Anzeige
DooH

Interview mit Carsten Ehling / It Works über Innovations- und Interaktionspotenzial

Heute lesen Sie das Interview mit Carsten Ehling von It Works, das invidis im Rahmen des DooH-Jahrbuchs 2015/16 mit Marktteilnehmern der Branche führte. Der Geschäftsführer spricht unter anderem darüber, dass sich DooH speziell unter den Gesichtspunkten Leistung, Konvergenz, Interaktion, Relevanz und Innovationspotenzial etabliert hat.
Carsten Ehling von It Works GmbH (Foto: It Works)
Carsten Ehling von It Works GmbH (Foto: It Works)

Interview mit Carsten Ehling, Geschäftsführer, It Works GmbH:

Wie beurteilen Sie den Stellenwert von DOOH in der Werbelandschaft?

Carsten Ehling: DOOH ist auch in 2014 Wachstumstreiber und mit einem Anteil i. H. v. 6,7 % in der intramedialen Betrachtung im Out-of-Home-Werbeträgermix angekommen.

Werden die Kampagnenziele und damit die Erwartungen der Kunden durch das Medium erfüllt oder gibt es hier noch Optimierungspotential? Wenn ja, in welcher Form?

Carsten Ehling: DOOH konnte sicherlich in 2014 die Erwartungen erfüllen und seine Bedeutung im Out-of-Home-Markt weiter ausbauen. Das Medium hat sich speziell unter den Gesichtspunkten Leistung, Konvergenz, Interaktion, Relevanz und Innovationspotenzial etabliert.

Sind Sie der Meinung, dass DOOH-Netzwerke ausreichende technischen Möglichkeiten bieten interaktive Kampagnen durchzuführen oder müssen die Netzwerke dafür aus- oder umgerüstet werden? Oder einfacher ausgedrückt: Gibt es ein ausreichendes Angebot an Netzwerken mit Touch-Funktion oder iBeacons?

Carsten Ehling: Grundsätzlich bieten DOOH-Netze bereits interaktives Potenzial bspw. via QR, Bluetooth, Beacons, NFC etc. Entscheidend ist dabei jedoch die zeitliche und räumliche Relevanz für die Zielgruppen. Die Kontakteffektivität und damit auch die Nutzungs- sowie Interaktionsdichte ist entscheidend von der Motiv- und Wahrnehmungssituation der Zielgruppen abhängig. Die Zukunft kombiniert Technologien, Content und Services und schafft damit relevante Mehrwerte für die Zielgruppen.

Die große Roll out-Welle von DOOH-Netzwerken scheint ins Stocken geraten zu sein. Wie bewerten Sie das Angebot an DOOH-Netzwerke bzw. welche Trends im Ausbau können Sie erkennen? In welchen Bereichen sollte Ihrer Meinung nach ausgebaut werden?

Carsten Ehling: Wir befinden uns derzeit eher in einer Phase der Konvergenz, Integration, Entwicklung neuer Angebotsstrukturen sowie der Kapitalisierung der Netze, wodurch Investitionspotenzial für den Auf- und Ausbau weiterer Netzstrukturen entsteht. Neue Technologien und Entwicklungen im Hard- und Softwarebereich sowie die Einbindung digitaler Kanäle wie bspw. Online, Mobile (Advertising, Navigation, Payment, Couponing etc.), Social Media, E-Commerce werden zukünftig weiteres Innovations- und auch Interaktionspotenzial freisetzen. Speziell Agenturen benötigen entsprechende Schnittstellen zu Bewertungs-, Planungs-, Einkaufs- und Reporting-Systemen – sprich Adserverplattformen zwecks netzwerkübergreifender Kampagnensteuerung und Targeting; location-based und zielgruppenadäquat. Speziell aber wird aus unserer Sicht das Mobile Advertising zukünftig und signifikant an Bedeutung gewinnen; one-to-one und in real-time.

Welche Zukunftsperspektiven sehen Sie für das Medium als Werbeträger?

Carsten Ehling: Ein weiteres signifikantes Wachstum sowie die nachhaltige Positionierung von DOOH auch im intermedialen Wettbewerb erfordert Angebotstransparenz, Standards, flexible Belegungs- und Buchungsmodalitäten, den Nachweis von Wahrnehmungs- und Kontaktqualitäten sowie Nachweise zur Werbewirkung. Im Rahmen der Medienkonvergenz benötigen Werbungtreibende und Agenturen eine einheitliche und ganzheitliche Leistungswährung für sämtliche digitale Medien und Werbeträgerformate (DOOH, Online TV, Smart TV, Online Video etc.); national wie international.

Vielen Dank für das Interview.