OVAB Europe Digital Signage Business Climate Index (DBCI)

DBCI Skandinavien – Start auf positivem Niveau

- Jetzt ist der OVAB Europe Digital Signage Business Climate Index (DBCI), den invidis mit Unterstützung von OVAB Europe erhebt, mit einer Ausgabe für Norwegen, Dänemark, Schweden, Finnland sowie Island gestartet – den viertgrößten Digital Signage-Markt in Europa. Der Indexwert liegt im positiven Bereich, Tendenz: steigend. von Thomas Kletschke

Vertikale Märkte: DBCI Skandinavien Mai/ Juni 2015 (Grafik: invidis)

Vertikale Märkte: DBCI Skandinavien Mai/Juni 2015 (Grafik: invidis)

Erstmals wurde jetzt der OVAB Europe Digital Signage Business Climate Index (DBCI) für die fünf skandinavischen Länder Norwegen, Dänemark, Schweden, Finnland und Island erhoben. Der Branchenindex in der ersten Ausgabe für Mai/Juni 2015 gibt wie die daran anschließenden Untersuchungen Auskunft darüber, wie sich die Digital Signage- und DooH-Branche in der Region aktuell verhält – und wie er sich in Zukunft entwickelt. Anhand der Absätze für Public Displays ist Skandinavien Europas viertgrößter Markt für Digital Signage – mit einer jährlichen Steigerungsrate von aktuell 20 %.

Gestartet ist der DBCI Scandinavia auf einem guten Niveau, mit einer Tendenz nach Norden: Allgemein wird der Index anhand einer Skala von -100 bis +100 Basispunkten errechnet. Mit aktuell 66,65 Punkten befindet sich der DBCI in einer guten Ausgangsposition.

Momentan berichten 76,2 % der Befragten von einer guten Lage für ihr Unternehmen. Insgesamt 19 % verzeichnen zufriedenstellende Geschäfte – und für 4,8% der Unternehmen ist die Lage schlecht. Der Blick in die nahe Zukunft ist durchwegs optimistisch: Keines der befragten Unternehmen erwartet im kommenden halben Jahr eine schlechtere Lage. Besseres Business in den nächsten sechs Monaten sehen 61,9 %; eine gleichbleibende Auftragslage erwarten 38,1 %.

Die Lage in der Region war in der jüngeren Vergangenheit nicht einheitlich. Bislang stach eines der fünf Länder besonders hervor, wenn es um die Konjunktur für Digital Signage-Projekte geht: Nach der Finanzkrise im Jahr 2008 hatte nur die Digital Signage und Digital-Out-of-Home-Industrie in Norwegen die Dynamik der Branche vorangetrieben. Seit Ende 2013 hat sich aber die Gesamtwirtschaft in Schweden, Dänemark, Finnland und Island ebenfalls wieder so stark erholt, dass die Branchenentwicklung wieder positiv und dynamisch verläuft. Insofern hat Norwegen die anderen Länder in und kurz nach der Krise mitgezogen.

Kleine und mittlere Projekte dominieren - DBCI Skandinavien Mai/ Juni 2015 (Grafik: invidis)

Kleine und mittlere Projekte dominieren – DBCI Skandinavien Mai/Juni 2015 (Grafik: invidis)

Die Top 3 der Zielbranchen in Skandinavien: Retail, Corporate Communication und Education. Mit rund einem Drittel Anteil an den Projekten kommt dem Einzelhandel eine ebenso große Bedeutung zu, wie in anderen Ländern. „Einzelhändler und Unternehmen sind seitdem wieder bereit, in Digital Signage-Lösungen zu investieren, die das Kundenerlebnis verbessern“, hat etwa Frank Larsen, CEO von Digital Experiences Nordic, festgestellt.

Neben den vertikalen Märkten sind auch die Größe der jeweils beauftragenden Unternehmen interessant. Im Jahr 2014 waren gut drei Viertel aller Projekte kleine bis mittelgroße Projekte mit Größen von bis zu 50 Displays. Und mehr als die Hälfte der Installationen sind solche in der Größenordnung von einem bis zehn Displays. Projekte mit mehr als 500 Displays machen lediglich 1 % des Marktes aus.

Frank Larsen beobachtet im skandinavischen Digital Signage-Markt, dass mögliche weitere Markttreiber wie Omnichannel derzeit selten in Projekten umgesetzt werden, wie er in einem Interview zum Start des DBCI sagt. Nur wenn die Interaktion von Digital Signage mit weiteren Kanälen, wie etwa Mobile, einen echten Mehrwert bringe, würden entsprechende Omnichannel-Projekte künftig in nennenswerter Zahl realisiert werden.

Den jeweils aktuellen DBCI für Skandinavien – und das Interview im DBCI Skandinavien für Mai/Juni 2015 – finden Sie an dieser Stelle.

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