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Smart City

Feinstaub-Filter trifft DooH-Screen

An vielen Orten konzentrieren sich NO2 und Feinstaub Emissionen so stark, dass die Kommunen zu Fahrverboten gezwungen werden, wenn deren Maßnahmen zur Minderung der Verursacher nicht ausreichen. Für diesen Fall bietet air2public das smartAIR System an, mit dem die Luft an dem betroffenen Ort gefiltert wird. Der Clou: das Gerät verfügt auch über einen 7qm LED-Screen, den DooH-Spezialist locator vermarktet. So kann sich das System schneller amortisieren. Eine Testanlage entsteht gerade in München.
Das smartAIR-System saugt Luft in einem Kanal an und filtert diese in der Säule, an der zugleich LED-Displays als Werbefläche installiert sind (Foto: locator)
Das smartAIR-System saugt Luft in einem Kanal an und filtert diese in der Säule, an der zugleich LED-Displays als Werbefläche installiert sind (Foto: locator)

SmartAIR ist ein innovatives NO2- und Feinstaub-Filtersystem, das als Serie am Straßenrand oder im Mittelstreifen aufgestellt wird und mit einer Art Kanal entlang der Straße verbunden ist. Der saugt das NO2 und den Feinstaub ab, der wiederum in den Säulen gefiltert wird. Das Filtersystem wurde von der Technischen Universität Stuttgart erfolgreich getestet. Für verschiedene Standorte sind Wirkungsanalysen von dem Ingeneurbüro Lohmeyer erstellt worden, die eine NO2 Reduktion von 14 – 23% ausweisen, je nach Standort. Jedes smartAIR kann laut air2public rund 40.000m³/h Luft filtern und diese so neben NO2 auch von 99% des Feinstaubs reinigen.

Eine neue Testanlage entsteht derzeit an der vielbefahrenen Landshuter Allee in München. An der Filtersäule ist ein 7qm LED-Screen als Werbefläche verbaut, der von dem DooH-Spezialisten locator GmbH, Hürth, vermarktet wird. Die Installationen können so die Kosten für die Filtertechnik refinanzieren. Durch eine vorgelagerte Ampel und regelmäßige Staubildung, die in München ja sowieso an der Tagesordnung steht, ist das System von 4 Spuren bestens einsehbar – eine Werbefläche, der man der Abwechslung halber im Stau beim stumpfen Blick aus dem Auto also gerne mal Beachtung schenkt. Laut locator kommt die Werbefläche so auf rund 80.000 Sichtkontakte pro Tag bei einer Sendezeit von 06.00 bis 22.00 Uhr.

Gerade der Refinanzierungs-Aspekt dürfte das System auch für kleinere Kommunen und Städte interessant machen, die an ihrer Luftqualität an den Verkehrs-Hotspots arbeiten wollen – und DooH erhält zugleich neue Fläche.

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