Interactive Digital Signage

Soll Corporate Boardrooms erobern – Sharps 80″ PCAP

- Am vergangenen Donnerstag hat Sharp sein aktuelles Portfolio an interaktiven Large Format Displays gezeigt. Dabei konnte der Hersteller in der Praxis zeige, dass das neue 80″ PCAP Big Pads sehr überzeugend gelungen ist. von Thomas Kletschke

Sharp Big Pad 80TC3 wirbt für ein 70 Zoll Modell des Herstellers (Foto: invidis)

Sharp Big Pad 80TC3 wirbt für ein 70 Zoll Modell des Herstellers (Foto: invidis)

Vorgestellt wurden verschiedene Modelle, aber das Flaggschiff weckte beim Fachpublikum das größte Interesse, das neue 80″ Big Pad 80TC3, ein waschechter PCAP. Damit ist bislang kein anderer Hersteller im Markt präsent, einem projected kapazitiver beziehungsweise projizierend kapazitiver 10 Punkt Multitouch in dieser Größe.

PCAP ist herstellerunabhängig das Trendthema im Bereich Large Format Touch Displays. Im Gegensatz zu anderen Multitouch oder Single Touch Technologien wird erstens kein Druck durch den User benötigt. Bei projiziert-kapazitiven Touchpanels wird die leitende ITO Schicht auf der Rückseite des Glases auflameniert und nutzt zwei Ebenen mit einem leitfähigen Muster, was zusammen mit anderen Vorteilen an dieser Stelle gut beschrieben wird.

Das Sharp Big Pad mit PCAP und Glasoberfläche markiert damit ein von Haptik, Panel, Usability und gesamter Verarbeitung her hochwertigen Eindruck. Wie bei Sharp üblich ist auch bei diesem 24/7 Gerät mit Robustheit und langer Produktlebenszeit zu rechnen.

Der Zauber liegt neben hochwertiger Hardware natürlich in der Intelligenz. Bei Top Modellen aus dem Portfolio, die für den Bereich Corporate gedacht sind, spielt eine entsprechende Software die Schlüsselrolle. Und das 80″ PCAP Big Pad ist mit einem Listenpreis von 13.090 Euro für Einsätze im Corporate Boardroom gedacht.

Das Big Pad, das wir im Aufmacherfoto zeigen, wirbt dort für ein ebenfalls gezeigtes 4K Modell von Sharp, den 70-Zöller H701. Da wünscht man sich schnell, dass das 80″ Big Pad nicht nur als Full HD Modell, sondern auch als UHD Variante mit PCAP auf den Markt kommt. Das ist momentan allerdings kein Thema beim Hersteller.

Aus gutem Grund: Lediglich bei sehr geringem Abstand zum Screen sind Pixel beim 80TC3 sichtbar. Momentan dürfte Ultra HD auch für viele Firmennetzwerke kein Thema sein. Zumindest nicht im Bereich Collaboration und Conferencing. Und genau das sind die Einsatzszenarien. Es geht primär um effiziente und sichere Bearbeitung von Daten, um Prozesse in Unternehmen zu optimieren; glasklares und schönes Bild sowie angenehme Haptik des für einen 80-Zöller schmalen und leichten Screens veredeln das ganze Setting. Sozusagen das iPhone unter den interaktiven Whiteboards, nur in sehr groß.

In Sharps Showroom in Unterschleißheim bewies man, dass die eigene Touch Display Link Software. Die ist für das Sharing Voraussetzung. Lauffähig auf vier Betriebssystemen: Neben dem vorgestellten Windows auch auf Android, iOS und Mac OS.

Die Lösung ist für BYOD Einsätze gedacht – auf einem Level, das Großunternehmen oder KMUs benötigen. Ein Big Pad kann mit 50 externen Geräten kommunizieren. Drei Big Pads können nebeneinander und miteinander simultan in einem Raum arbeiten. Über VPN und andere Varianten sind Big Pads an regional komplett verschiedenen Standorten gemeinsam nutzbar – und mit ihnen die entsprechenden Dokumente.

Insgesamt verfügt Sharp jetzt über ein Big Pad Portfolio aus sechs Modellen. Neben dem erwähnten Top Modell 80TC3 sind die 70-Zöller 70TA3 und 70TB3 sowie die 60-Zöller 60TA3 und 60TB3 im Programm sowie das 70″ Modell 70SC3 (s.u.). Alle Modelle mit TB und TA sind technisch bis auf ein Detail identisch: den Mini PC, der bei den A Modellen mitgeliefert wird. Als Touch wird IR 10 Point Multitouch verwendet, Display Link ist als Software ebenso enthalten wie eine Pen Software.

Diese Modelle sind für Corporate Meeting Rooms vorgesehen, das 70TB3 auch für den vertikalen Markt Higher Education. Das Preisniveau bewegt sich von 5.221 Euro bis 7.392 Euro.

Das ebenfalls gezeigte Modell 70SC3 kommt beim UVP um 5.544 Euro als spannende IR Multitouch Variante mit Pen Software, aber ohne das Display Link Paket daher. Ein bisschen weniger Collaboration, dafür aber ein 70-Zöller für den Bildungsmarkt, der eine gute Alternative zu den anderen B2B Modellen der Reihe gibt.

2 thoughts on “Interactive Digital Signage: Soll Corporate Boardrooms erobern – Sharps 80″ PCAP

  1. Leider wird nicht gesagt, dass das Display nur 300 cd/m2 hat.
    Entspiegelt (siehe Foto von Invidis) ist das Display auch nicht, die IPS Technik wird nicht benutzt. Was soll man mit einem großen Werbeauftritt, wenn das Bild bei leichten Sonneneinstrahlungen etc. nicht vernünftig erkannt werden kann! Mich würde interessieren was für Panels verbaut worden sind.

    • Nachgeliefert: Panel Technologie ist UV²A (wie bei den Schwestermodellen, vgl: http://invidis.de/2015/10/interview-interactive-digital-signage-rueckt-bei-sharp-weiter-in-den-fokus/). Wie von Ihnen erwähnt liegt die Luminanz bei 300 cd/m². Da die Big Pad Reihe nicht für (Semi-) Outdoor oder Schaufenster gedacht ist, sondern für den Einsatz in Innenräumen, und dort für kollaboratives Arbeiten, reicht die Luminanz für den Einsatz in einem Meeting Raum aus. Nicht nur auf dem Papier, sondern auch bei der Vorführung Ende der letzten Woche. Was Spiegelungen betrifft, sind diese ebenfalls nicht kriegsentscheidend (realer optischer Eindruck von verschiedenen Positionen im Raum aus).

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