Healthcare TV in Australien

Konsolidierung bei Wartezimmer Netzwerken

- Down under setzt sich die allgemeine Konsolidierungswelle der Digital Signage Branche auch im vertikalen Markt der Wartezimmer Netzwerke fort. Dort ist gerade der Medical Channel aufs Einkaufstour – zum wiederholten Male. von Thomas Kletschke

Australische Arztpraxis mit Screen des Medical Channel (Foto: Medical Channel)

Australische Arztpraxis mit Screen des Medical Channel (Foto: Medical Channel)

Für ein erst 2012 gegründetes Unternehmen hat Medical Channel einiges erreicht: definierte Ziele, Wachstum und Investoren-Vertrauen. Ursprünglich spezialisiert auf Digital Signage mit Fahrstuhl-Netzwerken in Hochhäusern, hat sich die Firma schnell dem Bereich Patienten TV zugewandt.

Noch Anfang 2016 bestand der Medical Channel aus 700 Screens in Arztpraxen. Dann folgte die Übernahme des Konkurrenten Medical Media mit 800 Screens in 750 australischen Praxen. Damit wuchs das Gesamtportfolio auf 1.550 Screens in 1.430 Praxen an. So konnten seit Frühjahr 2016  etwa 2,6 Millionen Australier erreicht werden. Damit nicht genug. Kürzlich wurden weitere 25 Millionen Dollar von Investoren bereitgestellt, um die nächste Akquisition zu finanzieren, den Kauf des 2001 gegründeten australischen Digital Signage Anbieters The Community Network.

Nach diesem Erwerb wird der Medical Channel landesweit insgesamt 3.200 Screens in den Wartezimmern von australischen Ärzten betreiben. Monatlich werden so 6,25 Millionen Australierinnen und Australier erreicht, so das Unternehmen. Als durchschnittliche Verweildauer gibt Medical Channel 30 min an. Insgesamt nutzen bislang 7.000 Werbungtreibende das Point of Care Netzwerk.

Für die Zukunft hat man sich einiges vorgenommen. Geplant ist es, in etwa 18 Monaten Marktführer in Australien und Neuseeland zu sein. Zudem denkt man auch über weitere Märkte nach. In Australien gebe es landesweit 6.000 Kliniken, von denen man 4.000 künftig mit Screens und Programm bespielen wolle – in den nächsten sechs Monaten, so CEO Nazar Musa kürzlich gegenüber der Australian Financial Review.

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