Installationen

Ein Jahr Displayport 1.2 im Digital Signage

- Seit Ende 2013 haben die großen Hersteller begonnen, Displayport 1.2 in die Large Format Displays zu verbauen. Welche Vorteile bietet die neue Schnittstelle für Anwendungen im Bereich Digital Signage? Wir haben einen Experten gefragt. von Thomas Kletschke

Displayport 1.2: Input (l.) und Output (r.) (Screenshot: invidis.de)

Displayport 1.2: Input (l.) und Output (r.) (Screenshot: invidis.de)

Ob Consumer-Welt, Prosumer-Display oder Video Wall und weitere Anwendungen aus dem Professional-Bereich: Displayport 1.2 findet sich in immer mehr Displays mit Ein- und Ausgang. Gerade in Business-Anwendungen erleichtert die kleine Schnittstelle die Arbeit sehr.

Mit LG, NEC, Samsung haben zunächst die Big 3 begonnen, ihre Displays für den Profi-Einsatz entsprechend hochzurüsten. Besonders für Ultra HD beziehungsweise sehr hochauflösenden Content ist die Schnittstelle wichtig. Zwar benötigt nicht jede Full HD-Installation Screens, die mit DP 1.2 arbeiten können. Allerdings kann die neue Norm auch hier gute Dienste leisten, die ein HDMI-Kabel nicht erbringen kann.

Verlustfreier Full HD-Transport via Daisy Chain

„Wer Signale verlustfrei via Daisy Chain weiterschleifen möchte, um etwa Full HD auf jedem einzelnen Screen einer 2×2 Video Wall anzuzeigen, der kann dies sehr gut über mehrere Kabel bewerkstelligen, die an die DP 1.2-Schnittstellen der vier hintereinandergeschalteten Displays angeschlossen werden“, erklärt Carlo Ismann, Sales Engineer bei LG.

Insgesamt werden dann volle 4K ausgespielt, also jeweils Full HD. Voraussetzung: entsprechende Displays mit DP 1.2, ein ebenfalls dazu spezifizierter Mediaplayer (mit einer geeigneten Grafikkarte) und eine passende Software. Von der Quelle bis zur Video Wall wird lediglich ein Kabel benötigt.

Damit ist ein entscheidender Vorteil der, dass man im Vergleich zu der analogen Anordnung (Daisy Chain) ohne Displayport 1.2 eine Vervierfachung der Inhaltsqualität zur Verfügung hat. Denn früher wurden die Full HD-Inhalte einfach geviertelt.

Ultra HD: MST-fähiges Kabel notwendig

Geht es um Ultra HD, kommt man um den neuen Port sowieso nicht herum. Hier, wie auch bei den Full HD-Walls gibt es im Praxiseinsatz allerdings ein Nadelöhr, dass bei Installationen schon manchen Dienstleister ins Schwitzen gebracht hat.

„Die Auswahl des richtigen Kabels ist das A und O für die Inbetriebnahme“, so Ismann weiter. Nur Displayport 1.2 zertifizierte Kabel mit Multi Streaming Transport (MST) können verwendet werden. Sonst bleibt die Video Wall oder das Einzeldisplay einfach schwarz. „Es ist übrigens nicht wichtig, ein besonders teures Kabel zu wählen. Die entsprechende Spezifikation für DP 1.2 ist entscheidend“, rät er.

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.