invidis Jahreskommentare 2015

pilot Screentime über Symbiose von Online- und Outdoor-Medien

- Im neunen Jahr geht es gleich mit den invidis Jahreskommentaren 2015 weiter. Der erste Kommentar in 2016 stammt von Damian Rodgett von pilot Screentime. Er erklärt, warum „Omni-Channel Marketing“ ein beliebtes Thema bei Marketing- und Werbeverantwortlichen ist, die Realität aber anders aussieht. von Theresa Amann

Digital Signage-Jahreskommentar 2015: Damian Rodgett (Bild: pilot Screentime)

Digital Signage-Jahreskommentar 2015: Damian Rodgett (Bild: pilot Screentime)

Damian Rodgett, Geschäftsführer, pilot Screentime:

Ein Jahr voller Innovationen!

Die Digitalisierung des POS hat uns in 2015 stark beschäftigt. Vor allem die Herausforderung, die Online-Welt mit der POS-Welt zu vereinen. Was für uns in diesem Jahr spürbar war entwickelt sich zu einer Pflichtanforderung im Jahr 2016. Kunden wünschen sich Kommunikation und Strategien über alle Kanäle und Touchpoints hinweg. Digital, in Echtzeit und automatisch ansteuerbar.

Mit einer Vielzahl von neuen Kunden hat pilot Screentime in den vergangenen 12 Monaten einige Trends der digitalen Bildschirmkommunikation erkannt und in Projekten realisiert. Projekte, die für Begeisterung sorgen und Kunden nachhaltig davon überzeugen, dass POS-Bildschirmkommunikation nicht nur ein „Nice-to-have“ ist, sondern definitiv ein „Must have“!
Eine wichtige Erkenntnis war dabei, dass sich nicht immer nur alles um das Thema Digital Signage dreht. Vielmehr geht es darum, die Out-of-Home und POS-Kommunikation besser, schneller und einfacher zu verzahnen. „Omni-Channel Marketing“ ist seit Langem bei den Marketing- und Werbeverantwortlichen ein Thema. Allerdings sieht die Realität aktuell deutlich anders aus. Die einfachen Dinge, wie z.B. die Aktualisierung von Kreatives per Knopfdruck, nehmen immer noch zu viel Zeit und Aufmerksamkeit in Anspruch. Sei es bei Großunternehmen oder kleinen und mittelständischen Unternehmen. Es liegt in unserer Verantwortung solche Kunden effiziente und Budgetschonende „Omni-Channel“ Instrumente anzubieten und diese weiter zu entwickeln. Darin liegt der entscheidende Mehrwert für den Kunden, der nicht alles selber machen kann oder will.

Aus unserer Erfahrung ergeben sich 6 Trends, die uns im Jahr 2015 beschäftigt haben und in Zukunft auch weiter beschäftigen werden:

1) Kunden haben es verstanden, dass sie mit vielen anderen Marken und Produkten am POS im Wettbewerb stehen und, dass durch digitale Bildschirmkommunikation spannendes Differenzierungspotenzial entstehen kann. Die Flagship-Stores sind nach wie vor die Aushängeschilder der Digital Signage Branche, aber in 2016 geht es um die Skalierbarkeit diverser POS Screenlösungen an mehreren Standorten.

2) Eine digitale „Customer Journey“ von Online bis POS scheint mehr und mehr realistisch und realisierbar zu sein, denn alle analogen Kommunikationsflächen werden kontinuierlich „digitalisiert“. Marketingentscheider werden ab dem nächsten Jahr besser informiert sein und können Insights über Konsumentenverhalten einfacher erheben. Auf einmal gibt es die Möglichkeit DooH-Screens mit Programmatic-Content zu bespielen. Dies war vor kurzem noch undenkbar.

3) Ein moderner und zeitgemäßer Markenauftritt gehört jetzt zu den POS „Must-Haves“. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung sind die mittlerweile bezahlbaren LFDs (Large Format Displays) und die einfach zu integrierende Internetkonnektivität am POS.

4) Das Thema Aufmerksamkeit und Innovation ist mehr denn je ein wichtiger Treiber am POS. Unsere transparenten Kühlschränke mit Screen, welche wir im ersten Schritt für die Marke „hella Mineralwasser“ entwickelt haben, ist ein absolutes Leuchtturmprojekt in Europa und genießt im Markt große Beliebtheit und Akzeptanz. Solche innovativen POS-Projekte entstehen nur im Zusammenspiel zwischen Agentur und Kunde. Die wichtigsten Zutaten dabei sind Zeit und Geduld auf beiden Seiten.

5) „Big Data“ beschäftigt alle unsere Kunden gleich welcher Unternehmensgröße! Die wenigsten haben sich allerdings mit den Themen „Business Intelligence“ und „Data-Visualization“ beschäftigt. Ein Fehler! Denn zu viele Daten zu besitzen und diese obendrein nicht ausgewertet zu haben ist genauso ineffizient, als zu wenige Daten vorliegen zu haben! „Data-Visualization“ wird immer mehr zum unverzichtbaren Entscheidungstool für Kunden, die ihre KPI´s immer im Blick behalten wollen. Dieses Thema wird von uns immer wieder thematisiert. Bei unseren Data-Dashboard-Tools können Kunden schnell und kostengünstig mit den bereits im Unternehmen vorhandenen Screenlösungen innerhalb von wenigen Tagen einsatzbereit sein und die enormen Vorteile der Informationsvermittlung genießen.

6) Durch innovative, intuitive und spassige Anwendungen können Kampagnen am POS begeistern. Interaktivität und „Gamification“ werden für Kunden immer attraktiver. Zum Beispiel haben wir in diesem Jahr mit unserer „iWall-Installation“ die ersten Erfahrungen mit Endkunden gesammelt. Das Prinzip ist simpel und vereint mit einer großen Multitouch-Videowall die Bereiche shoppen, spielen und surfen gleichzeitig. Die „iWall-Installation“ lässt sich nicht als Digital Signage, DooH, Spiel- oder E-Commerce-Plattform kategorisieren. Nur eins ist klar! – Interaktivität am POS scheint erwünscht und kann eine logische Ergänzung zur Smartphonenutzung sein.

Als übergreifenden Trend in 2015 sehen wir das Zusammenwachsen von Online- und Outdoor-Medien. Ein Trend, der die Präzision des Internets und die Kraft des Point of Sale endlich zusammen bringt. Wir sind davon überzeugt, dass uns diese Entwicklung im Jahr 2016 weiter sehr intensiv beschäftigen wird. Wirkungsvolle Kauftrigger am POS entstehen nur, wenn in der Integration alle Touchpoints berücksichtigt werden. Das „Internet der Dinge“ scheint nicht mehr allzu fern zu sein! Gut das wir uns zuerst über die einfachen POS Themen informieren, denn die komplexeren Themen, die so richtig Spaß und Mehrwert bringen, kommen bald!

Hier finden Sie alle bisher veröffentlichten invidis Jahreskommentare 2015.

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