Ein Paukenschlag mit Ansage: Den Anfang auf dem europäischen Kontinent machte ein Land, das mehr als zehnmal so klein wie die Bundesrepublik ist – Belgien. Bereits im Winter hatten Marktbeobachter mit starkem Interesse registriert, dass Clear Channel den Werbungtreibenden dort in 3 Netzwerken QR-Codes und NFC zur Verfügung stellte.
Damit setzte der Außenwerber spätestens im Dezember 2013 an 530 Standorten im ganzen Land auf interaktive DooH-Medien mit diesen zwei Technologien. Zu diesem Zeitpunkt war auch das seit 2011 in Planung befindliche gemeinsame Netzwerk an belgischen Bahnhöfen mit Publifer fertiggestellt – mit 130 digitalen Screens eines der 3 Teil-Netzwerke. Publifer ist ein Joint Venture des Außenwerbers mit der Bahnholding SNCB-Holding. Deren Tochter Syntigo stattete das Netz technisch aus.
Belfius in Brüssel…
Als erster Werbungtreibender, der in Belgiens neuem NFC- und QR-Netz warb, wurde die Belfius-Bank gewonnen. Da Belfius auf Mobile Banking und Filialgeschäft setzt, eine passende Kampagne mit passendem Kunden im passenden Medium. Die Kreation lag bei der Agentur Boondoggle aus Leuwen.
Schneller waren nur die Briten – wie meist bei DooH. Nach der ebenfalls 2013 in UK erfolgten Ausstattung von 10.000 Werbeträgern mit diesen Technologien hatte Clear Channel mit Belgien einen weiteren seiner Märkte entsprechend vorbereitet.
…Bruce Willis in London
Jetzt hat sich die Vermutung bestätigt, dass dies Teil einer größeren Operation war – der Vorbereitung für den Launch von Connect. Denn mit Finnland und den Niederlanden folgten auf Großbritannien und Belgien zwei weitere EU-Staaten. Und mit Singapur hatte man die Schweiz Asiens ebenfalls bereits ausgerüstet. Jetzt teilte Clear Channel Outdoor mit, dass man in den nächsten Monaten in 23 Ländern auf 5 Kontinenten insgesamt 75.000 Plakatstellen mit NFC (Near Field Communication)- und QR-Technologie ausrüsten wird.
Konsumenten können dann mit ihren Smartphones auf interaktiven Content von Werbungtreibenden zugreifen. Connect verbindet also Außenwerbung und Smartphones; Kunden und Konsumgüterhersteller. Damit lernt das Plakat weltweit das Laufen: Plakat-Botschaften werden in einem weltweiten Netz digital und interaktiv verlängert. So kann via Plakat auf Kurzfilme, Trailer, Videobotschaften oder Social Media zugegriffen werden.
Im Mai startet der Rollout in der Schweiz. Dann wird in der Hauptstadt Bern Connect starten. Insgesamt wollen die Eidgenossen 115 F200-Leuchtplakate an Bushaltestellen und in deren unmittelbarer Nähe mit NFC- und QR-Technologie ausstatten.