Jahreszahlen

Nur zweistellig – Wincor Nixdorfs Gewinn bricht ein

- Am gestrigen Montag hat Wincor Nixdorf seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2011/ 2012 sowie einen Ausblick auf das kommende Jahr gegeben. Der Umsatz im Segment Banken sank – und der Gewinn brach ein. Beim Handel setzte man mehr um, musste aber auch weniger einnehmen. Software and Services brachten dem Paderborner Unternehmen dagegen einiges ein. Insgesamt setzte man mit 2,34 Milliarden Euro etwa 1% mehr um, während netto nur 63 Millionen Euro in der Kasse blieben, ein Gewinneinbruch um 42%. von Thomas Kletschke

Im Hanel derzeit mehr zu holen, als bei den Banken - Wincor Nixdorf Mobile PoS-Lösung fürSeamless Retailing (Foto: Wincor Nixdorf)

Im Hanel derzeit mehr zu holen, als bei den Banken – Wincor Nixdorf Mobile PoS-Lösung fürSeamless Retailing (Foto: Wincor Nixdorf)

Wie gestern berichtet, hatten Analysten einen etwa gleichbleibenden Umsatz um etwa 2,3 Milliarden Euro und einen Gewinneinbruch von bis zu 42% auf dann 63 Millionen Euro prognostiziert. Während die Gewinnschätzung der Banker stimmig war, konnte Wincor Nixdorf beim Umsatz insgesamt um 1% zulegen. Dabei war vor allem der Handel und das Service mit Tankstellenbetreibern ein Umsatztreiber und Gewinnbringer. Software and Services konnten etwa die Verluste im Bankengeschäft ausgleichen.

Die Hardware-Umsätze gingen um 5% auf 1,1 Milliarden Euro zurück (2010/2011: 1,159 Milliarden Euro), der Anteil am Konzernumsatz fiel dementsprechend um 3 Prozentpunkte auf 47% (2010/2011: 50%). Ausschlaggebend hierfür waren geringere Auslieferungen von High-End-Systemen und der anhaltende Preisverfall. Die Software/Services-Umsätze erhöhten sich um 6% auf 1,243 Milliarden Euro – im Geschäftsjahr 2010/2011 waren es 1,169 Milliarden Euro.

Raum Asien/ Pazifik wird wichtiger - Wincor Nixdorf-Standort in Malaysia (Foto: Wincor Nixdorf)

Raum Asien/ Pazifik wird wichtiger – Wincor Nixdorf-Standort in Malaysia (Foto: Wincor Nixdorf)

Strategie: Hardware für Schwellenländer und mehr Geschäfte in Asien/ Pazifik

Wincor will offenbar seine bisherige Strategie fortsetzen. So wird der Konzern weiter umgebaut. Zu den bisherigen Restrukturierungskosten von 40 Millionen Euro sollen noch einmal 20 Millionen hinzukommen. Weltweit werden bis Ende 2012/ 2013 insgesamt 500 Stellen abgebaut – im abgelaufenen Geschäftsjahr waren es 114 Mitarbeiter, die gingen. Etwa die Hälfte der Stellen wird in Deutschland wegfallen, der Rest vor allem in anderen Ländern Westeuropas.

Schwellenländer bleiben wichtig, beziehungsweise die Region Asien/ Pazifik. Für sich entwickelnde Volkswirtschaften will man spezielle Hardware entwickeln und anbieten – “schnellstmöglich” heißt die Vorgabe des Vorstands um Eckard Heidloff. Dabei möchte der Konzern die Entwicklung hierfür direkt vor Ort vorantreiben.

Bei Forschung und Entwicklung hatte der Konzern im abgelaufenen Jahr gespart: Wincor Nixdorf hat im zurückliegenden Geschäftsjahr 90 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investiert – 10 % weniger als im Jahr zuvor. Die F&E-Quote lag bei 3,8 % (2010/2011: 4,3 %). Ursache für den Rückgang ist dem Unternehmen zufolge, dass die CINEO-Entwicklung weitgehend abgeschlossen ist und sich die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf Anpassungen an landesspezifische Anforderungen sowie die Erweiterung um einige Komponenten konzentrierten.

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