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Displays bei Bus und Bahn

Das sind die Neuheiten der InnoTrans 2014

Auf der in Berlin stattfindenden InnoTrans zeigen die auf dynamische Fahrgastanzeigen oder Displays im Haltestellenbereich spezialisierten Anbieter derzeit ihre Neuheiten. Aktuelle Display-Trends finden Sie in unserem Messe-Überblick.
Arbeitet mit E-Ink-Technologie - Back-to-Back-Display-System von GDS (Foto: GDS – Global Display Solutions SpA)
Arbeitet mit E-Ink-Technologie – Back-to-Back-Display-System von GDS (Foto: GDS – Global Display Solutions SpA)

Der italienische Spezialist aesys SpA ist seit Jahrzehnten im Bereich der Infosysteme für den Nahverkehr und Bahnbereich im Markt aktiv. Entsprechend zeigt der Hersteller sein komplettes Portfolio an LCD-TFT-Systemen und LED-Displays, die in den Bereichen Verkehrstechnik, ÖPNV und allgemeiner Informationstechnik zu finden sind.

Gemeinsam mit der mc R&D GmbH, die die Fahrgast-TVs Berliner Fenster sowie Münchner Fenster betreibt, zeigt das Unternehmen aus Bergamo auf der Messe unter anderem, wie die in Münchens U-Bahnen installierten 16:9-Displays ihren Dienst versehen.

aesys-Infosystem an einem Bahnhof (Foto: aesys SpA)
aesys-Infosystem an einem Bahnhof (Foto: aesys SpA)

In der Vergangenheit beteiligte sich auch die Invertag AG mehrmals als Mitaussteller an der InnoTrans. Kürzlich war mit der Gorba AG eine Zusammenlegung der Aktivitäten beschlossen worden – womit die Schweizer ihr Business im Bereich Digital Signage und Verkehr massiv ausbauen.

In diesem Jahr ist das Unternehmen nun auch erstmalig mit einem eigenen Stand auf der Messe vertreten und präsentiert seine Display-Lösungen für den öffentlichen Verkehr. Das betrifft vor allem die neue Monitorgeneration. Bereits seit 1997 produziert die Invertag 10,4″ bis 24″ große Displays für den Einsatz in Zügen. Nun ist dem Aussteller eine deutliche Gewichtsreduktion bei den Geräten gelungen. Ebenso konnte das kritische Temperaturverhalten durch den Einsatz extrem verbrauchsarmer Komponenten in herausfordernden Umgebungen deutlich verbessert werden. Neben den Standardformaten 16:9 und 16:10 produziert und liefert Invertag auch geschnittene, stretched Displays in kundenspezifischen Formaten.

Invertag Outdoor-Stele am Airport (Foto: Invertag)
Invertag Outdoor-Stele am Airport (Foto: Invertag)

Anbieter dresden elektronik verkehrstechnik präsentierte sein neues System deZign – das mit seiner Kombination aus scharfer Anzeige, geringem Stromverbrauch und widerstandsfähigen Komponenten in ersten Feldtests überzeugen konnte. Als Technologie für das Display mit einer Pixeldichte von 150 ppi wird E-Paper verwendet. deZign ist nach Herstellerangaben zerstörungssicher. Per Knopfdruck lassen sich die Inhalte von der Zentrale ändern. Die reine Datenanzeige benötigt keine Energie. Das Anzeigesystem ist mit einem Kunststoff- oder Edelstahlgehäuse und als Acryl- oder Verbundsicherheitsglas-Variante erhältlich. Anwendungsmöglichkeiten gibt es einige: als digitaler Fahrplan an Haltestellen, als Beschilderung im Rahmen von Veranstaltungen oder als Träger von Werbebotschaften. In einem Pilotprojekt mit den Dresdner Verkehrsbetrieben sind bereits erste digitalen Fahrpläne im Test-Einsatz.

Mit 150 ppi Pixeldichte und auf E-Pper-Basis -  deZign (Foto: dresden elektronik verkehrstechnik)
Mit 150 ppi Pixeldichte und auf E-Pper-Basis – deZign (Foto: dresden elektronik verkehrstechnik)

Auch die italienische GDS – Global Display Solutions SpA zeigt in Berlin eine Novität. Aus einer Kooperation mit E-Ink, Anbieter der elektrophoretischen Tinte, resultiert das Konzept einer neuen Info-Anzeige. Das Back-to-Back-Display-System 8siehe Aufmacherbild) ist speziell für den Außenbereich konzipiert und kann in Bahnhöfen und Busstationen als Wegfinder sowie als Zeitplan zum Einsatz kommen. Das System besteht aus zwei 32-Zoll-Displays mit E-Ink-Technologie, und zwar einem Schwarz-Weiß-Modul sowie dem neuesten E-Ink-Farb-Panel. Das Bild bleibt erhalten, auch wenn alle Stromquellen entfernt werden. Die Anzeige verbraucht also nur Energie, wenn sich inhaltlich etwas ändert. Außerdem benötigt das neue Display-System keine Kabel, weder für DFÜ noch für die Stromversorgung, da es über Wi-Fi und ein integriertes Solar-Panel verfügt.

Televic Rail aus Belgien stellt auf der InnoTrans die neuesten Entwicklungen zu seiner integrierten Lösung iCoM vor, die für Passagierinformation, Infotainment und Flottenmanagement gedacht ist. Das flexible System besteht aus mehreren Software-Modulen, mit denen sich On-Board-Geräte ergänzen lassen. Während der Messe demonstriert das Standteam zum Beispiel LiveCom, das webbasierte Software-Tool des Ausstellers zum Erstellen und Verwalten von Reiseinformationen, Fahrplänen sowie Audio- und Videoinhalten. Ebenso wird die neue Benutzeroberfläche des iSync-Flottenmanagers vorgeführt.

TFT-Display mit Informationen und Infotainment  (Foto: Televic Rail)
TFT-Display mit Informationen und Infotainment (Foto: Televic Rail)

Mit der BMG Gesellschaft für moderne Informationssysteme mbH aus Ulm ist ein weiterer der großen spezialisierten Anbieter auf der InnoTrans vertreten. Gezeigt werden unter anderem TFT Zugzielanzeigen, für die man an Panel von LG Electronics, mit einer Helligkeit von 2000 cd/ m² zurückgreift, um auch bei Sonneneinstrahlungen sehr gut lesbare Infos anzeigen zu können. Ein erweiterter Temperaturbereich machen die in verschiedenen Ausführungen und Größen lieferbaren Display zu einer zuverlässigen Komponente. Das Thema Sicherheit an Bahnsteigen wird international immer wichtiger. Als zusätzliche Komponente bietet BMG eine integrierte Kamera (ebenfalls von LG Electronics) in den Zugzielanzeigern ab. Die Kamera ist über eine eigene IP-Adresse steuerbar. Das ist vor allem für Länder mit strengen Datenschutzvorgaben wichtig, da die Daten separat aufgezeichnet werden müssen.

Für den stationären Bereich stellt das Unternehmen eine 72“-Stele für den Innen- und Außenbereich vor. Auch dieses System ist mit TFT-Displays von LG ausgestattet und im direkten Sonnenlicht sehr gut ablesbar. Die Stele wurde für die multimediale Darstellung von Fahrgastinformationen und weiteren Inhalten entwickelt und bietet dem Anwender eine flexible Gestaltung.

Mit der PaCIM-Plattform (Passenger and Customer Information Management) können Verkehrsverbände, -unternehmen, Städte und Kommunen ihre Anforderungen individuell umsetzen. Die Kunden haben die Möglichkeit aus unterschiedlichen Modulen ein auf sich zugeschnittenes und kostenoptimiertes System zu beschaffen und dies zu erweitern. Module sind etwa: Trackingsysteme, ITCS Systeme, mobiles Mediamanagement, Dynamische Fahrgastinformationssysteme und weitere Anwendungen.