Displaytechnologie

Samsung Display zeigt Mirror OLED und transparenten OLED

- Für den Retailer Chow Sang Sang hat Samsung Display jetzt zwei neue OLED-Screens kreiert, die das Unternehmen jetzt auf der Retail Asia 2015 in Hong Kong vorgestellt hat – die nach Unternehmsnangaben industrieweit ersten transparenten und Mirror OLED-Screens. Die Displays arbeiten mit Intel Real Sense – dadurch können sie beispielsweise als virtuelle Ankleidehilfe genutzt werden. von Thomas Kletschke

Transparenter OLED-Screen (Foto: Business Wire)

Transparenter OLED-Screen (Foto: Business Wire)

In Sachen OLED-Technologie haben die Entwickler bei Samsung Display nun einige Fortschritte erzielt – und zudem bewiesen, dass man LG das Feld OLED keinesfalls allein überlassen will.

Beispielsweise beim Magic Mirror 2.0: Anders als bei LCD-basierten Spiegel-Displays konnte der Hersteller sowohl beim Kontrastverhältnis, beim Farbraum, wie auch bei den Reaktionszeiten Verbesserungen erzielen. Technologiebedingt kommen mittelfristig auch Kostenersparnisse durch niedrigeren Energieaufwand hinzu, da OLEDs kein Backlighting benötigen.

Für den Magic Miror 2.0 gibt Samsung Display nun eine mehr als 100%-ige Abdeckung des NTSC-Farbraums an – bei einem LCD-Modell würden lediglich rund 70 % des Farbraums abgedeckt. Als Kontrastverhältnis hat der Hersteller 100.000:1 errechnet (Vergleichswert: 4.000:1). Und statt in 8 ms erreichen die Inhalte den Screen nun in 1 ms. Vor allem aber: Das, was den Mirror Screen zum Spiegel macht, wurde verbessert. Mit 75 % Reflexionsgrad kann das OLED-Modell etwa 50 % mehr Spiegelungsgrad erreichen, als ein LCD-Screen.

Neues Mirror OLED-Display (Foto: Business Wire)

Neues Mirror OLED-Display (Foto: Business Wire)

Da beide Screens mit Real Sense arbeiten, können sie die von den 3D-Kameras erfassten Bilder nutzen – als Entscheidungshilfe für Kundinnen und Kunden in der Umkleidekabine.

Beim Transparent OLED hat Samsung Displays ebenfalls eine mehr als 100%-ige Abdeckung des NTSC-Farbraums erreicht. Im Vergleich zu anderen LCD-Displays, deren Wert für Lichtdurchlässigkeit der Hersteller mit 10 % angibt, könne das OLED-Modell nun mit 45 % aufwarten. Entsprechend konnte man nun den Transparenzgrad auf 40 % steigern – also gut vier mal so viel, wie bei einem LCD.

Mit der Chow Sang Sang-Gruppe setzt nun der erste Retailer die beiden OLED-Screens ein. Ob es sich dabei um einen reinen Piloten handelt, oder ob die Juwelierskette einen Roll out folgen lässt, wurde nicht bekannt gegeben. Dennoch überrascht, dass OLED-Displays schon jetzt für konkrete Retail-Projekte genutzt wird. Auf absehbare Zeit dürfte die Technologie aber im Vergleich zu anderen noch relativ teuer in der Anschaffung bleiben.

Über einen weiteren interessanten Trend bei transparenten Screens berichten wir morgen an gleicher Stelle.

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