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DooH-Interview

Interview mit Claudius von Soos von United Digital Screens

Heute präsentieren wir Ihnen das Interview mit Claudius von Soos von United Digital Screens GmbH, das invidis im Rahmen des „Digital-out-of-Home Jahrbuchs 2014/15“ mit Marktteilnehmern der DooH-Branche geführt hat.

Interview mit Claudius von Soos von United Digital Screens GmbH:

Als Vermarkter eines DooH-Netzwerks fällt Ihnen die Aufgabe zu, Werbeumsätze zu generieren. Welche Voraussetzungen muss ein DooH-Netzwerk erfüllen, damit Sie sich für eine Vermarktung eines Netzwerkes entscheiden? Welche KPIs oder Leistungsdaten sind für den Vermarktungserfolg ausschlaggebend?

Claudius von Soos: Wir sind eine Vermarktungsplattform, die verschiedenste Angebote bündelt und zusammenführt. Das können themenspezifische Umfelder sein, aber auch regionale Schwerpunkte. Die Vielzahl von Netzen bildet dann eine schlagkräftige Plattform für die Kampagnen unserer Kunden.
Entscheidend ist, dass die abgebildeten Umfelder und Themen und/oder Regionen Relevanz für den Werbemarkt haben. Das reine Addieren von Screens macht definitiv keinen Sinn.
Die gelieferten Leistungsdaten sollten aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammen und insgesamt ein nachvollziehbares Bild des DooH-Netzes zeichnen. Wenn an einem Standort nur wenige Menschen vorbeikommen, kann ich nur eine begrenzte Zahl von Kontakten ausweisen. Wenn diese Menschen zu einer attraktiven Zielgruppe gehören, ist die reine Zahl von Kontakten aber auch gar nicht so entscheidend.

Da es im Gegensatz zu anderen Medien noch keine vereinheitlichten Leistungsdaten im DooH gibt, wie unterscheiden Sie zwischen einem guten und einem weniger guten oder gar schlechten Netzwerk – falls es so etwas gibt?

Claudius von Soos: Wir schauen uns die Werbeträger im Vorfeld genau an und hinterfragen die Reporting-Standards.
Wir arbeiten seit vielen Jahren im Digital-out-of-Home Bereich, sodass wir sehr gute Vergleichsmöglichkeiten mit etablierten Netzwerken und anderen digitalen Medien haben.

Welche Unterschiede in der Vermarktung bestehen zwischen DooH und anderen Werbemedien (Wirkung, Kosten, Aufwand, Zielstellung, Möglichkeiten)?

Claudius von Soos: DooH ist noch nicht so etabliert wie andere Mediengattungen. Wir müssen in der jetzigen Phase also mehr erklären und unsere Kunden an die Hand nehmen. Eine Anzeige im Spiegel oder eine Werbeinsel auf RTL ist seit Jahrzehnten gelernt und damit nicht mehr erklärungsbedürftig. Unser Vorteil ist natürlich, dass wir dauernd neue Netze und damit Kommunikations-Kanäle anbieten. Von Kollegen klassischer Medienvermarkter höre ich, dass sie die Innovationskraft von DooH wahrnehmen und manche sogar ein bisschen neidisch sind.

Was erwarten Brands oder Werbekunden vom Medium DooH? Was sind die Hauptgründe, die Ihre Kunden dazu bewegen Kampagnen in DooH-Netzwerken zu buchen?

Claudius von Soos: Es sind die Vorzüge von Digital-out-of-Home: Kurzfristige und flexible Planungen und Kampagnen, spannende Umfelder, Einsatz von Bewegtbild.

Was fehlt bzw. was würde in Ihren Augen die Vermarktung einfacher machen?

Claudius von Soos: Wichtig ist die Etablierung einheitlicher Leistungsstandards, damit die DooH-Medien objektiv mit anderen Medien vergleichbar sind und sich noch stärker positionieren können.

Wie schwierig ist es eine Kampagne in einem Netzwerk zu buchen? Welche Tools nutzen Sie als Vermarkter, um Kampagnen in den unterschiedlichen oder auch nur einem Netzwerk zu buchen? Gibt es Instrumente, die Ihnen von den Media Ownern/Netzwerkbetreibern zur Verfügung gestellt werden? Wenn ja, sind diese ausreichend oder besteht Bedarf an weiteren Tools/Services?

Claudius von Soos: Es ist keine Schwierigkeit, Kampagnen in den Netzwerken zu buchen. Teilweise werden hierfür spezifische Tools zur Verfügung gestellt.

Vielen Dank für die Beantwortung unserer Fragen!