerken zu etablieren und diese im Verbund für nationale Kampagnen zu nutzen. Ein Konzept, das durchaus erfolgversprechend scheint.

Der deutsche Markt ist in Bewegung, so viel steht fest. Nicht alles, was wir heute am Markt sehen, wird konzeptionell funktionieren, denn das Medium ist noch jung und die Lernkurve steil. Daher werden wir in den nächsten Jahren sicherlich noch viele Variationen und Optimierungen erleben.

Aber: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und für die Branche ist jedes erfolgreich umgesetzte Netzwerk ein weiterer Schritt, um die Akzeptanz und Relevanz der digitalen Außenwerbung zu vergrößern.

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